Diese 60+ Tipps helfen dir dabei, deinen Traum vom erfolgreichen Onlineshop zu verwirklichen! [Update 2019]

Onlineshop eröffnen

Du möchtest einen Onlineshop eröffnen und weißt nicht, wie und wo du anfangen sollst? Du hast deinen Onlineshop schon eröffnet, aber es will einfach nicht so richtig klappen? Als absoluter Beginner solltest du mit deinen Rechten und Pflichten vertraut sein und vor allem ein ausgeklügeltes Marketing-Konzept vorbereitet haben. Dann noch die Implementierung der technischen Infrastruktur…

Aber nicht verzweifeln – mit den folgenden Tipps bringst du deinen Online Handel erfolgreich zum Laufen, ziehst viele Kunden an Land und maximierst deinen Umsatz. Um Ordnung in das Chaos auf deiner To-Do-Liste zu bringen, habe ich 60 Tipps zur Eröffnung eines Onlineshops zusammengestellt und nach bestimmten Bereichen sortiert. Zudem habe ich Kontakt zu Branchenexperten und erfolgreichen Gründern aufgenommen. Viele von ihnen haben sich die Mühe gemacht, tolle ergänzende Kommentare für dich beizusteuern. Du kannst also von den Profis lernen 😉

 

Du bist immer noch am Zweifeln, ob die Eröffnung eines Onlineshops überhaupt der richtige Schritt ist? Dann wird es Zeit für ⇩ Tipp Nr. 1. Du hast schon gegründet, aber es läuft noch nicht so richtig? Dann spring doch direkt zu ⇩ Prozessoptimierungen oder ⇩ Vermarktungsstrategien. In jedem Fall wünsche ich schon einmal viel Erfolg!

 

Die Themenbereiche für dich im Überblick

Zunächst gibt es wichtige Tipps zur Existenzgründung, anschließend werden die rechtlichen Aspekte besprochen und generelle Tipps und Tricks zum Aufbau des Shops an sich verraten. Einen Blick hinter die Kulissen wagen wir im Bereich „Prozesse“, wobei die Optimierung der Abläufe thematisiert wird. Abschließend geht’s um die Vermarktung: Wie bringst du deine Produkte am besten an den Kunden?

 

Start Onlineshop eröffnen
Juristische Fallstricke - Rechtliches zum Onlineshop
Onlineshop strukturiert aufbauen
Optimierte Abläufe mit WebshopVermarktung Onlineshop

 

 

 

 

10 Tipps zum (durch)starten

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1. Tu es! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Die Frage aller Fragen: Soll ich’s machen oder nicht? Je länger du dich mit dieser Entscheidung schwer tust, umso dringender wird es, die Sache einfach anzugehen. Denn das Risiko ist letztlich überschaubar und wenn du eine zündende Idee hast, solltest du diese auch in die Tat umsetzen.

Einen Onlineshop zu eröffnen erfordert nicht unbedingt große Investitionen. Die Faustregel lautet eher: Im Zweifel ist weniger mehr. Vor allem dann, wenn man es zunächst nebenberuflich macht. Was du vielmehr brauchst sind Geduld und Ausdauer, denn ein erfolgreicher Onlineshop baut sich nicht immer über Nacht auf und praktisch keine Gründung verläuft wie am Schnürchen. Lass dich also nicht gleich von kleinen Rückschlägen entmutigen. 😉 Tatsächlich sind viele Stolpersteine bei guter Vorbereitung sogar ganz einfach zu umgehen!

Die meisten Existenzgründungen gehen deshalb schief, weil die Marktlage falsch eingeschätzt wurde. Mit einer gründlichen Vorbereitung steht deinem Onlineshop nichts mehr im Weg. Wie Konfuzius schon sagte: „Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.“

Darum: Ärmel hochkrempeln und loslegen! ??

 

Hier noch einmal 5 Gründe, warum du einfach starten solltest:

  1. Du möchtest endlich deinen Traum verwirklichen und dir etwas eigenes aufbauen
  2. Du hast eine Geschäftsidee, für die du brennst
  3. Der Investitionsaufwand und das Risiko sind gering
  4. Niemand ist allwissend – „Learning by doing“ ist das Motto
  5. Die folgenden Tipps helfen dir, gravierende Anfängerfehler zu vermeiden

 

 

2. Die sichere Variante: Nebenberuflich starten

Die Hälfte aller Deutschen, die jedes Jahr ein Gewerbe anmelden, betreiben Ihr Geschäft zunächst nebenberuflich. Für die meisten Onlineshopbetreiber ist dies der intelligenteste Weg für einen möglichst risikofreien Einstieg. Denn solange der Nebenberuf ein Nebenberuf bleibt, musst du dir um deine Sozialversicherungspflichten (Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung) keine Gedanken machen. Alles bleibt wie bisher – du bist als Arbeitnehmer voll versichert.

Der Vorteil ist klar: Dein Arbeitgeber zahlt die Hälfte der Beiträge zur Sozialversicherung, für die du als (Voll-) Selbstständiger zu 100 Prozent alleine aufkommen musst.

Sobald du gewisse Grenzen überschreitest (Einnahmen und Arbeitszeit), musst du dich selbstständig versichern. Das heißt zwar, dass dein Onlineshop floriert, andererseits musst du von einem Monat auf den anderen einen weitaus höheren Beitrag zur Sozialversicherung begleichen. Ab wann deine Selbstständigkeit überwiegt und du dich selbst versichern musst, ist immer eine Frage des Einzelfalls. Im Folgenden ein paar Orientierungspunkte zu dieser Frage:

 

Deine Selbstständigkeit überwiegt, wenn

  • du diese mehr als halbtags ausübst (20 Stunden und mehr) oder
  • du mehr als 50 % deines Einkommens mit deinem Onlineshop verdienst oder
  • du mindestens einen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigst
  • oder du mehrere Minijobber in mehr als geringfügigem Umfang beschäftigst.

 

Tipp:

Frage am besten bei deiner Krankenkasse nach oder bitte um ein persönliches Beratungsgespräch!

 

 

3. Die Geschäftsidee: Pionier, Nische oder Me-too?

Die Geschäftsidee ist die Grundlage deines Erfolgs. Dabei gibt es grundsätzlich drei Strategien zu unterscheiden:

 

StrategieErklärungBeispielInvestitionsaufwandKonkurrenz
Pionier-StrategieEine völlig neue Geschäftsidee, Trendsetterebay, Amazon, Napster, AirbnbGroßKeine oder sehr gering
Me-too-StrategieImitation vorhandener Geschäftsmodelleetsy, Zalando, Home24, WimduGeringSehr groß
Nischen-StrategieDifferenziertes Angebot für einen bestehenden MarktDaWanda, Yogamatten mit Motiv und Yogazubehör, JuniqeGeringGering

 

 

„Ich habe schon immer gerne eingerichtet, bei mir oder bei Freunden und fand es schwierig bezahlbare Wandbilder im Internet zu finden. So haben wir vor drei Jahren JUNIQE gegründet, mit der Vision, einen internationalen Marktplatz für bezahlbare Kunst für Jeden zu erschaffen. Was so eine Geschäftsidee unbedingt braucht sind qualitativ hochwertige Produkte zu guten Preisen, ein internationales Netzwerk an Künstlern und leidenschaftliche E-Commerce Experten, die es umsetzen.“

Gruenderin Juniqe Lea Lea Lange,
Gründerin und Geschäftsführerin von JUNIQE

 

 

Bei der Pionier-Strategie hast du natürlich die meisten Freiheiten, denn du konkurrierst (zunächst) mit niemandem. Vor allem kannst du die Preise weitgehend selbst bestimmen. Die Idee muss jedoch besonders gut sein. Und auf so eine besonders gute Idee muss man erst einmal kommen.

Im Falle der Me-too-Strategie bist du meistens darauf angewiesen, die Preise der Konkurrenz zu unterbieten. Du kannst aber auf vorhandenen Lösungen aufbauen. Der Investitionsaufwand ist daher in der Regel gering.

Auch bei der Nischen-Strategie sind die Entwicklungskosten überschaubar. Du konkurrierst auf einem stark umkämpften Markt, hast aber trotzdem ein Alleinstellungsmerkmal. Dein Shop ist etwas Besonderes.

 

„Ich habe die besten Erfahrungen damit gemacht eine Nische zu besetzen, welche die Konkurrenz bisher nicht entdeckt hat. Solche Nischen ergeben sich oft durch neue Bedürfnisse oder Probleme, aber auch die Kombination von etablierten Nischen kann hier sehr gut funktionieren. Dafür sollte man den eigenen Kunden zuhören und deren Probleme und Wünsche analysieren.
Natürlich sollte eine ausreichend große Zielgruppe in dieser unbesetzten Nische vorhanden sein, aber dann kann man recht schnell Kunden gewinnen und Geld verdienen. Und der Vorsprung vor der Konkurrenz sorgt meist dafür, dass man die gute Marktposition behalten kann. Aber man darf sich natürlich nicht auf den eigenen Lorbeeren ausruhen.“

Peer WandigerPeer Wandiger,
Selbständig-im-Netz.de

 

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4. Der Businessplan zeigt dir, wo es langgeht

Ein Businessplan ist ein ungefähr 10 bis 30 Seiten starkes Dokument, das im Einzelnen deine Geschäftsplanung für die nächsten Jahre skizziert.

  • Was ist dein Geschäftsziel?
  • Wie willst du dieses Geschäftsziel erreichen?
  • Welche Einnahmen und Ausgaben prognostizierst du für die nähere Zukunft?

Ein Businessplan ist für vieles gut. Arbeitsämter fordern ihn an, um über einen Gründungszuschuss zu entscheiden. Und wenn du einen Kredit benötigst, wird ein lückenloser Geschäftsplan von Banken ebenfalls gern gesehen. Ein Businessplan sollte zumindest diese Bestandteile enthalten:

  • Skizzieren der Geschäftsidee
  • Qualifikation und Erfahrungen
  • Markt-, Zielgruppen- & Wettbewerbsanalyse
  • Finanzierungsstrategie
  • Gewinnerwartungen

 

In erster Linie hilft ein Businessplan aber dir selbst. Wenn du dir eine Existenzgrundlage mit einem Onlineshop schaffen willst, wirst du bei der Arbeit an diesem Plan schnell merken, wie realistisch – oder eben auch unrealistisch – deine Vorstellungen sind. Während der ersten Jahre deiner Selbstständigkeit gibt dir der Plan immer eine gute Orientierungshilfe darüber, wie gut oder schlecht dein Geschäft im Moment läuft.

Wenn du Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans brauchst: Hier findest du eine Anleitung zum Businessplan erstellen in 10 Schritten [+Gratis Vorlage].

 

 

 

5. Schau deinen Konkurrenten auf die Finger!

Der Erfolg deines Onlineshops hängt im Wesentlichen davon ab, inwiefern er sich von deinen Konkurrenten unterscheidet. Deshalb musst du deine Gegner genau kennen. Decke ihre Stärken und Schwächen auf und entwickle daraufhin eine Strategie für deinen Shop.

 

Gehe dafür einfach in drei Schritten vor:

  1. Wer sind deine wichtigsten Konkurrenten? Untersuche dafür die ersten Listen-Einträge für deinen Suchbegriff bei Google.
  2. Analysiere deine Konkurrenz: Preise, Angebote, Design, Social-Media-Aktivitäten usw.
  3. Leite aus deiner Analyse deine Ziele und dein Vorgehen ab: Was kannst du besser machen? Wie kannst du es besser machen? Wie stehen deine Aussichten auf Erfolg?

 

Für diese Analyse haben sich in der Praxis folgende Tipps bewährt:

  1. Bestelle bei deinem Konkurrenten ein Produkt und erfahre so, wie die Verkaufsabwicklung funktioniert.
  2. Abonniere Newsletter von deinen Konkurrenten.
  3. Richte einen Google Alert ein. So bleibst du immer auf dem Laufenden, was deine Konkurrenten gerade machen.
  4. Untersuche die Keywords, mit denen deine Mitbewerber im Internet gefunden werden.

 

Hier erfährst du noch einmal ganz ausführlich, wie du eine Wettbewerbsanalyse erstellen kannst: So erstellst du eine Wettbewerbsanalyse Schritt für Schritt

 

 

6. Wie sieht dein Markt aus?

Ist es eigentlich schwer, mit einem Onlineshop Erfolg zu haben? Die Frage hängt immer davon ab, auf welchem Markt man bestehen will. Du musst dich auf einem bestimmten Markt positionieren. Bei Massenartikeln ist dies schwerer als bei speziellen Nischenprodukten, wo die Konkurrenz geringer ist. Auch wenn ein Markt insgesamt ein großes Volumen aufweist (mit Umsätzen von mehreren Milliarden Euro im Jahr) ist es schwer, dort erst einmal einen Platz zu finden. Denn der Markt wartet nicht auf dich. Du musst dich mit deinem Angebot dort beweisen.

