Die wichtigsten 10 Kriterien bei der Cloud-Anbieter-Auswahl (Teil 1)

Die Experton Group hat in ihrer neusten Studie, dem Cloud Vendor Benchmark, 2012 eine Verzehnfachung der Cloud-Anbieter über die letzten 3 Jahre feststellen können. Keine Frage: Der Markt für Cloud Computing entwickelt sich weiterhin rasant! Auch dieses Jahr drängen viele neue Cloud Anbieter mit ihren Lösungen an den deutschen Markt. Unter den aktuell 300 – 400 relevanten Anbietern den Richtigen zu finden, ist nicht einfach. Die nachfolgende Checkliste nennt die wichtigsten Kriterien der Anbieterwahl im Cloud-Umfeld.

  1. Implementierbarkeit
    „Wie gut passt Produkt XY in unsere Systeme?“ Dafür sollten Sie zunächst die gängigen Arbeitsabläufe der Nutzer für die Online Cloud Software identifizieren. Tipp: Erst die Bedarfsanalyse innerhalb Ihres Unternehmens durchführen, dann eine Bestandsaufnahme machen und im letzten Schritt Bestand und Bedarf miteinander abgleichen, Stichwort hier: Schnittstellen.
  2. Skalierbarkeit
    Ziel eines jeden Unternehmens ist das Wachstum! Die eingesetzte Software sollte mit den Unternehmensanforderungen wachsen. Cloud-Applikationen werben mit Skalierbarkeit, doch Skalierbarkeit umfasst mehr als die reine technische Leistungsanpassung. Die wichtige Frage ist hier, wie anpassungsfähig ist die Software bei Änderungen der Unternehmensanforderungen? Tipp: Überprüfen Sie, wie sich die Geschäftsprozesse in den kommenden Jahren verändern werden – kann die evaluierte Cloud-Software auch diese Prozesse noch unterstützen?
  3. Die passende Struktur
    Bei der Wahl eines Providers sollte die Struktur des Cloud-Anbieters zur Struktur des eigenen Unternehmens passen. Start-ups haben tolle innovative Produkte aber oft nicht die Ressourcen die Anforderungen von Unternehmen mit mehreren hundert Angestellten zu bedienen. Tipp: Nur wenn beide Partner die gleichen Ziele verfolgen, verläuft eine Geschäftsbeziehung erfolgreich.
  4. Datensicherheit
    „Vertrauen ist der Anfang von allem“ so titelte die Deutsche Bank in den 90er Jahren. Bei der Wahl eines Cloud Providers ist blindes Vertrauen sicherlich das falsche Mittel. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Tipp: Achten Sie auf Sicherheitszertifikate (z.B. ISO),- sowie Serverstandort und Rechtsprechung im deutschen Raum, z.B. durch die Mitgliedschaft bei „Cloud Services Made in Germany“.
  5. Preis-Leistungs-Transparenz
    In Zukunft werden IT-Dienstleistungen genauso zum Kunden geliefert wie Wasser und Strom. Momentan ist dies allerdings noch Fiktion. Viele Cloud-Anbieter werben mit „pay as you go“ oder „pay per use“ – rechnen aber nicht transparent ab. Tipp: Suchen Sie einen Anbieter dessen Preise und Leistungen übersichtlich gegenübergestellt sind. Starten Sie im nächsten Schritt mit einer Testversion oder in einem Freemium-Modell.

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Autor Frank-Steffen Schäfer ist Senior Produkt & Sales Manager bei weclapp. Er hat Wirtschaftswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg studiert und schreibt für diesen Blog über Warenwirtschaftsthemen.

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