6 Trends im E-Commerce 2016 [+Infografik]

Trend im E-Commerce 2016

Der Onlinehandel boomt. Der Konsument von heute nutzt die Möglichkeiten des digitalen Shoppings für sich. Und das bringt Vorteile für handelnde Unternehmen jeder Größe: Der Betrieb eines Onlineshops war noch nie so lukrativ wie jetzt. Allerdings verändern sich die Anforderungen der Kunden auch in diesem Segment. Wer weiterhin im E-Commerce mitmischen will, muss die neuesten Entwicklungen kennen. Auch 2016.

 

1. Kundenorientierung an erster Stelle

KundenorientierungNichts Neues und dennoch wichtiger denn je: Die Kundenorientierung. Auch 2016 ist es der Konsument, der den Ton angibt und über Sieg oder Niederlage eines Onlineshops entscheidet. Es gilt also, die eigene Klientel rundum zufrieden zu stellen. Und hier spielen gleich mehrere Faktoren eine Rolle. Erstens muss der Service überzeugen, denn auch in der digitalen Welt wünschen sich die Konsumenten einen direkten, kompetenten Ansprechpartner. Das Einrichten einer kostenfreien Service-Hotline ist somit Pflicht. Ebenso beliebt sind Live-Kundenchats mit professionell geschulten Support-Mitarbeitern. So hat der Kunde die Möglichkeit, direkt aus dem Onlineshop heraus seine Fragen zu stellen. Zweitens muss die Website übersichtlich gestaltet sein. Kurze Ladezeiten und eine intuitive Benutzerführung helfen dabei, den Kunden auf seiner Website festzuhalten. Das Ergebnis: Mehr Sales und mehr Umsatz.

 

2. Neu gestaltete Nutzerführung

NutzerführungEs hat sich bereits 2015 abgezeichnet: Der klassische Onlineshop-Aufbau hat ausgedient. Eine bloße Suchzeile und nach Kategorien sortierte Artikel entsprechen dem Anspruch an ein digitales Einkaufserlebnis längst nicht mehr. Stattdessen müssen Maßnahmen ergriffen werden, die die Kundschaft dazu bewegen, durch die Website zu „schlendern“. Moderne Onlineshops schaffen es, die Käufer – ähnlich wie beim Schaufensterbummel – zu inspirieren und zu Produkten zu führen, an die der Konsument zunächst gar nicht gedacht hatte. Der Mode-Onlineshop ABOUT YOU macht es vor. Hier legen sich die Kunden ein eigenes Profil an, in dem auch die persönlichen Style-Vorlieben hinterlegt werden. Ebenso werden Daten wie Schuh- und Kleidergröße gespeichert. So wird garantiert, dass dem Kunden nur passende Klamotten angeboten werden. Der Website-Aufbau gleicht dem eines Hochglanzmagazins. Die User können zwischen den Kategorien springen, bestimmte Markenshops besuchen, sich von Testimonials aus der Fashionwelt inspirieren lassen oder neue Trends entdecken. Doch ist dieses Vorgehen kein allgemeines Erfolgsrezept: Die Onlineshop-Betreiber sollten sich beim Aufbau ihrer digitalen Verkaufspunkte immer an ihrer Zielgruppe orientieren. Was bei modeaffinen Frauen funktioniert, ist längst nicht auf einen Technikshop für Männer übertragbar.

 

3. Bequeme Bezahlmethoden

ZahlmethodenAuch das Thema neuartiger Bezahlmethoden wird sich 2016 weiterentwickeln. Neben den klassischen Zahlungsweisen wie Lastschrift, zahlen per Kreditkarte oder Rechnung, gehört mittlerweile auch PayPal zu den Standard-Bezahlmethoden im E-Commerce. Immer mehr etablieren sich auch Dienste wie SOFORT Überweisung, bei denen das Anlegen eines eigenen Nutzerkontos obsolet wird. Der Vorteil liegt hierbei in der zeitsparenden Bezahltechnik und der sofortigen Sicherheit für den Onlineshop-Betreiber, dass eine Zahlung getätigt wurde. Anders als bei Vorkasse, kann die Ware sofort nach Bestellung verschickt werden. Der Händler freut sich über die prompte Zahlung, der Kunde über den schnellen Erhalt der bestellten Artikel. Auch für 2016 ist zu erwarten, dass sich weiterhin solche Formen des Sofortbezahlens durchsetzen werden.