Wenn du einen Onlineshop eröffnen willst, solltest du vorher eine umfassende Marktanalyse vornehmen. Dabei sind vor allem folgende Punkte wichtig:

  • Wie hat sich der Markt in der Vergangenheit entwickelt und wie wird er sich voraussichtlich fortentwickeln?
  • Welche Preisentwicklung ist zu erwarten?
  • Welche Marketing-Methoden sind gerade auf diesem Markt erforderlich, um Kunden zu gewinnen?
  • Wie hoch ist das Marktvolumen? Recherche-Möglichkeiten gibt es beispielsweise bei Statista

 

Marktvolumen am Beispiel Bekleidung von Statista

 

 

7. Analysiere deine Kundengruppe!

Du lebst von deinen Kunden. Deshalb ist es vor allem am Anfang wichtig, eine Zielgruppenanalyse durchzuführen: Wer sind deine potenziellen Kunden? Wie viele sind es? Zeichnen sie sich durch besondere Merkmale aus? Wenn du die Antworten auf diese Fragen hast, hast du die perfekte Basis für eine Einschätzung deiner Erfolgsaussichten und die Entwicklung einer wirksamen Marketingstrategie. Wichtige Merkmale, die bei der Zielgruppenanalyse erforscht werden, sind zum Beispiel:

 

MerkmalBedeutungBeispiele
Alter, GeschlechtAlters- oder geschlechtstypische ProdukteMode, Make-up für Frauen, Baumarkt Onlineshop für Männer, Drogerie Onlineshop für Frauen, Angebote speziell für Senioren
EinkommenPersonen mit hohem Einkommen sind eher bereit, teurere Produkte zu erwerbenExklusivität vor Kostengünstigkeit: Champagner statt Sekt, Camembert statt NoName produkt, Vodka mit Blattgold
Bildung, soziale SchichtWertorientierung beim KonsumverhaltenBio-Lebensmittel werden typischerweise von Personen mit hoher Bildung gekauft, Ökonomische Faktoren vor Optik: FairTrade-Kaffee

 

Sehr praktisch ist die Erstellung von Personas. Das sind fiktive Personen mit typischen Eigenschaften aus deiner Zielgruppe. Sie stehen als Platzhalter für deine Kunden. Wenn du vier bis fünf dieser Personen anlegst, lässt sich sehr anschaulich über einzelne Strategien diskutieren.

 

beispielhafte Persona

 

 

Ein paar Beispiele:

  • Frauen klicken sich generell lieber durch Bilder anstelle langer Produktbeschreibungen
  • Männer hingegen lesen lieber ausführliche technische Produktbeschreibungen
  • Frauen „stöbern“ gerne, biete ihnen also z.B. Funktionen wie „dazu passen könnte“
  • die jüngere Generation verbringt sehr viel Zeit in den sozialen Medien, sei also hier für sie präsent
  • Nachhaltigkeit wird zum Glück immer wichtiger in fast allen gesellschaftlichen Kreisen, mache dir also Gedanken über dieses Thema

 

 

8. Erste bürokratische Hürde: Die Gewerbeanmeldung

In Deutschland muss jedes Gewerbe angemeldet werden – auch wenn du einen Onlineshop eröffnen willst. Denn auch ein Onlineshop ist ein Gewerbe – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen (zum Beispiel der Verkauf eigener Bilder, freiberufliche Dienstleistungen und Ähnliches). Einen Gewerbeschein erhältst du, wenn du dein Gewerbe bei der zuständigen Behörde (in der Regel das Gewerbeamt deiner Stadt) anmeldest. In vielen Städten, zum Beispiel in Berlin, klappt die Gewerbeanmeldung auch schon online. In der Hauptstadt kostet die Anmeldung 26 Euro.

In der Regel reicht für die Anmeldung der Personalausweis aus. Frage am besten vor dem Gang zur Behörde telefonisch nach, welche zusätzlichen Unterlagen eventuell benötigt werden.

 

Gewerbeanmeldung

 

Hinweis: Der Gewerbeschein sollte schon vor dem Eröffnen des Onlineshops beantragt werden!

 

 

9. Brauchst du eine Gesundheitsbescheinigung?

Foodstartups wie Lycka, MyChipsbox, Grillido, JustSpices, Acáo und Kukki sind gerade super angesagt. Wenn auch du in deinem Onlineshop mit Lebensmitteln handeln willst, musst du dich vorher vom Gesundheitsamt über wichtige Regelungen des Infektionsschutzgesetzes belehren lassen. Hiermit soll sichergestellt werden, dass niemand, der Krankheitserreger übertragen kann, Lebensmittel an andere abgibt. Für diese Belehrung wird eine Bescheinigung ausgestellt. Die Gebühr hierfür beträgt bis zu 30 Euro. Ein Gesundheitszeugnis, also eine ärztliche Bescheinigung, ist seit 2001 nicht mehr erforderlich.

Hinweis: Wegen der Inkubationszeit von Infektionskrankheiten darfst du erst drei Monate nach Ausstellung der Bescheinigung über die Belehrung damit anfangen, Lebensmittel über deinen Onlineshop zu vertreiben.

 

 

10. Wie kommst du an das nötige Kapital? Das sind mögliche Finanzierungshilfen

Gründungskapital und Stammkapital – diese Begriffe werden oft als Synonyme verwendet. Das ist jedoch nicht ganz richtig: Unter Gründungskapital versteht man im Allgemeinen das Geld, das wirtschaftlich für die Gründung einer Existenz als Selbstständiger nötig ist. Ein Stammkapital ist dagegen eine gesetzlich vorgeschriebene Summe (25.000 Euro), die zunächst eingezahlt werden muss, um eine GmbH zu gründen. Ob es allerdings nötig ist, für den Betrieb eines Onlineshops schon zu Beginn eine GmbH zu gründen, solltest du dir gut überlegen.

Für die meisten Gründer ist die Eröffnung eines Onlineshops ohne finanzielle Unterstützung in der Anfangsphase nicht möglich. Aber es gibt eine Vielzahl von Fördermitteln, zum Beispiel:

  • Bankkredite, insbesondere KfW-Förderdarlehen
  • Gründungszuschuss vom Arbeitsamt
  • Crowdfunding (Schwarmfinanzierung)

Der Klassiker ist natürlich der Bankkredit. Grundsätzlich gilt: Wenn du deine Hausbank von deinem Projekt überzeugen kannst, wirst du ein Darlehen bekommen. Hier spielen insbesondere die besonderen Förderprodukte der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) eine große Rolle, die von deiner Bank vermittelt werden.

Wenn du arbeitslos bist, kannst du für die ersten 15 Monate deiner Existenzgründung einen Gründungszuschuss vom Arbeitsamt beantragen. Das Beste daran: Du musst diesen Zuschuss nicht zurückzahlen. Auf diese Leistung gibt es allerdings keinen Rechtsanspruch. Das heißt: Du musst deinen Sachbearbeiter beim Arbeitsamt von der Tragfähigkeit deines Vorhabens überzeugen können – vor allem mit einem guten Businessplan.

Eine weitere Form der Finanzierung ist das sogenannte Crowdfunding. Das Prinzip: Du stellst dein Unternehmen einer Vielzahl von potenziellen, meist privaten Geldgebern im Netz vor. Viele Mini-Darlehen sorgen dafür, dass du eine gute Finanzierung für dein Vorhaben erhältst. Deine Geldgeber bekommen dafür eine Gewinnbeteiligung. Bekannte Crowdfunding Plattformen sind Kickstarter, Startnext, VisionBakery, KissKissBankBank, Indiegogo, wemakeit.

 

 


10 Tipps zum Umgehen juristischer Fallstricke


 

Gerade diejenigen, die das erste Mal einen Onlineshop eröffnen, machen oft kostspielige Fehler – Fehler, die vermeidbar sind, wenn du dich vor der Veröffentlichung des Onlineshops informierst. Dabei sind die meisten rechtlichen Verpflichtungen durchaus vernünftig und nützen dir selbst – wenn du zum Beispiel korrekte Allgemeine Geschäftsbedingungen verwendest.

 

Die 10 häufigsten Fehler, die dir finanzielle Nachteile bringen können – beispielsweise durch Abmahnungen –sind:

icon false  Das Impressum ist fehlerhaft oder fehlt völlig.

icon false  Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind fehlerhaft.

icon false  Deine Preise sind falsch ausgezeichnet.

icon false  Die Widerrufsbelehrung ist falsch oder fehlt.

icon false  Der Kauf-Button ist falsch gestaltet.

icon false  Du verstößt gegen das Urheberrecht.

icon false  Dein Domain-Name verletzt fremde Rechte.

icon false  Der Pflicht-Link zur Online-Schlichtung fehlt.

icon false  Du überprüfst deine Hyperlinks nicht.

icon false  Du verpasst wichtige Gesetzesänderungen und aktualisierst deinen Shop nicht.

 

Im Folgenden werde ich auf diese Punkte noch einmal genauer eingehen. Da ich kein Anwalt bin, handelt es sich bei den Ausführungen um meine persönliche Meinung und meine eigenen Erfahrungen. Es handelt sich nicht um eine Rechtsberatung. Um dir dennoch aussagekräftige Tipps in diesem Bereich liefern zu können, habe ich Experten aus dem Bereich Online Recht befragt und zitiert. Falls konkrete Fragen oder Probleme auftauchen, solltest du dich direkt an einen Anwalt wenden.

 

11. Prüfe deinen Domain-Namen!

Schon bei der Auswahl des Domain-Namens kannst du kostspielige Fehler machen. Achte deshalb darauf, dass der Name keine Markenrechte verletzt. Die Bezeichnungen von bekannten Unternehmen oder Marken musst du unbedingt vermeiden. Selbst dann, wenn nur leichte Ähnlichkeiten vorhanden sind, die eine Verwechslungsgefahr begründen, kann es Probleme geben. Wer sich für koca-cola.info entscheidet, darf sich über unangenehme Post also nicht wundern.

 

Tipp:

Recherchiere beim DPMA-Register, ob dein Name bereits für eine Marke vergeben ist!

 

Onlineshop eröffnen - Domain-Namen finden - DPMA Register-Auszug

 

 

12. Ein korrektes Impressum spart Abmahnkosten

Deine Kunden wollen wissen, mit wem sie Geschäfte machen. Deshalb gibt es die Impressumspflicht. Diese gilt grundsätzlich für jeden, der eine Internetseite betreibt. Ausnahme: Webseiten für rein persönliche oder familiäre Zwecke. Für alle, die das Netz geschäftlich nutzen (indem sie zum Beispiel einen Onlineshop eröffnen) gilt § 5 TMG (Telemediengesetz). Und dieser Paragraf zählt eine ganze Menge von Informationen auf, die auf deiner Webseite erscheinen müssen.

 

„Die Impressumspflicht folgt aus §§ 5, 6 Telemediengesetz (TMG) und wird ergänzt durch § 55 Rundfunkstaatsvertrag (RStV), wenn journalistisch-redaktionelle Inhalte veröffentlicht werden wie Blogbeiträge, Info-Artikel, Newsletter usw. Bestimmte Dienstleister müssen zusätzlich §§ 2, 3 Dienstleistungs-Informationspflichten-  Verordnung (DL-InfoV) beachten. Das Grundmuster eines Impressums muss diese Angaben enthalten:

  1. Name, Anschrift, Rechtsform, Vertretungsberechtigter
  2. E-Mailadresse
  3. ggf. zuständige Aufsichtsbehörde,
  4. Registereintragungen (Handels-, Vereins-, Partnerschafts-, Genossenschaftsregister)
  5. bei bestimmten Berufen Kammer, Berufsbezeichnung und Staat, in dem die Berufsbezeichnung verliehen wurde, berufsrechtliche Regelungen und Info, wie diese zugänglich sind,
  6. Umsatzsteueridentifikationsnummer nach § 27a des Umsatz-steuergesetzes oder eine Wirtschafts-Identifikationsnummer nach § 139c der Abgabenordnung

Kostenlose Muster unter www.res-media.net/muster.“

Sabine Heukrodt-Bauer,
LL.M., Fachanwältin für IT-Recht und gewerblichen Rechtsschutz bei RESMEDIA

 

 

Ganz wichtig (wird oft vergessen): Nach § 5 TMG müssen alle Informationen, die in ein Impressum gehören, wie folgt sein:

  • leicht erkennbar
  • unmittelbar erreichbar
  • ständig verfügbar

Vor allem beim zweiten Punkt werden oft Fehler gemacht. Unmittelbar erreichbar bedeutet nämlich, dass dein Impressum von jeder Einzelseite aus ohne Umwege angeklickt werden kann. Das heißt: Auf die Hauptseite und jede Unterseite gehört ein Link zum Impressum. Am besten platzierst du diesen in den Header oder Footer deines Webauftritts. Hierfür lassen sich auch Generatoren nutzen, mit denen du dir ein Impressum mit wenigen Klick erstellen kannst.

