Die wichtigsten 10 Kriterien bei der Cloud-Anbieter-Auswahl (Teil 2)

Wie Sie sehen, liebe ich Datenmaterial. Teil 2 der Checkliste wird somit ebenso mit einer interessanten Statistik eingeleitet: Das iPad dominiert mit einem Marktanteil von knapp 58% (4.Quartal 2011) den Markt der Tablets und Gerüchte über einen Nachfolger gibt es bereits mehrere.

  1. Informationsmobilität
    Tablets sind Trend! Mobile Endgeräte tragen maßgeblich zur Begeisterung der Kunden bei. So kann beispielsweise der Außendienstler mit Kollegen kommunizieren, Informationen über Kunde und Produkt mobil abrufen und seine Produkt-Präsentation bequem vor Ort bei dem Kunden vorführen. Informationsmobilität steht momentan im Mittelpunkt jedes modernen Unternehmens. Tipp: Mobility Trend macht nur dann Spaß, wenn die Cloud App problemlos auf kleineren Displays betrieben werden kann.
  2. Anwenderakzeptanz
    „Der Kunde ist König“ oder in diesem Fall der Anwender! Dazu gehört neben der passenden Arbeitsgeschwindigkeit der Software vor allem auch eine intuitive Bedienung, die Spaß macht! Spezialkenntnisse und umfangreiche Ausbildungen sind weniger gefragt, andererseits wollen Power User die von ihnen gewünschte Funktionstiefe trotzdem noch erreichen. Den Gelegenheitsusern eine intuitive Bedienung zu ermöglichen und gleichzeitig den Anforderungen der Power User gerecht zu werden, stellt die Königsdisziplin in der Softwareentwicklung dar. Tipp: Testen Sie deswegen in kleinen Projektteams die Akzeptanz einer neuen Software, bevor sie den Startschuss für den großen Rollout geben.
  3. Kundenportfolio
    Um die Markt- und Branchenexpertise eines Cloud Providers zu überprüfen kann ein Blick in die Referenzen helfen. Vertrauen bereits renommierte Unternehmen dem Produkt, so heißt das nicht automatisch, dass dieses gut ist; mit ziemlicher Sicherheit ist es aber nicht die schlechteste Lösung am Markt. Tipp: Vertrauen ist gut, testen ist besser! Ein umfangreiches Kundenportfolio kann eine Entscheidungshilfe darstellen, ersetzt aber in keinem Fall das Ausprobieren der Software.
  4. Hardwareausstattung
    Mehrere redundante Rechenzentren in Deutschland (siehe Teil 1) sind Pflicht und sollten als KO-Kriterium bei der Auswahl gelten! Nur so kann die notwendige Ausfallsicherheit gewährleistet werden. Tipp: Die technische Ausstattung des Cloud-Providers beeinflusst die Ausfallsicherheit und die Arbeitsgeschwindigkeit der Cloud-Software maßgeblich.
  5. Exit-Strategie
    Ich frage mich, warum es das Wort „Explementierbarkeit“ im Cloud-Umfeld noch nicht gibt, es hat definitiv eine Berechtigung, denn nach dem Hype kommt die Konsolidierung. Welcher Cloud-Anbieter bleibt am Markt? Sie sollten für genau diesen Fall eine Exit-Strategie bereit halten. Tipp: Überprüfen Sie mit Dummy-Datensätzen ob sich alle Daten wieder problemlos exportieren lassen.

Die angesprochenen Kriterien dienen der Orientierung für kleine- und mittelständische Unternehmen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Haben Sie Ergänzungen zu diesem Blogbeitrag, weitere Ideen oder Artikelwünsche – hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar, ich freue mich über Feedback!

Autor Frank-Steffen Schäfer ist Senior Produkt & Sales Manager bei weclapp. Er hat Wirtschaftswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg studiert und schreibt für diesen Blog über Warenwirtschaftsthemen.