 

4. Social Commerce

social CommerceDie sozialen Medien sind fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Längst haben Handelsunternehmen und Marken das Potenzial von Facebook und Co. erkannt und sich eigene Unternehmenswebsites in den Social Media eingerichtet. Der Beruf des Social Media Managers hat sich etabliert und dem Kundendialog über die sozialen Medien wird mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie dem persönlichen Kundengespräch. Mit Social Commerce geht man 2016 noch einen Schritt weiter: So setzt Facebook aktuell die Einführung eines Kaufen-Buttons um. Auch werden bestimmte Facebook-Anzeigen künftig beim Antippen den gesamten Bildschirm ausfüllen und als digitaler Katalog fungieren. Die User können dann per Wisch mit dem Finger durch die Anzeige blättern, neue Produkte entdecken und mit Freunden auf Facebook teilen. Ähnliche Social Commerce-Maßnahmen lassen sich auch auf Pinterest und Instagram beobachten.

 

5. Ergänzende Amazon-Shops

Amazon Man mag über den Onlineversandhandel Amazon denken was man will: Die nackten Zahlen beweisen, dass es das Unternehmen geschafft hat. Die Umsätze steigen stetig, der Marktanteil in Deutschland gleich mit. Onlinehändler sollten sich über diese Konkurrenz jedoch nicht ärgern, sondern versuchen, vom Erfolg amazons zu profitieren. Immer mehr Handelsunternehmen eröffnen aus diesem Grund einen eigenen Shop bei Amazon. Hier können die Händler ihre Produkte direkt auf der Amazon-Plattform anbieten und werden auch über die Amazon-Suche von den Konsumenten gefunden. Versandzeit und -kosten können dabei selbst festgelegt werden. Allerdings sollte auch weiterhin in den Auf- und Ausbau des eigenen Shops investiert werden. Wer alleine auf die Zusammenarbeit mit dem Shopgiganten setzt, begibt sich schnell in eine unschöne Abhängigkeit. Daher gilt: Amazonshop als ergänzende Maßnahme – ja. Amazon als einzige Handelsquelle – auf gar keinen Fall!

 

6. Mobile nicht vergessen

MobiloptimierungAuch 2016 gibt es noch Onlineshops, die für die Ansicht auf mobilen Endgeräten immer noch nicht optimiert sind. Dass den Händlern dadurch eine Menge Umsatz verloren geht, steht außer Frage. Die Schlussfolgerung: Ein Großteil des Marketingbudgets sollte künftig in den Mobile-Bereich fließen. Zudem ist der Einsatz einer Website im Responsive Design unabdinglich geworden. Suchen die Kunden die Website mit Tablet oder Smartphone auf, sind eine optimierte Ansicht und folglich eine überzeugende Usability garantiert. Auch sollten Handelsunternehmen darüber nachdenken, in die Programmierung einer eigenen Shop-App zu investieren. Das bringt nicht nur das eigene Unternehmenslogo auf die Smartphones der Kunden. Auch kann eine intelligent konzipierte App zu einem besonderen Kauferlebnis beitragen. Etwa indem der Kunde interessante Produkte auf seine persönliche Wunschliste setzt oder ihm aufgrund seiner Suchanfrage andere eventuell interessante Artikel angezeigt werden. Und dann wären da noch die Push-Benachrichtigungen. Mit ihrer Hilfe können Smartphone- und Tablet-Nutzer in Echtzeit über Rabattaktionen und kommende Sales informiert werden.

 

E-Commerce 2016: Ein Ausblick

Dieses Jahr wird sich wieder eine Menge im E-Commerce tun. Wer weiterhin im Fokus der Bemühungen stehen sollte, ist der Konsument. Mit einem besonderen Service, optimierten Online-Auftritten und der Schaffung eines einzigartigen Einkaufserlebnisses, kann es gelingen, die Käufer langfristig zu binden und die Konkurrenz auszustechen. Dass hierbei den Themen Mobile und Social Media eine immer größer werdende Bedeutung zukommt, sollte nicht außer Acht gelassen werden. Statt die neuen Entwicklungen als kaum überwindbare Hindernisse zu begreifen, müssen sie als Chance gesehen werden. Die Chance, den eigenen Umsatz kontinuierlich zu steigern. Mit der richtigen Marketing-Strategie, orientiert an den kommenden Trends für den Onlinehandel, kann das gelingen.

 

 

das sind die E-Commerce Trends für 2016

Nadeem Ahmad

Nadeem ist Director Marketing & Sales bei weclapp. Er hat Marketing & Wirtschaftsinformatik an der Goethe Universität in Frankfurt studiert und begeistert sich seit vielen Jahren für neue Technologien & Software.

Schreibe einen Kommentar