 

„Jedes geschäftlich betriebene Telemedium (z.B. „Homepage“, Facebook Seite oder Apps von Unternehmen) muss ein korrektes Impressum aufweisen. Heute kann man als Anbieter für die Generierung der benötigten Daten Impressum Generatoren verwenden, z.B. unseren kostenlosen Generator. Folgen Sie den einzelnen Schritten. Nach Eingabe der eigenen Firmendaten erzeugt der Generator ein individuelles Impressum für Ihre Website. Fügen Sie die Angaben auf einer eigenen Unterseite ein, die über einen sprechenden Link nach dem Muster www.ra-plutte.de/impressum/ erreichbar ist. Vergessen Sie nicht, im Impressum einen Link auf unsere Website zu setzen.“

niklas-plutteNiklas Plutte,
Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, ra-plutte.de

 

13. Nachteile durch fehlerhafte AGB

AGB – das ist die Abkürzung für Allgemeine Geschäftsbedingungen. Kurz gesagt: Eine Vielzahl von Regelungen für alle Verträge, die über deinen Onlineshop generiert werden. Das berühmte Kleingedruckte. Hier werden Bestimmungen zur Haftung, zur Rückgabe, über Lieferungsbedingungen und vieles mehr festgelegt.

Um es vorweg zu nehmen: Niemand ist verpflichtet, auf seiner Website AGB zu platzieren. Du kannst es also auch lassen. Allerdings nimmst du dadurch eine Menge von Nachteilen in Kauf:

 

icon false Wenn du schon für dein Unternehmen AGB erstellt hast, gelten diese nicht, solange du nicht auf deiner Seite deutlich auf sie hinweist.

icon false Wenn deine AGB nicht gelten, kommen die gesetzlichen Regelungen zum Zuge. Und diese bevorzugen in der Regel den Verbraucher.

 

„Zwar können Verkäufer Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) grundsätzlich zu ihren Gunsten formulieren. Allerdings schränkt das Gesetz beim Geschäftsverkehr mit Verbrauchern diese Gestaltungsfreiheit stark ein. Im Ergebnis bestehen AGB in einem B2C-Onlineshop daher praktisch aus der Zusammenfassung der Pflichtinformationen im Fernabsatz und im elektronischen Geschäftsverkehr. Verstoßen einzelne Klauseln gegen zwingendes Recht, können Händler von potentiellen Mitbewerbern, den Wettbewerbszentralen usw. kostenpflichtig abgemahnt werden. Beispiele typischer Klauseln, die im B2C-Shop von Gerichten bereits als wettbewerbswidrig eingestuft wurden:

  • „Das Transportrisiko trägt der Käufer.“
  • „Nimmt der Kunde die Ware nicht ab, gerät er automatisch in Annahmeverzug.“
  • „Der Kunde hat die Ware unverzüglich auf Transportschäden zu überprüfen und diese der Transportperson zu melden. Andernfalls kann er keine Ansprüche geltend machen.“
  • „Wenn ein Artikel nicht vorrätig ist, können wir nach unserer Wahl einen ähnlichen Artikel als gleichwertigen Ersatz liefern.“
  • „Bei einer Rücksendung der Ware hat der Kunde die Originalverpackung zu verwenden. Erfolgt die Rücksendung in einer anderen Verpackung, sind wir nicht verpflichtet, diese anzunehmen.“
  • „Gerichtsstand ist Frankfurt“
  • „Unfreie Pakete werden nicht angenommen.“  

Sabine Heukrodt-Bauer,
LL.M., Fachanwältin für IT-Recht und gewerblichen Rechtsschutz bei RESMEDIA

 

 

Ob deine AGB verbindlich sind, bestimmt sich nach einer Vielzahl von gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere § 305 ff. BGB. Nicht alles, was zwischen Vertragspartnern individuell vereinbart werden kann, darf im Kleingedruckten geregelt werden. Hier musst du also aufpassen. Muster-Vorlagen für AGB sind mit Vorsicht zu genießen. Denn gerade hier kommt es auf die spezifischen Eigenheiten des jeweiligen Geschäfts an. Es lohnt sich meistens, professionellen Rechtsrat einzuholen.

 

„Rechtswidrige Allgemeine Geschäftsbedingungen können von Mitbewerbern als Wettbewerbsverstöße kostenpflichtig abgemahnt werden. Das Internet ist für Händler insoweit Fluch und Segen zugleich. Im Vergleich zum Offline-Zeitalter ermöglicht es die weltweite Abrufbarkeit von Websites einerseits, völlig neue Käuferkreise zu erreichen. Auf der anderen Seite entstehen Konkurrenzverhältnisse mit deutlich mehr Unternehmen als früher. Gleichzeitig lassen sich verbotene AGB-Klauseln über Google leicht aufspüren. Diese Mischung führt im Onlinehandel zu sehr plastischen Abmahngefahren. Wer sicher gehen will, sollte seine Webauftritte daher rechtlich absichern lassen.“

niklas-plutteNiklas Plutte,
Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, ra-plutte.de

 

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14. Informiere deine Kunden über Datenschutz!

Über Pflichten wie Impressum, Widerrufsbelehrung und Allgemeine Geschäftsbedingungen weißt du nun schon Bescheid. Aber was passiert mit den Daten, die notwendigerweise bei Kaufprozessen anfallen? Hierüber musst du deine Kunden informieren. Welche Daten werden beim Bestellvorgang gespeichert und genutzt? An wen werden diese Daten eventuell weitergegeben (Paketdienste zum Beispiel)? Bei vielen Abfragen muss der Kunde ausdrücklich zustimmen – zum Beispiel bei Bonitätsauskünften. Auch durch Tracking Tools wie Google Analytics und Social Media Plugins fallen Daten an. Wenn Tools zur Shop- oder Produktbewertung angeboten werden, können ebenfalls Daten an die Anbieter dieser Software übertragen werden. Kläre deine Kunden darüber auf. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Tipp:

Auf e-recht24.de gibt es einen sehr praktischen Generator für Datenschutzerklärungen, den du flexibel an deine Bedürfnisse anpassen kannst.

 

 

15. Widerrufsbelehrung nicht vergessen!

Seit 2014 gelten neue Bestimmungen über das Widerrufsrecht und die Pflicht zur Widerrufsbelehrung. Wenn du deine Kunden nicht ordnungsgemäß über ihr gesetzliches Widerrufsrecht, das 14 Tage beträgt, aufklärst, verlängert sich dieses Recht für den Kunden um ein Jahr. Er hat dann 12 Monate plus zwei Wochen Zeit, vom Vertrag ohne die Angabe von Gründen zurückzutreten. Deshalb liegt es in deinem eigenen Interesse, dem Käufer eine Widerrufsbelehrung zur Verfügung zu stellen. Eine praktische Lösung ist die Koppelung des Abschluss-Buttons mit der Widerrufsbelehrung: Nur wenn der Käufer das Häkchen bei Widerrufsbelehrung zur Kenntnis genommen setzt, kann der Kauf ausgelöst werden. Die Belehrung selbst muss enthalten:

 

checklist iconeinen Hinweis auf die 14-tägige Widerrufsfrist,

checklist iconeinen Hinweis auf die Folgen des Widerrufs

checklist iconund (neu!) ein beigefügtes Musterformular für den Widerruf.

 

Das Musterformular für den Widerruf ist lediglich ein Angebot an den Kunden. Wenn du einen Widerruf per E-Mail erhälst oder wenn dir dein Kunde den Widerruf am Telefon erklärt, ist dies ebenfalls gültig. Das Formular stellt nur ein Angebot an den Verbraucher dar. Es ist aber deine Pflicht, dem Kunden dieses Formular zur Verfügung zu stellen. Auch für Widerrufsbelehrungen gibt es im Netz viele Informationen, Muster und Generatoren. Auch hier gilt jedoch: Je größer dein Geschäft, umso eher lohnt sich anwaltlicher Rat.

 

„Bei einem Fernabsatzgeschäft, bei dem ein Unternehmer Waren oder Dienstleistungen z. B. über das Internet an einen Verbraucher verkauft,  ist der Verbraucher nach § 312 d Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) u.a.  über die Bedingungen, die Fristen und das Verfahren für die Ausübung des Widerrufsrechts sowie über das das Muster-Widerrufsformular zu informieren. Beide Muster sind sowohl in die AGB als auch in eine gesonderte Informationsseite im Shop zu integrieren, die der Verbraucher einsehen kann, bevor er in den Bestellvorgang gelangt.

sabine_heulkrodt-bauerSabine Heukrodt-Bauer,
LL.M., Fachanwältin für IT-Recht und gewerblichen Rechtsschutz bei RESMEDIA

 

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16. Die Preisauszeichnungen in deinem Webshop müssen korrekt sein

Kein Produkt ohne korrekt ausgezeichneten Preis. Das ist die Grundaussage der Preisangabenverordnung (PAngV). An diese Verordnung musst du dich halten, wenn du einen Onlineshop eröffnen willst. Besonders wichtig sind § 1 und § 2 PAngV. Verstöße können Abmahnungen, im schlimmsten Fall sogar Geldbußen nach sich ziehen. Beachte deshalb insbesondere:

 

checklist iconeindeutige Produktpreisplatzierung in Warenbeschreibung

checklist iconGesamtpreisangabe inklusive Steuern und Abgaben

checklist iconHinweis „inkl. MwSt.“ wenn umsatzsteuerpflichtig

checklist iconAngabe der Fracht-, Liefer- und Versandkosten

 

 

Mehrwertsteuerhinweis: In den Angeboten müssen Gesamtpreise, also inklusive Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile angegeben werden. Erforderlich ist der Hinweis „inklusive Mehrwertsteuer“ oder „inkl. MwSt.“ in unmittelbarer Nähe zum Gesamtpreis.
Versandkosten: Zusätzlich ist anzugeben, ob zum Gesamtpreis Versandkosten verlangt werden – und wenn ja, in welcher Höhe. Dazu kann aus der Preisauszeichnung heraus auf eine entsprechende Informationsseite verlinkt werden. Versendet der Online-Händler ins Ausland, sind die Versandkosten vorab exakt zu beziffern. Unzulässig sind Hinweise wie “Versandkosten ins Ausland auf Anfrage.
Grundpreis: Bei Waren, die in Fertigpackungen, offenen Packungen oder als Verkaufseinheiten ohne Umhüllung nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche angeboten werden, ist ein Grundpreis anzugeben. Umzurechnen ist in 1 Kilogramm, 1 Liter, 1 Kubikmeter, 1 Meter oder 1 Quadratmeter der Ware. Bei Waren mit einem Nenngewicht oder Nennvolumen von weniger als 250 Gramm oder Milliliter als Mengeneinheit für den Grundpreis 100 Gramm oder Milliliter verwendet werden.“

Sabine Heukrodt-Bauer,
LL.M., Fachanwältin für IT-Recht und gewerblichen Rechtsschutz bei RESMEDIA

 

17. Den Kauf-Button richtig gestalten

Das zweifellos wichtigste Element deines Onlineshops: Der Kauf-Button. Denn darauf läuft alles hinaus. Je öfter auf diesen Button geklickt wird, umso besser läuft das Geschäft. Aber schon bei der Gestaltung dieses Elements musst du sorgfältig vorgehen. Was musst du bei diesem wichtigen Button beachten?

 

checklist iconAlle wesentlichen Produktmerkmale, Kosten, Gesamtpreis, Versand- und Zusatzkosten müssen in unmittelbarer Nähe zum Button erscheinen.

checklist iconAus der Beschriftung des Buttons muss eindeutig hervorgehen, dass durch einen Klick eine finanzielle Verpflichtung begründet wird.

 

„Die Vorgaben zur Gestaltung des Bestell-Buttons gehören zu den Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr. Bei einem Verkauf an Verbraucher im B2C-Shop muss der Button nach § 312 j Abs. 3 BGB so gestaltet sein, dass der Verbraucher mit seiner Bestellung ausdrücklich bestätigt, dass er zu einer Zahlung verpflichtet ist. Der Button muss gut lesbar und mit nichts anderem als den Wörtern „zahlungspflichtig bestellen“ oder mit einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet sein. Unzulässig wäre danach „Bestellung absenden“ oder „weiter“. Zulässig dürfte noch „Jetzt kaufen“ oder eine ähnliche Formulierung sein.“

sabine_heulkrodt-bauerSabine Heukrodt-Bauer,
LL.M., Fachanwältin für IT-Recht und gewerblichen Rechtsschutz bei RESMEDIA

 

18. Urheberrechtsverstöße beim Webshop erstellen sind vermeidbar

Keine Website kommt ohne Bilder aus. Das gilt besonders für Onlineshops. Aber Bilder sind Werke im Sinne des Urheberrechts und genießen deshalb einen besonderen Schutz. Wer ohne Erlaubnis fremde Bilder verwendet, macht sich schadensersatzpflichtig. Prüfe deshalb bei allen Fotos, Grafiken oder Abbildungen, die du nicht selbst erstellt hast, die Verwendungsrechte. Es gibt viele Bilderdienste, die Fotos zur kostenlosen Verwendung anbieten. Doch auch hier müssen einige Bestimmungen eingehalten werden. Lies dir die Bestimmungen deshalb genau durch. Oft muss zu jedem Bild ein gesonderter Hinweis auf den Bilderdienst erscheinen.

Anbieter von kostenfrei erhältlichen Stockfotos sind beispielsweise

  • Shutterstock
  • Pexels
  • Pixabay

Stockfotos dürfen meist nur in nicht-werblichem Zusammenhang verwendet werden. Für deine Produkte solltest du ohnehin lieber individuelle und hochwertige Bilder anfertigen (lassen). Mehr dazu findest du im Tipp Nr. 35: Produktbilder

Was für Bilder gilt, gilt natürlich auch für Texte. Die wichtigsten Tipps zum Urheberrecht:

  1. Benutze möglichst eigene Inhalte!
  2. Selbst gemachte Bilder von markenrechtlich geschützten Produkten darfst du veröffentlichen, wenn du gerade diese Produkte verkaufen willst.
  3. Hole dir eine schriftliche Erlaubnis des Berechtigten, wenn du fremde Fotos (zum Beispiel von eBay) übernehmen möchtest.

 

„Nach dem deutschen Urheberrechtsgesetz (UrhG) hat der Urheber eines „Werkes“ automatisch alle Rechte. Dazu muss  er keinen „Copyright“-Vermerk oder ähnliches anbringen. Der Urheber hat u. a. das Veröffentlichungsrecht, das Vervielfältigungsrecht, das Verbreitungsrecht, das Bearbeitungsrecht und vieles mehr. Nur weil z.B. ein Foto im Internet oder in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, ist es nicht „frei“. Es darf ohne Erlaubnis des Urhebers nicht genutzt werden. Verstöße gegen Urheberrechte können teuer abgemahnt werden.Sollen Lizenzrechte beim Urheber eingekauft werden, ist darauf zu achten, dass die richtigen Nutzungsarten lizensiert werden: Internetnutzung, Nutzung in den sozialen Medien, Nutzung für den Druck, Nutzung mit oder ohne zeitliche Beschränkung usw.“

sabine_heulkrodt-bauerSabine Heukrodt-Bauer,
LL.M., Fachanwältin für IT-Recht und gewerblichen Rechtsschutz bei RESMEDIA

 

 

19. Der Pflicht-Link zur Online-Schlichtung darf nicht fehlen

Seit Januar 2016 gilt die EU-Verordnung Nr. 524/2013. Online-Händler müssen auf ihren Seiten einen Link zu einer Online-Plattform für Streitschlichtungen bereitstellen. Dieser führt zur OS-Plattform, die Verbrauchern und Unternehmern zur erleichterten Beilegung von Streitigkeiten dienen soll. Die EU-Verordnung sieht vor, dass der Link leicht zugänglich platziert sein muss. Es empfiehlt sich daher, diese URL im Impressum aufzunehmen.

 

Hinweis:

Die Link-Pflicht gilt nur für Online-Händler, die (zumindest auch) Geschäfte mit Verbrauchern tätigen. Wenn du einen reinen B2B-Shop betreibst, musst du den Link nicht auf deiner Seite veröffentlichen. Hier erfährst du alles Wissenswerte zu diesem Punkt von einem Experten:

 

„Im Januar 2016 trat die ODR-Verordnung für Online-Händler in Kraft und sorgte für neue Informationspflichten im E-Commerce. Die Verordnung sah die Einrichtung einer europäischen Onlinestreitbeilegungs-Plattform (OS-Plattform) zur außergerichtlichen Regelung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Unternehmen bei Online-Käufen vor, so dass Streitigkeiten bei Online-Käufen vollständig online abgewickelt und beigelegt werden können.

 

Die EU-Kommission wurde verpflichtet, die Plattform einzurichten und zur Verfügung zu stellen. Online-Händler wiederum müssen seitdem auf diese Plattform im Impressum explizit hinweisen und verlinken. Allerdings gelang es der EU-Kommission erst am 15. Februar 2016, die entsprechende Plattform online zu stellen. Ein Irrsinn, denn Online-Händler müssen verpflichtend den Hinweis inklusive klickbarem Link auf die bis Februar 2016 gar nicht existierende OS-Plattform schon zuvor zwingend in ihren Online-Shop integrieren, sonst drohen Abmahnungen. Besonders der Abmahnverein IDO mahnt hier Versäumnisse massiv ab.

 

Neben der ODR-Verordnung wurde im April 2016 mit in Kraft treten des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) die ADR-Richtlinie über alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten in nationales Recht umgesetzt. Seit dem 01. Februar 2017 sind Händler dann zudem dazu verpflichtet, Verbraucher leicht zugänglich, klar und verständlich auf ihre Bereitschaft bzw. Pflicht hinzuweisen, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.“


Christian Solmecke,
Rechtsanwalt und Partner der Kölner Medienrechtskanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE

 

20. Prüfe ausgehende Links!

Immer wieder stößt man im Internet auf den berühmten LG Hamburg Disclaimer. Eine Textpassage, die sich auf Tausenden Internetseiten findet. Sie beginnt so: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden… Irgendwann folgt dann regelmäßig die Aussage, dass man sich von den Inhalten aller Seiten distanziere, auf die man einen Link gesetzt hat.

Viele Existenzgründer, die einen Onlineshop eröffnen wollen, kopieren diesen Text und meinen, damit jegliche Gewähr ausschließen zu können. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Du kannst nicht einen Link legen und dich gleichzeitig davon distanzieren. Im Extremfall kannst du für eine Verlinkung haftbar gemacht werden. Insbesondere der Jugendschutz spielt hier eine Rolle.

Deshalb solltest du jede Seite vorher prüfen, wenn du sie verlinken willst. Niemand kann von dir verlangen, dass du täglich die Änderungen auf fremden Seiten verfolgst. In regelmäßigen Abständen solltest du jedoch deine Links überprüfen.

 

 


10 Tipps zum Aufbau deines Onlineshops

 

Der erste Eindruck zählt. Ein häufig gebrauchtes Sprichwort und voller Wahrheit. Gefällt Nutzern dein Online Shop nicht, so ist die Gefahr hoch, dass sie abspringen und sich lieber bei der Konkurrenz umschauen. Darum ist es umso wichtiger, Design, Struktur und Layout sorgfältig zu wählen. Im Vordergrund steht wie immer die Kundengewinnung und die erreichst du in Sachen Shopaufbau vor allem über Usability.

Auch in puncto Aufbau des Onlineshops gilt: alle Hürden lassen sich überwinden – wenn man über die Grundlagen informiert ist. Hier erfährst du mehr über Shopsysteme, Domains, Usability und vieles mehr. Kurz: Alles Wichtige zum Aufbau deines erfolgreichen Onlineshops.

 

 

21. Nimm dir Zeit für die Auswahl deines Domain-Namens!

Der Name ist Programm. Deine Domain (der-name-deines-shops.de) ist deine Adresse im Internet. Dieser Name ist entscheidend und er bindet dich für viele Jahre – denn ein Umzug ist zwar möglich, aber sehr aufwendig. Die Domain sollte natürlich deinem Shop-Namen entsprechen. Beachte aber, dass du mit deiner Domain und mit deinem Shop-Namen nicht gegen Namens- oder Markenrechte anderer verstößt.

Auch die Auswahl deiner Domain-Endung (Top-Level-Domain, TLD, zum Beispiel .de oder .com) ist entscheidend. Gerade hier gibt es große Preisunterschiede. Sei vorsichtig bei exotischen TLDs wie zum Beispiel .ws, .cc oder .tk. Diese wirken unseriös und werden von Suchmaschinen nicht gern gesehen. Bei Domainhändlern gibt es eine bequeme Möglichkeit, nach Domainnamen zu suchen, die noch nicht vergeben – und deshalb günstig zu haben sind. Hierfür eignen sich zum Beispiel diese Portale:

  • namevine
  • namecheckr
  • united domains

 

Neben der Verfügbarkeit von Domains kannst du hier gleichzeitig freie Bezeichnungen auf sozialen Plattformen checken.

Übrigens:

Die Top-Level-Domain .shop ist wie geschaffen für Online-Händler. Sie ist jedoch noch nicht aktiv. Du kannst dich allerdings bei diversen Anbietern hierfür schon vormerken lassen.

 

 

22. Entscheide dich für ein passendes Shopsystem!

Genau wie bei der Auswahl deines Domainnamens solltest du die Entscheidung für ein bestimmtes Shopsystem gut überlegen. Denn auch hiermit werden Weichen für die Zukunft gestellt. Ein späterer Umstieg kann schwierig werden – und ist im schlimmsten Fall mit einem zeitweiligen Ausfall deines Shops verbunden.

Mit der stetig zunehmenden Anzahl von Shops im Internet ist natürlich auch das Angebot an Shopsystemen gewachsen. Die Vielzahl von Systemen ist heute fast unüberschaubar. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob du ein fertiges Shopsystem nimmst oder eine freie Software. Die Art deines Shops ist letztlich immer davon abhängig, in welchem Umfang du dein Geschäft betreiben willst.

 

ArtErklärungBeispieleVorteile
Open SourceFrei verfügbare Shop-SoftwareMagento, Shopware, xt:Commerce, Oxid, Gambio, Prestashop
  • Kostenlos, bei Fragen kann man sich an eine große Community wenden.
  • Lizenzfreie Zugänge mit vielen Möglichkeiten zur Individualisierung.
On Premise
KaufsoftwareCosmoShop, Mondo Media, xanario, ESHOP2pro
  • Kostenpflichtiges und erprobtes System.
  • Die Flexibilität aber auch der Preis und der Aufwand sind höher.
  • Der Hersteller-Support ist meist inklusive.
SaaS Lösungen
MietsoftwareLightspeed, Peppershop, Powergap, VersaCommerce, Strato, Shopify
  • Der Hersteller-Support ist sehr gut.
  • Du erhältst regelmäßige und garantierte Updates.
  • Der Internethandel kann direkt beim Anbieter gehostet werden.
Extensions für CMSErweiterungen für bestehende Content-Management-SystemeWooCommerce, wpShopGermany, JigoShop, VirtueMart, Contao webShop
  • Ebenso wie die CMS handelt sich um Open Source.
  • Passen sich gut einer bestehenden Website an, die du mit einem CMS betreibst.
  • Viele kostenlose Themes für die individuelle Gestaltung von Onlineshops verfügbar.

 

Für den Anfang könnte eine kostenlose Open-Source-Software ausreichen. Natürlich darf dein Shop nicht allzu amateurhaft wirken, das schreckt potenzielle Kunden ab. Versuche deshalb einen vernünftigen Mittelweg zwischen kleinem Budget und professionellem Auftritt zu finden. Oder überlege dir, ob dein Geld in einer Miet- oder Kaufsoftware gut angelegt wäre. Dies würde dir gegebenenfalls viel Zeit und Arbeit abnehmen, die du anderweitig für den Aufbau deines Businesses nutzen könntest. Wichtig ist, dass du ein System findest, dass deinen persönlichen Anforderungen entspricht. Dabei hilft eine Gegenüberstellung der Systeme, wie beispielsweise in diesem Shopsystem Vergleich:

 

Shopsystem Vergleich

 

 

23. Mit A/B-Tests machst du aus Vermutungen Fakten

Hast du verschiedene Versionen für die Startseite, für Produktseiten oder Landingpages im Kopf? Möchtest du gerne wissen, welche Variationen erfolgversprechend sind? Mit einem A/B-Test kannst du deinem Ziel näherkommen und im Idealfall aus Vermutungen Gewissheiten machen. Wie funktioniert das? Ganz einfach: Du stellst zwei Variationen derselben Seite online und misst die Unterschiede. Als messbare Ziele eines A/B-Tests bieten sich zum Beispiel an:

  • Verweildauer auf der Seite erhöht?
  • Absprungrate gesenkt?
  • Warenkorb besucht?
  • Zur Kasse gegangen?
  • Bestellung aufgegeben?

Für viele Content-Management- und Onlineshop-Systeme gibt es praktische Tools, um A/B-Tests vorzunehmen. Sie werden mit einer Code-Zeile oder einem zusätzlichen Plugin integriert. Die Besucher werden nach dem Zufallsprinzip auf die eine oder andere Version gelenkt und ihr Verhalten wird gemessen. Beachte, dass erst eine gewisse Anzahl von Besuchern valide Daten gewährt, die den Zufall weitgehend ausschließen. Auch von Google Analytics gibt es leistungsstarke Tools für A/B-Tests.

 

„Das Wichtigste beim A/B-Testing sind statisch valide Ergebnisse mit einem Konfidenz-Niveau von min. 95% über einen Zeitraum von 14 Tagen. Um dies zu erreichen braucht man ausreichend Traffic und gut geplante Tests. Um die besten Optimierungspotenziale zu ermitteln, sollte man unbedingt auf professionelle Tools zur Conversion-Analyse setzen – am besten solche Tools, die datengetrieben Conversion-Heuristiken anwenden und so wirklich belastbare Ergebnisse zeigen.“

Jörg Dennis Krüger,
Experte für Conversion-Optimierung bei ConversionBoosting ANALYZE

 

 

24. Mach deinen Onlineshop mobil!

Klar ist: Das Mobilegeddon-Update von Google gilt auch für Webshops. Seit Anfang 2015 bevorzugt Google Webseiten, die für mobile Geräte optimiert sind. Und nicht nur SEO-Aspekte sprechen für mobile Shops: Immer mehr Menschen benutzen ihre Smartphones zum Shoppen. Ein Trend, dessen Ende immer noch nicht absehbar ist. Wie machst du deinen Shop fit für das mobile Internet? Grundsätzlich gibt zwei Möglichkeiten:

 

  1. Du entwirfst eine zusätzliche mobile Version deines Shops (als Web-App oder native App zum Download).
  2. Du entscheidest dich für responsive Design: Deine Website passt sich automatisch an das jeweilige Endgerät des Users an.

 

Der Trend geht hier klar zum responsive Design, da dies letztlich auch die Lösung mit dem geringeren Aufwand ist. Fast alle Onlineshopsysteme bieten Lösungen für die Optimierung für mobile Geärte an. Aber nicht nur das Aussehen spielt eine Rolle. Auch in puncto Funktionalität musst du auf die speziellen Bedürfnisse der mobilen User reagieren. Gerade die mobilen Nutzer haben wenig Zeit. Vereinfache deshalb beispielsweise die Bezahlvorgänge. Insbesondere gibt es folgende Punkte für einen mobilen Webshop zu beachten:

 

checklist iconBenutze größere Schaltflächen.

checklist iconWähle mehr Abstand zwischen einzelnen Links.

checklist iconVermeide Popup-Windows oder neue Fenster.

checklist iconMinimiere die Anzahl von Menü-Optionen.

checklist iconGestalte den Bezahlvorgang so kurz wie möglich.

 

Shopware Benutzeroberflächen

 

Hier findest du weitere 10 Tipps für bessere mobile Onlineshops.

 

 

25. Usability – mach es deinen Besuchern leicht!

Usability heißt Nutzerfreundlichkeit. Und Nutzerfreundlichkeit heißt, dass sich die Besucher auf deiner Website gut orientieren können. Im besten Fall fühlt sich jeder Besucher in deinem Shop sofort wie in seinem Lieblingsgeschäft im realen Leben. Er weiß, wie er auf dem schnellsten Weg an eine Information gelangt, wie er Produkte in seinen Einkaufswagen legt und wo es zur Kasse geht. Anderenfalls verlässt er deine Seite – und surft zur Konkurrenz. Schlechte Usability ist ein Hauptfaktor für negative Konversionsraten. Mach es deinen Besuchern deshalb so einfach wie möglich! Wesentliche Aspekte von Usability sind:

 

checklist icon eine klar strukturierte Navigation

checklist icon intuitive Benutzerführung

checklist icon kurze Kaufprozesse – möglichst ohne vorherige Registrierung

checklist icon auf das Wesentliche reduzierte Formulare

 

 

26. Kategorisiere im Sinne des Users!

Ein User-freundlicher Shop zeichnet sich durch eine klare Struktur aus. Dazu gehört in erster Linie die korrekte Einordnung von Produkten – die Kategorisierung. Das ist allerdings nicht immer einfach – insbesondere dann, wenn dein Angebot sehr groß ist oder ein Produkt gleichzeitig in mehrere Kategorien passt. Ein gut strukturiertes Angebot ist besonders für Suchmaschinen wichtig. Die meisten deiner Besucher werden über Google kommen. Mach es deshalb den Robots von Google einfach, dein Angebot in die richtige Kategorie einzuordnen!

  • Orientiere dich bei den Kategorien an bereits vorhandenen, erfolgreichen Onlineshops.
  • Ordne deine Produkte aus Käufersicht in sinnvollen Kategorien ein.
  • Suche nach Schlagworten für deine Produkte: Mit welchem Keyword würden Kunden nach dem Produkt X suchen?

 

Hinweis:

Auch bei der Kategorisierung kommt wieder SEO ins Spiel. Im Idealfall enthält jede Kategorieseite eine gute Beschreibung, in der wichtige Keywords enthalten sind. Typischerweise finden sich diese Texte ganz unten, denn sie sind in der Regel nur für Suchmaschinen wichtig.

 

 

27. Verwende gute Texte für deine Produkte!

Auch wenn Texte im Internet meist nur überflogen werden: Inhalt und Stil sind wichtige Elemente für deinen Webshop. Versuche die Sprache zu benutzen, die deine Zielgruppe spricht. Strukturiere deine Texte und reduziere sie auf das Wesentliche. Die meisten Texte werden zwar nicht gelesen, sondern lediglich gescannt. Wenn sich ein User jedoch genauer informieren will (weil er zum Beispiel kaufgeneigt ist), steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er den Text lesen wird. Und auch die Orthografie zählt. Rechtschreibfehler wirken unseriös und anfängerhaft. Vor allem dann, wenn sie sich häufen. Lass deshalb alle deine Texte korrigieren, bevor du sie veröffentlichst.

 

„Ein guter Text stellt die Alleinstellungsmerkmale des Produkts heraus, antizipiert die häufigsten Fragen und führt den Besucher zur Conversion.“

Malte Landwehr,
Senior Manager Product Marketing bei  Searchmetrics

 

Allgemeine Tipps für gute Texte:

checklist iconVermeide lange Textblöcke

checklist iconDas Wichtigste zuerst, alles Weitere dahinter

checklist iconMarkiere wichtige Wörter fett

checklist iconVermeide Rechtschreibfehler

 

 

28. Spare nicht bei den Artikelbeschreibungen!

Produktname, Bild, Preis – genügt das nicht für einen Onlineshop? Klare Antwort: Nein. Je besser deine Artikelbeschreibung ist, umso eher hast du Chancen, bei Google gut gelistet zu sein. Denn Google registriert und bewertet in erster Linie Texte. Achte dabei vor allem auf Unique Content – einzigartige Inhalte. Die einfache Übernahme von Beschreibungen des Herstellers oder anderer Shops kann dramatische Konsequenzen haben – nicht nur urheberrechtliche. Wenn Google nämlich doppelte Inhalte erkennt, kann sich dieser Verstoß gegen ein No-Go im Internet auf deine ganze Seite auswirken. Du wirst im Ranking absteigen. Bei der Anzahl der Wörter gilt das Prinzip: Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Texte selbst zu erstellen ist natürlich keine einfache Aufgabe. Deshalb der Tipp: Fertige zunächst nur wenige Produktseiten mit eigenen Inhalten an. Andere Seiten, für die du noch keine eigenen Inhalte hast, werden mit dem Meta-Tag no index versehen. Google wird diese Seiten bei der Bewertung nicht heranziehen. Duplicate Content auf Einzelseiten wirkt sich dann nicht auf deinen gesamten Shop aus. Mit der Zeit werden die von dir selbst erstellten Produktbeschreibungen anwachsen – ein langsames, organisches Wachstum, das Google sehr gern sieht.

 

Positive AuswirkungenNegative Auswirkungen
checklist iconUnique Content

checklist iconKeywords

checklist iconorganisches Wachstum

icon false   Dublicate Content

icon false  zu wenig Information

icon false  irrelevante Information

 

 

29. Produktbilder: Je professioneller, desto effektiver

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das gilt vor allem im Internet. Bilder sind das Erste, was der User registriert. Weniger wichtig sind Bilder für Suchmaschinen. Bei Google und Co. zählt – wie bereits gesagt – in erster Linie die Artikelbeschreibung. Doch wie kommt man an gute Bilder für die eigenen Produkte? Wenn du bestimmte Artikel in deinem Shop verkaufst, verstößt du mit selbst angefertigten Produkt-Aufnahmen nicht gegen Urheberrechte. Wenn du bereits vorhandene Bilder benutzt, informiere dich über deren Verwertungsrechte, bevor du sie für deinen Shop benutzt. Frage im Zweifel nach.

 

Beispiel für tolle Produktbilder: acáo

acao_tolle_produktbilder _beispiel

 

Vor allem bei der Qualität der Bilder solltest du nicht sparen. Nichts wirkt unprofessioneller als eine amateurhafte Aufnahme eines Produkts.

 

Was sollte auf den Fotos deiner Artikel zu sehen sein?

checklist iconAufnahmen aus allen relevanten Perspektiven

checklist iconWichtige Details im Close-up

checklist iconDer Artikel im Gebrauch (hierfür eignen sich auch Videos)

checklist iconDas Produkt in einer relevanten Umgebung

checklist iconLast not least: die Produktverpackung

 

30. Sichere deine Daten

Die Daten sind das Grundgerüst deines Onlineshops. Deshalb darfst du das Thema Datensicherung nicht unterschätzen – gerade am Anfang nicht, wenn du deinen Onlineshop eröffnest. Jeder, der einmal Daten verloren hat, weiß, wie wichtig dieses Thema ist. Sorge deshalb schon im Voraus dafür, dass du diese Erfahrung nicht machen musst. Die Lösung sind Backups. Für die Daten von Onlineshops gibt es drei typische Risiken:

 

RisikoLösung
Technische Ausfälle
  • Bei vielen Hostinganbietern ist ein regelmäßiger Backup inklusive.
  • In der Regel erfolgt diese auf Dateiebene, eine Sicherung der Datenbank im Plaintext schafft jedoch eine zusätzliche Sicherheit.
Menschliches Versagen
  • Fehler beim Programmieren, Abspeichern usw. können nie gänzlich ausgeschlossen werden.
  • Je enger die Backup-Intervalle, umso geringer das Risiko.
  • Spare für Backups nicht am Speicherplatz!
Angriffe von außen
  • Auch Backups sind vor diesen Angriffen nicht sicher.
  • Ausnahme: Pull-Backups (Backups auf einem zweiten Server, der für Hacker nicht auffindbar ist).
  • Je größer das Risiko, umso eher ist professionelle Hilfe ratsam.

 

 

31. So kommst du an dein Geld: Bezahlsysteme

Verschiedene Bezahlsysteme im Internet erfordern für dich als Shopbetreiber einen großen Aufwand. Es gibt allerdings viele Payment-Anbieter mit Allround-Lösungen, die dir eine Menge Arbeit abnehmen. Der Kauf auf Rechnung ist nach wie vor die beliebteste Bezahlart bei den Kunden. Du kannst also nicht darauf verzichten, diese Option anzubieten. Als Händler kannst du Unsicherheiten ausschließen, indem du Käufe auf Rechnung über Payment-Anbieter abwickeln lässt. Ein gutes Beispiel hierfür ist Klarna, das in vielen Shopsystemen bereits vorinstalliert ist.

Weil PayPal bei vielen Kunden beliebt ist, solltest du es unbedingt ebenfalls anbieten. Das Zahlsystem ist sehr einfach in Shopsysteme einzubinden. Auch das noch relativ neue System der Sofortüberweisung ist praktisch, wird von vielen Käufern jedoch noch nicht akzeptiert.

 

Payment-AnbieterKosten für HändlerVor- und Nachteile
Klarna
  • 3,25 % + 1,69 €
Sicherheit für Händler beim Kauf auf Rechnung, auch Ratenzahlung möglich, aber teuer.
Sofortüberweisung
  • 59,90 € (einmalig), dazu
  • 0,9 % + 0,25 €
Günstig, vielen Käufern noch nicht vertraut.
PayPal
  • 1,7 % bis 1,9 % + 0,35 €
Sehr beliebt bei Kunden, wird aber zunehmend kritisiert.

 

Tipp: Je mehr Bezahlsysteme du in deinem Shop anbietest, umso höher ist die Bereitschaft deiner Kunden, Käufe über deinen Shop abzuschließen.

 

Beispiele Online Zahlungsmöglichkeiten

 

 


10 Tipps zur Optimierung deiner Abläufe

 

Ein Onlineshop ist mehr als nur eine Website. Deshalb solltest du dir schon vor der ersten Bestellung Gedanken um die Prozesse im Hintergrund machen. Die manuelle Bearbeitung der ersten zehn bis zwanzig Bestellungen pro Tag ist vielleicht noch möglich – hierfür reichen Excel-Listen, das Verpacken der Ware per Hand und das Abliefern zur Versendung bei der Post. Doch wenn du langfristig erfolgreich sein willst, musst du deine Backofficeprozesse optimieren.

Was Kunden von Internetriesen wie Amazon gewohnt sind – nämlich einen schnellen Versand und besten Service – erwarten sie auch von dir. Deshalb achte darauf, deine Bestellprozesse von Anfang an auf eine professionelle Grundlage zu stellen. Sonst dauert es nicht lange, bis irgendwann das sprichwörtliche Chaos ausbricht – wahrscheinlich zu einem Zeitpunkt, an dem die Auftragslage besonders gut ist. Wenn du alle Prozesse im Griff hast, kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren. Am besten ist es, wenn du für das Vorantreiben deines Geschäfts immer mehr Zeit hast als für dessen Verwaltung.

Möglichkeiten zur Optimierung gibt es viele, daher wird im Folgenden auf alle Bereiche eingegangen: Vom Einkauf übers Lager zum Versand und weiter zum Retourenmanagement und Kundenservice.

 

prozesse_onlineshop

 

 

32. Mit intelligentem Wareneinkauf erhöhst du deinen Gewinn

Weil im Onlinehandel die Kunden blitzschnell Angebote vergleichen können, ist die Konkurrenz gerade bei den Preisen sehr groß. Der Erfolg deines Onlineshops hängt also im Wesentlichen davon ab, zu welchen Preisen du deine Waren einkaufst. Um zu günstigen Preisen einkaufen zu können, ist es empfehlenswert, direkt beim Produzenten einzukaufen. Wer dagegen Ware bei Zwischenhändlern einkauft, erhält meist Produkte, die bereits durch mehrere Hände gelaufen sind: Zwischenhändler und Spediteure treiben nach und nach den Warenpreis in die Höhe. Die Faustregel lautet daher: Je weiter vorne du in dieser Handelskette ansetzt, umso günstiger wird für dich in der Regel der Einkaufspreis. Manchmal lohnt sich sogar der Selbstimport von im Ausland produzierter Ware.

Aber wo findet man die besten Adressen für Lieferanten in Deutschland oder Möglichkeiten für Direktimporte? Die klassische Google-Recherche mit Suchbegriffen wie Großhandel, Hersteller, Lieferanten oder Bezugsquellen ist aufwendig und führt zu Tausenden von Ergebnissen unterschiedlicher Qualität. Besser geeignet für diesen Zweck sind Lieferantendatenbanken:

 

Lieferantenportale für DeutschlandLieferantenportale für ausländische Anbieter
  • Wer liefert was?
  • Industrystock
  • Alibaba
  • Hellotrade

 

Alternativ kannst du auch beim Großhändler einkaufen. Dort sind die Preise meist sehr niedrig, da es sich hier teilweise um Restposten oder Sonderposten handelt. Es lohnt sich auch, sich über die Händler, die den Großhandel beliefern, zu informieren. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass du kontinuierlich Preisvergleiche durchführst und auf dem aktuellen Stand der Marktlage bleibst. Sonst kann es passieren, dass dir günstigere Einkaufspreise entgehen.

Tipp:

Achte auch auf die angebotenen Konditionen bezüglich Versandkosten, Mindestabnahmemengen, Rabatte und Skonti – und natürlich auf die Qualität der Ware.

 

 

33. Nutze Schnittstellen zu Paketdiensten für die Logistik!

Reibungslose logistische Abläufe sind ein wichtiger Erfolgsfaktor im E-Commerce. Ein schlanker, schneller und transparenter Versandprozess hilft nicht nur dir, sondern stellt auch die Kunden zufrieden. Bis zu einer gewissen Anzahl von Bestellungen funktioniert der Versand per Hand, ohne dass du auf besondere Angebote von Paketdiensten für Onlineshops zurückgreifen musst:

  • Deine Shop-Software erstellt automatisch Rechnung und Lieferschein.
  • Die Rechnung erhält der Kunde per E-Mail.
  • Der Lieferschein (und evtl. ein Ausdruck der Rechnung) wird dem Paket beigelegt.
  • Du bringst die Ware zum Paketdienst und zahlst am Schalter.

Bei steigenden Bestellzahlen lohnt sich eine Schnittstelle von deinem Onlineshop zur Software eines Paketdienstes. Hierbei wird die komplette Logistik automatisiert. Dir bleibt also mehr Zeit, um dich um das Development deines Onlineshops zu kümmern. Die großen Paketdienste wie DHL, Hermes, DLS, DPD und UPS bieten hierfür intelligente Lösungen an. Weniger Aufwand für die Verwaltung lässt mehr Freiraum für Kreativität.

 

Und so funktionieren Schnittstellen zu Paketdiensten:

  • Das Auftragsmanagement und die Auftragsabwicklung erfolgen über dein Shopsystem.
  • Über die Schnittstelle sendet deine Software Auftragsdaten an die Software des Paketdienstes.
  • Der Paketdienst vergibt eine Sendungsnummer, erstellt einen Paketschein und ermöglicht dir und deinen Kunden die Online-Verfolgung der Sendungen.

 

auftragsabwicklung_gegenueberstellung

 

 

34. Verpacke deine Produkte kreativ!

Natürlich kommt es letztlich immer auf den Inhalt an – auch bei Paketen. Doch auch hier gilt: You never get a second chance to make a first impression. Über das Paket erfolgt der erste fühlbare Kundenkontakt. Das ist psychologisch sehr wichtig, um Kunden an sich zu binden.

Wenn schon das Auspacken zu einem Erlebnis wird, hast du gute Chancen, einen neuen Stammkunden zu gewinnen. Kreative Verpackungen werden vom Kunden positiv wahrgenommen. Du setzt dich damit deutlich von deiner Konkurrenz ab – und bleibst in positiver Erinnerung.

 

kreatives Verpackungsdesign Beispiel Angelina Pischikova

 

Hier sind einige weitere Beispiele für Inspiration für eine auffällige Paketgestaltung:

 

Was viele dieser Verpackungen gemeinsam haben:

checklist iconLogo in Großformat auf der Verpackung

checklist iconAuffällige Kartonfarben

checklist iconUngewöhnliche Verpackungsmaterialien

Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es beispielsweise mit Kunststoff oder geriffeltem Karton als Verpackung? Natürlich solltest du darauf achten, dass der Aufwand immer im Verhältnis zum Warenwert steht. Je höher der Warenwert, umso eher lohnt sich eine aufwendige Verpackung.

 

Tipp:

Wenn du über kleinere Restposten verfügst, lege diese bei Bestellungen ab einem gewissen Warenwert als kleine Extra-Präsente bei. Denn kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.

 

Tolles Beispiel für Kreativität beim Verpacken bietet Lycka, Anbieter von Frozen Yogurt

lycka_verpackung

 

„Packaging ist für jede junge Marke super essentiell. Packaging ist das “Werbematerial” mit dem am meisten Menschen in Kontakt kommen. Für Lycka haben wir hier am Anfang sehr viel Zeit und für uns damals viel Geld investiert, um mit gutem Packaging zu überzeugen.“

Felix Leonhardt,
Gründer von Lycka

 

35. Biete deinen Kunden einen schnellen Versand!

Klar: Jeder Kunde, der einen Artikel im Onlinehandel bestellt, freut sich über schnelle Lieferzeiten. Und auch für dich als Shopbetreiber hat ein schneller Versand einen deutlichen Vorteil: Denn mit jedem Tag, der zwischen Bestellung und Erhalt der Ware vergeht, steigt die Gefahr eines Widerrufs. Der Erfolg deines Geschäfts hängt deshalb auch wesentlich davon ab, dass die Lieferzeiten deiner Artikel möglichst kurz sind. Je eher die Pakete bei den Kunden sind, umso niedriger wird deine Stornoquote ausfallen.

 

Versanddienstleister Beispiele

 

Die drei großen Platzhirsche auf dem deutschen Paketdienstmarkt sind DHL, Hermes und UPS. Die drei bekanntesten Paketzusteller sind bei den Kunden für zuverlässige und schnelle Lieferungen bekannt. Für Geschäftspartner haben diese Unternehmen unterschiedliche Angebote.

 

 DHLHermesUPS
Abrechnung nach:GewichtGrößeGröße
Pakete pro Jahr mindestens:200300500
Gewicht pro Paket maximal:30 kg31,5 kg40 kg
Sendungsverfolgung:jajaja
Service-Struktur:20.000 Paketshops, Filialen und Packstationenüber 14.000 Paketshopsca. 5.000 Paketshops
Haftung für Versandschäden:bis 500 Eurobis 500 Eurobis 750 Euro

 

 

36. Verringere deine Stornoquote!

Eine hohe Storno- und Retourenquote bringt erhöhte Ausgaben für Logistik, Versand und Verwaltung mit sich. Aber: Stornokulanz ist ein wichtiger Image-Faktor. Es geht bei jeder Rückgabe-Anfrage nicht nur um den verlorenen Umsatz für eine Bestellung. Es geht auch darum, mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Kunden zu verlieren, wenn du auf dein Recht auf Abnahme der Ware bestehst.

Es ist deshalb vor allem wichtig, dass du immer eine gute Übersicht über deine Stornos, Retouren, Widerrufe, Rückgaben und Wandlungen hast. Nur so kannst du auf Dauer deine Stornoquote senken. Denn die Ursachen für Stornos sind vielfältig. Sie liegen zumeist beim Artikel selbst oder beim Versand.

 

Tipp:

So senkst du deine Stornoquote:

  • Halte deine Warenwirtschaft stets aktuell! Wenn ein Artikel als verfügbar angezeigt wird, muss dies auch der Realität entsprechen. Zwei Wochen Wartezeit machen einen Widerruf sehr wahrscheinlich.
  • Bilder und Beschreibungen müssen der Realität entsprechen. Wer etwas anderes erhält als erwartet, gibt die Sache zurück.
  • Präzise Angaben machen – vor allem bei Kleidung! So vermeidest du Doppelbestellungen mit verschiedenen Größen oder Farben. Stelle zum Beispiel einen 3D-Zoom zur Verfügung. Auch Angaben wie „Fällt kleiner aus“, Größentabellen oder Kundenmeinungen sind hilfreich.
  • Gib präzise Auskünfte über alle Kosten! Unerwartete Mehrausgaben sind bei jedem Kunden unbeliebt.
  • Verpacke deine Ware professionell, damit sie nicht beschädigt beim Kunden ankommt.
  • Kontosperrung bei schwarzen Schafen mit hohen Retourenquoten? Dieses Mittel ist vollkommen legal, sollte aber vorsichtig eingesetzt werden. Vor einer endgültigen Sperrung solltest du dem betreffenden Kunden auf jeden Fall noch einmal eine Chance geben.

 

 

37. Gehe professionell mit Retouren um!

Wie geht man mit Retouren um? Hier kommt das reaktive Retourenmanagement ins Spiel (im Gegensatz zum präventiven Retourenmanagement, das Retouren im Vorfeld verhindert). Es geht um das effiziente Handling von Retouren und die Rückführung der zurückgegebenen Artikel in den Warenkreislauf. Du solltest das Handling von Retouren einerseits so günstig wie möglich halten, andererseits die Kundenzufriedenheit sicherstellen. Denn wenn du die Retouren für deine Kunden erschwerst, kannst du sicher sein, dass die Nachfrage sinken wird. Paketdienste wie DHL, Hermes oder DPD bieten hierfür verschiedene Lösungen an. Du behältst die volle Kontrolle über dein Retourenmanagement.

 

Ein Praxisbeispiel:

  1. Der Kunde erhält das Paket über den ausgewählten Paketdienst.
  2. Der Kunde meldet sich online und äußert seinen Rücksendewunsch.
  3. Er erhält einen Link zu einem Retourenlabel und druckt dieses aus.
  4. Der Kunde gibt das mit dem Retourenlabel versehene Paket beim Paketdienst ab.
  5. Du erhältst das Paket zurück.

 

Tipp:

Eine hohe Abdeckung mit Paketstationen ist für das Retourenmanagement besonders wichtig. Manche Paketzusteller bieten auch an, die Pakete direkt beim Kunden abzuholen.

 

„Kundenservice wird bei uns großgeschrieben. Uns ist es wichtig, auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen und den Retourenvorgang so einfach und kundenfreundlich wie möglich zu gestalten. Es kann immer mal vorkommen, dass man z.B. den Geschmack eines Kunden nicht trifft, dann kann der Kunde problemlos die ungeöffneten Packungen zurückschicken. So haben wir auch zukünftig die Möglichkeit, diesen Kunden mit neuen Produkten zu überzeugen und verlieren ihn nicht ganz.“

Erol Kaynak,
Gründer myChipsBox

 

38. Ist Dropshipping eine Alternative für dich?

Wenn du in einem Onlineshop Waren verkaufen willst, musst du nicht unbedingt ein großes Warenlager einkaufen, das viel Gründungskapital voraussetzt. Eine gute Alternative bietet das sogenannte Dropshipping. Dieses System erfordert deutlich weniger Eigenkapital. Du benötigst kein Warenlager, weil du nur dann beim Großhändler bestellst, wenn ein entsprechender Kundenauftrag vorliegt. Der Großhändler liefert direkt an den Kunden. Natürlich ist dein Gewinn pro Auftrag bei diesem System dann etwas kleiner, du sparst aber auch Geld für die Miete eines Warenlagers. Dropshipping ermöglicht es dir, beliebig große Sortimente zu erstellen, ohne dass du jedes einzelne Produkt vorab kaufen musst.

 

Und so funktioniert Dropshipping:

  1. Du bietest das Produkt in deinem Onlineshop an.
  2. Der Kunde kauft und bezahlt das Produkt (inklusive Versandkosten).
  3. Du zahlst den Einkaufspreis plus Versandkosten an den Großhändler.
  4. Der Großhändler liefert direkt an den Kunden.

 

dropshipping

 

Der Nachteil des Dropshippings liegt darin, dass du dich zu einem gewissen Grad abhängig machst. Ist dein Dropshipping Partner unzuverlässig, fällt dies auf dich zurück. Auch weniger vorteilhaft ist, dass in diesem Fall die Kontrolle über die Prozesse an den Droshipping Partner abgegeben wird. Vorsicht ist auch geboten bei Dropshippern, die einen Shop mit den gleichen Produkten anbieten, die du verkaufst. So ist dein Geschäftspartner gleichzeitig ein Konkurrent – der direkt an der Quelle sitzt. Vor der Entscheidung für ein Dropshipping-Angebot solltest du deshalb eine intensive Recherche über deinen potenziellen Partner betreiben.

 

VorteileNachteile
checklist iconweniger Eigenkapital nötig

checklist iconkein Warenlager nötig

checklist iconbeliebig großes Sortiment erstellbar

icon false   gewisse Abhängigkeit

icon false   geringerer Gewinn pro Auftrag

icon false   mögliche Konkurrenz

 

 

39. Nutze ein Warenwirtschaftssystem!

Ein Warenwirtschaftssystem bildet die Informationsströme aller deiner Geschäftsprozesse ab. Dies bedeutet, dass du in einem einzigen System alle Kunden- und Artikeldaten, alle Bestellungen (sowohl die der Kunden als auch deine eigenen bei den Lieferanten) und alle Rechnungen verwalten kannst. Auch dein Lager kannst du mit einem Warenwirtschaftssystem überwachen. So hast du jederzeit den Bestand aller deiner Artikel im Blick und kannst Warenein- und -ausgänge problemlos monitoren. Ein Warenwirtschaftssystem hilft dir auch dann, wenn du über mehrere Vertriebskanäle verfügst und den Überblick behalten willst.

 

Ein Beispiel:

Du verkaufst deine Produkte über einen eigenen Onlineshop, über Amazon und Ebay, aber auch im Direktvertrieb. Wenn dein Umsatz ein gewisses Ausmaß erreicht, verlierst du leicht die Kontrolle über die Warenströme, wenn du diese in unterschiedlichen Systemen oder Listen verwaltest.

Und das führt zwangsläufig zu Konsequenzen: Deine Produktidee kann noch so gut sein – wenn dir die Kontrolle über alle Vorgänge und Warenströme entgleitet, sind Probleme vorprogrammiert. Dann ergeht es dir wie anderen aufstrebenden Startups, denen großer Erfolg prognostiziert wurde, die jedoch die Notwendigkeit eines Warenwirtschaftssystems unterschätzt haben und deshalb gescheitert sind. Damit dir so etwas nicht passiert, solltest du mit der Anschaffung eines Warenwirtschaftssystems vorbeugen.

Einige Warenwirtschaftssysteme verfügen über Schnittstellen zu Onlineshopsystemen, andere enthalten selbst einen Onlineshop als Bestandteil. Hier gilt es, langfristig zu denken und sich von vornherein für Onlineshop- und Warenwirtschaftssysteme zu entscheiden, die miteinander kommunizieren und dir somit die Arbeit erleichtern.

 

Zusammenspiel Warenwirtschaft und Shopsystem

 

Was bedeutet das – „Onlineshop- und Warenwirtschaftssysteme kommunizieren miteinander“?

Vereinfacht gesagt sieht das ganze so aus: Du hinterlegst die Daten deiner Artikel (Artikelbeschreibung, Artikelbild, Preis, Bestand) in deinem Warenwirtschaftssystem. Diese Informationen werden in deinen Shop überspielt und der Kunde sieht, dass von Artikel XY noch 5 Stück zum Preis von 5 € auf Lager sind.

Wenn der Kunde nun 2 Stück von dem Artikel kauft, wird seine Bestellung als Auftrag in dein Warenwirtschaftssystem synchronisiert. Hier wickelst du nun die Lieferung ab und schreibst deine Rechnung. Der Lagerbestand reduziert sich automatisch und auch diese Information wird an deinen Shop weitergegeben: Nur noch 3 Stück von Artikel XY auf Lager.

Noch ein Vorteil: Das Warenwirtschaftssystem zeigt dir auch an, welche Artikel du bei deinem Lieferanten nachbestellen musst, sobald sich deren Lagerbestand dem Ende neigt.

 

So profitierst du von Anfang an von folgenden Vorteilen:

checklist icondu sparst Zeit durch automatisierte Arbeitsabläufe

checklist icondeine Daten sind vollständig, zentral und aktuell

checklist icondeine Waren können artikelgenau nach Wert und Menge erfasst und ausgewertet werden

checklist icondu hast den Überblick über die aktuellen Warenbestände (Lagerort, Hersteller, Artikel etc.)

checklist icondu erfährst, welche Artikel Verkaufsschlager sind und welche Ladenhüter

checklist icondu kannst dir jederzeit Reports/Statistiken erstellen und so Optimierungsbedarf identifizieren

 

 

40. Eine korrekte Buchhaltung zahlt sich aus

Solange du keinen Gewinn über 60.000 Euro (seit 2016) verzeichnest oder einen Umsatz über 600.000 Euro (seit 2016) hast, reicht dem Finanzamt eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Diese ist relativ einfach. Sie vergleicht letztlich nur Einnahmen und Ausgaben. Wenn dein Onlineshop aber sehr erfolgreich ist, wirst du irgendwann eine Aufforderung vom Finanzamt bekommen, im nächsten Jahr zur doppelten Buchführung zu wechseln. Und dieses Verfahren ist recht kompliziert. Spätestens dann solltest du überlegen, ob du mit dieser Arbeit nicht einen Profi beauftragst – also einen Buchhalter oder Steuerberater.

Excel-Listen eignen sich für die Buchhaltung nur beschränkt. Bei mehr als eintausend Buchungen pro Jahr wird dieses Verfahren nämlich sehr mühselig und fehleranfällig. Dann empfiehlt es sich, spezielle Buchhaltungsprogramme einzusetzen. Diese sollten Ein- und Ausgangsrechnungen sowie Gutschriften und Privatentnahmen verbuchen können. Auch Schnittstellen zu Elster sind praktisch. Damit werden Umsatzsteuervoranmeldungen und die jährliche Umsatzsteuererklärung zum Kinderspiel.

 

 

41. Nutze FAQs für die Zufriedenheit deiner Kunden!

Schlechter Kundenservice ist ein Grund für mangelhafte Umsätze und hohe Retourenquoten. Mittlerweile haben sich viele Kunden daran gewöhnt, dass es in Onlineshops einen Bereich für häufig gestellte Fragen (FAQ) gibt. Je kundenfreundlicher und übersichtlicher dieser Bereich gestaltet ist, umso weniger Nachfragen wirst du selbst beantworten müssen. Das Hauptmerkmal guter FAQs ist die Praxisrelevanz. Bestimmte Fragen werden immer wieder gestellt. Mache dir deshalb Notizen über die Fragen, die typischerweise gestellt werden, und pflege sie in deinen FAQ-Bereich ein.

Gerade bei der Gründung eines Onlineshops sind die Aufgaben zahlreich, die Ressourcen und Kapazitäten hingegen umso knapper. Insbesondere wiederkehrende Fragen können mit einem übersichtlichen FAQ Bereich gut abgedeckt werden. Du könntest beispielsweise in deinen ausgehenden Mails einen Link zu den FAQs platzieren, so erledigen sich viele Fragen fast von selbst, die Anfragen sinken.

 

Hier 10 der häufigsten Fragen, die in FAQs zu finden sind:

  • Wie suche ich nach einem bestimmten Artikel?
  • Liefern Sie die Ware auch ins Ausland?
  • Wie kann ich einen Geschenkgutschein einlösen?
  • Welche Zahlungsmethoden gibt es?
  • Wie viele Tage Rückgaberecht gibt es?
  • Wie kann ich eine Bestellung stornieren?
  • Wie sind die Liefer- und Versandkonditionen?
  • Kann ich meine Sendung verfolgen?
  • Sind meine Daten sicher?
  • Wie ist der Ablauf bei einer Rücksendung?

 

Du musst natürlich auch in puncto FAQ nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Selbstverständlich ähneln sich die Kundenfragen bei Onlineshops für vergleichbare Produkte. Sieh dich deshalb bei der Konkurrenz um und lasse dich inspirieren. Sei hier aber vorsichtig: Abschreiben gilt nicht. Jede 1-zu-1-Übernahme ist gefährlich. Du könntest damit gegen Urheberrechte verstoßen.

 

 


10 Tipps für die erfolgreiche Vermarktung


 

Marketing ist ein schillernder Begriff, der mit Werbung nur unzureichend übersetzt ist. Eigentlich gehören zum Marketing alle Maßnahmen, die den Umsatz deines Onlineshops steigern. Typische Fragen sind:

  • Wie erreiche ich mehr Kunden?
  • Welche Kanäle nutze ich hierfür?
  • Wie präsentiere ich meine Ware?
  • Wie gehe ich mit Kundenfeedback um?

All diese Faktoren müssen wohl überlegt sein und können erheblich über Erfolg oder Misserfolg deines Onlineshops entscheiden. In erster Linie geht es darum Kunden zu gewinnen und diese Kunden möglichst langfristig an dich zu binden. Aber wie erreicht man überhaupt potenzielle Kunden?

Im folgenden Abschnitt habe ich dir wertvolle Tipps zusammengetragen, die dir dabei helfen sollen Kunden anzusprechen, zu gewinnen und langfristig zu halten.

 

 

42. So wendest du Suchmaschinenmarketing richtig an

Was steckt eigentlich hinter dem Begriff Search Engine Marketing (SEM)? Wer dies fragt, wird immer wieder verschiedene Antworten bekommen, denn auch die Experten verwenden die Begriffe oft nicht korrekt. SEM wurde als Begriff zunächst nur für Google AdWords benutzt. Praktisch hat AdWords hier auch eine sehr große Bedeutung. Aber nimmt man es ganz korrekt, so ist SEM der Oberbegriff für SEO und SEA:

 

SEM (Search Engine Marketing)SEO (Search Engine Optimization)Organische Suchergebnisse (hauptsächlich Google)
SEA (Search Engine Advertising)Bezahlte Suchergebnisse (hauptsächlich Textanzeigen mit Google AdWords)

 

Suchmaschinenmarketing, also der ganzheitliche Einsatz von SEA und SEO, gilt heute als die effektivste Art, im Internet Kunden zu gewinnen.

 

„Wer einen Online-Shop betreibt, der sollte auch bei Suchmaschinen gefunden werden. Der Suchmaschinen-Traffic ist immer noch einer der wichtigsten Werbekanäle für Unternehmen. Dabei geht es eigentlich gar nicht um die Frage, ob man sich für SEO oder SEA entscheidet, sondern eher darum, wie man seine Webseite optimal in beiden Bereichen platziert. Je größer die Sichtbarkeit in den Suchergebnisse, desto stärker wächst das Vertrauen potenzieller Kunden, die Klicks und letztlich die Umsätze im Webshop.“

guido-pelzerGuido Pelzer,
guido pelzer consult

 

 

Während man nachhaltige Suchmaschinenoptimierung für die organischen Google-Ergebnisse jedoch mit eigenen Mitteln betreiben kann, kostet SEA konstant Geld. Denn wenn eine Seite für Google optimiert ist, hält sich diese lange Zeit vorne. Sobald jedoch das Budget für AdWords ausgeht, fehlen die Suchergebnisse auf der rechten (bezahlten) Seite von Google sofort.

 

„Den größten Fehler, den Du im SEO machen kannst ist, dass Du eine Website nur auf Google ausrichtest. Achte darauf, dass du den Besucher deiner Website mit all seinen Fragen und Bedürfnissen verstehst und richte die Website klar nach diesen Fragen aus und gib entsprechende Antworten. Dann wirst Du automatisch den größten Teil des SEOs richtig machen. Beim Rest kommt es dann auf eine saubere technische Struktur der Website an, klar verständliche Navigationspfade und Themenbereiche sowie eine gute Ladezeit – und am Ende natürlich auch hier und da ein eingehender Link.“

sebastian-erlhofer-mindshapeSebastian Erlhofer,
mindshape

 

43. So findest du die richtigen Keywords

Entscheidend für gute Texte ist immer der Informationsgehalt – aber auch Keywords. Ziel mit deinem Onlineshop ist vor allem, maximalen Gewinn einzufahren. Das Thema Keywords hilft dir dabei, herauszufinden, wonach deine potenziellen Kunden in Internet suchen und bestmöglich für sie auffindbar zu werden. Keywords sind meist sehr umkämpft, daher solltest du gut recherchieren und abwägen, welche Keywords für deine Absichten am besten geeignet sind.

 

Der Optimalfall für Keywords wäre:

  • hohe Conversion Rate
  • hohes Suchvolumen
  • geringe Konkurrenz

 

Aber wie findet man eigentlich die passenden Keywords?

  1. Zuallererst solltest du natürlich überlegen, welche Begriffe dir zu deinen Produkten einfallen. Was würdest du zum Beispiel in die Suchmaske eingeben, um deine Produkte zu finden? Beziehe hier auch ruhig deinen Bekanntenkreis mit ein, welche Begriffe verwenden sie?
  2. Auch hilfreich ist es, zu schauen, welche Keywords deine Wettbewerber benutzen. Auch hierfür kannst du Suchmaschinen wie Google oder Yahoo nutzen.
  3. Zum Brainstormen weiterer Keywords eignen sich insbesondere Mindmaps. So kannst du weitere Keywords erschließen und deine Liste erweitern.
  4. Überdies kannst du Google Suggest nutzen. Tippe dafür einfach eines deiner Keywords in das Suchfeld ein und lass dir von der Suchmaschine Vorschläge für Keyword Kombinationen ausspucken. Ganz unten erfährst du unter „Ähnliche Suchanfragen“ zudem weitere beliebte Keywords.
  5. Nutze ganz klassisch den Google Keyword Planer.
  6. Keyword Tools wie Sistrix helfen dir bei der Suche nach den für dich am Besten geeigneten Keywords.

 

Für Keywords gibt es die Unterscheidung in Longtail und Shorttail. Als Letzteres bezeichnet man allgemein gehaltene Suchbegriffe wie beispielsweise T-Shirt kaufen. Ist dein Produkt also nicht gerade so etwas besonderes wie ein echtes Dino Ei, wird es eher schwierig, direkt zu Beginn mit einem solch generischen Begriff ein gutes Ranking zu erzielen. Longtail Keywords weisen ein geringeres Suchvolumen auf, jedoch ist auch der Wettbewerb hierfür entsprechend geringer. Beispiel für ein Longtail Keyword wäre T-Shirt V-Ausschnitt einfarbig Navy Herren.

Wenn du Inspirationen für eine Produktbeschreibung suchst oder einen aktuellen Blog-Beitrag schreiben willst, können dir auch Keyword-Tools bei der Suche nach Themen behilflich sein. Besonders diese vier Seiten sind sehr nützlich:

 

ToolFunktion
Open Thesaurus 
  • Synonyme für bestimmte Keywords.
  • Gut zur Inspiration für Texte geeignet.
übersuggest 
  • Sehr leistungsfähiges Tool zum Auffinden von verwandten Suchbegriffen.
  • Arbeitet ähnlich wie die Google-Suggest-Funktion, bietet aber noch mehr Möglichkeiten für die Keyword-Recherche.
Google Keyword Planer 
  • Steht nur AdWords-Kunden zur Verfügung.
  • Hilft dabei, die Nachfrage nach Keywords und deren Preise festzustellen.
Google Trends 
  • Gutes Tool für die Recherche nach Trendthemen.
  • Für alle, die möglichst aktuell sein wollen.

 

Tipp:

Google unterscheidet zwischen Singular und Plural, du solltest also beide Fälle beachten und berücksichtigen!

 

„Guter Content ist das A und O für den Aufbau einer erfolgreichen Webseite. Wer von Beginn an in die richtigen Keywords investiert und darauf qualitativen Content aufbaut, legt den Grundstein für einen nachhaltig optimierten Webauftritt. Mithilfe gewissenhafter WDF*IDF Analyse kannst Du in wenigen Schritten spannende Keywords abseits des normalen Keyword-Research-Prozesses finden. Dabei wird auf Basis Deines Wunsch-Keywords und den Contents Deiner Mitbewerber aus den Top 15 der Suchergebnisse die thematisch relevante Umgebung analysiert. Mit Hilfe von WDF*IDF Analyse lassen sich so passende Schlüsselwörter ermitteln, die mit dem gewünschten Keyword in direktem Zusammenhang stehen. So erhältst Du ein höchst relevantes Keyword-Set, das Du für die Content-Erstellung nutzen kannst. Keyword Inspiration #FTW :).“

 marcus_tandlerMarcus Tandler,
OnPage.org

 

44. Bereichere deinen Onlineshop mit einem Blog

Mit einem Blog solltest du deinen Lesern vor allem Mehrwert bieten. Es gilt zu erreichen, dass sich deine Kunden mit den Produkten identifizieren können. Natürlich hat ein Blog auch SEO Relevanz. Ein Blog liefert Content – und Content sehen Suchmaschinen gern. Natürlich nur dann, wenn dieser Content hochwertig ist. Auch deine Kunden werden mehr Zeit auf deinen Seiten verbringen, wenn sie sich dort gut informiert und unterhalten fühlen. Wichtig ist zum einen, dass du in deinem Blog nicht irgendwelche Inhalte lieferst, die mit deinem Onlineshop in keiner Beziehung stehen. Zum anderen sollten die Texte aber auch nicht lieblos geschrieben erscheinen. Gib dir deshalb Mühe beim Erstellen der Texte – oder lass dir dabei helfen.
Sieben Tipps für einen erfolgreichen Blog

  1. Hochwertiger Content, also nützliche, einzigartige und aktuelle Inhalte
  2. Gezielt platzierte Keywords
  3. Ansprechendes Design und suchmaschinenoptimierte Bilder
  4. Orientierung an den Wünschen der Leser
  5. E-Mail-Marketing für den Blog
  6. Gutes Storytelling, das heißt spannende Geschichten zu einzelnen Produkten
  7. Vernetzung mit Lesern und anderen Bloggern, die über ähnliche Themen schreiben

 

Beachte: Jeder Blog benötigt Zeit, um eine gewisse Aufmerksamkeit zu erreichen. Sei deshalb geduldig. Auf jeden Fall trägt ein eigener Blog mit guten Inhalten dazu bei, das Vertrauen deiner Kunden zu stärken und sie emotional an deinen Shop zu binden.

 

„Inbound Marketing fängt meistens mit einem Blog an. Hier ein einfacher Weg, um schnell damit zu starten: Erstelle 3-5 Basis-Inhalte (z. B. 3 Artikel), die deinem neuen Besucher einen guten Eindruck davon vermitteln, was er in Zukunft noch erwarten kann. Fokussiere dich bei der Content-Erstellung nicht auf deinen Shop und deine Produkte, sondern auf die Probleme deiner Zielgruppe. Erstelle Inhalte, die sie interessieren und ihnen weiterhelfen. Genau wie deine Produkte, musst du auch deinen Content aktiv vermarkten. Promote daher deine Inhalte über Social Media, Influencer und Gastbeiträge. Achte danach darauf, dass du prominente Calls-to-Action (CTAs) im Einsatz hast, um die Kontaktdaten (mindestens die E-Mail) deiner Besucher abzufragen. Ansonsten sind sie schnell wieder weg, vielleicht für immer. Ein einfacher CTA sind „Kostenlose Updates“. Aber das ist nicht so schmackhaft. Noch besser wäre ein Leadmagnet wie ein kostenloses E-Book oder ein E-Mail-Kurs. Et violà, schon hast du einen Blog, hochwertige Inhalte und gewinnst damit neue Leads, also potenzielle Kunden. Damit ist der erste Schritt getan.“

vladislav_melnikVladislav Melnik,
Co-Founder & CEO Chimpify

 

45. Mit Social Media Kunden ansprechen

Facebook, Twitter, Snapchat, Pinterest, YouTube, Instagram – professionelles Marketing kann auf Social Media nicht mehr verzichten. Aus gutem Grund: Denn ein Großteil der Internetuser hält sich meist in diesen Onlineportalen auf.

Die Entwicklung einer intelligenten Social-Media-Strategie für deinen Shop ist zwar aufwendig, aber auch vergleichsweise preiswert und effektiv. Denn gerade dieser Werbekanal steckt noch voller unentdeckter Potenziale. Vor allem die junge Generation verbringt immer mehr Zeit bei Facebook & Co. Und nach wie vor gilt: Die beste Werbung spricht die Kunden dort an, wo sie sich am liebsten aufhalten.

 

„Facebook Ads sind wahrscheinlich das beste Marketingtool, das wir derzeit zur Verfügung haben. Wichtig ist dabei aber, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Vor allem sollten sich Shopbetreiber nicht nur auf die standardmäßigen Möglichkeiten des Interessen- und Demografietargetings verlassen, sondern auch die weitergehenden Zielgruppen der Custom Audiences nutzen. So können zum Beispiel Bestandskunden speziell angesprochen werden oder auch ehemalige Website-Besucher. Wer genug Traffic hat, kann so ganz gezielt und produktspezifisch mit quasi keinem Streuverlust werben. Außerdem lässt sich zum Beispiel auf Engagement targetieren, also nur Personen, die mit der Fanpage interagiert oder ein Video angesehen haben. Wem das noch nicht reicht, der kann mit Lookalike Audiences weitere Zielgruppen erschließen, die den eigenen Kunden, den eigenen Fans oder den eigenen Website-Besuchern stark ähneln. Das lohnt sich auf jeden Fall. Viel Erfolg!“

Felix BeilharzFelix Beilharz,
felixbeilharz.de

 

46. So setzt du Facebook als Marketing-Instrument ein

Wer Social Media sagt, muss auch Facebook sagen. Eine Fanpage auf Facebook bietet für deinen Onlineshop viele Vorteile gegenüber direkter Werbung. Denn immer noch haben die meisten Facebook-User große Vorbehalte gegen personalisierte Anzeigen. Eine Fanpage ist anders: Du nutzt Facebook als Kommunikationskanal mit deinen Kunden. Werbliche Kommunikation ist hier dialogorientiert. Facebook-Mitglieder vernetzen sich mit deiner Fanpage. Und du versorgst sie mit passenden Inhalten:
• Neuheiten aus deinem Shop,
• Gewinnspiele,
• Rabattaktionen,
• Produktneuheiten und vieles mehr.

Deine Fans machen dabei mit, bewerten zum Beispiel Produkte oder – und das ist natürlich das Beste – verbreiten deine Inhalte weiter. Versäume deshalb nicht, dir eine Fanpage bei Facebook einzurichten. Viele Internet-User setzen die Existenz einer solchen Fanpage schon als selbstverständlich voraus.

 

Sieben Tipps für eine erfolgreiche Facebook-Fanpage
1. Belohne deine Fans für das Werben neuer Fans.
2. Antworte möglichst auf jeden Kommentar, das zeigt Präsenz und Kundenfreundlichkeit.
3. Antworte auch auf negatives Feedback immer positiv, nutze es für Verbesserungen.
4. Wähle ein optimales Profilbild, der deinen Shop von der besten Seite zeigt.
5. Individualisiere deine Fanpage, sodass diese einzigartig wirkt.
6. Gib deinen Fans exklusive Angebote, die sich an deren Interessen orientieren.
7. Werbe für deine Facebookseite in deinem Onlineshop.

 

47. So wirbst du zielgruppengenau mit Facebook Ads

Mit Facebook Ads kannst du zielgruppengenaue Werbung schalten. Und wenn du Facebook als Werbekanal für deinen Onlineshop benutzen willst, kannst du auf Facebook Ads kaum verzichten. Vor allem der soziale Kontext ist es, der für Facebook Ads spricht. Werbeanzeigen, die mit Person X gefällt das gekennzeichnet sind, wirken wie eine persönliche Empfehlung von Freunden. Dieser Effekt ist bei keinem anderen Werbemittel so effektiv gegeben. Ein weiterer Vorteil der Facebook Ads ist die Flexibilität beim Budget. Wähle deshalb am Anfang geringe Beträge für deine Werbekampagnen und beobachte deren Erfolge.

Über den Werbeanzeigenmanager kannst du Facebook-Ads erstellen und verwalten:

Das geht relativ einfach:
1. Wähle den Button Beitrag bewerben oder Seite hervorheben.
2. Bearbeite in der Vorschau die Anzeige oder den Beitrag.
3. Wähle Zielgruppe und Ort, Budget und Laufzeit der Anzeige.
– Der Werbeanzeigenmanager zeigt dir die Leistungsfähigkeit deiner Anzeigen jeweils an.
4. Klicke auf Bewerben.
5. Fertig.

 

 

48. Betreibe visuelles Marketing mit Instagram und Snapchat

Der Anteil der Instagram-User steigt jedes Jahr. Mit Instagram kannst du deine Social Media Werbung noch weiter intensivieren. Ein paar Tipps:

 

TippErklärung
 

Verbinde Social Media Kanäle mit Instagram!

 
  • Instagram-Registrierung ist direkt über ein Facebook-Account möglich.
  • Dein Instagram-Account kann zusätzlich mit Accounts bei Twitter, Flickr, Tumblr und Foursquare verbunden werden.
  • So werden deine Facebook- und Twitter-Follower automatisch zu Instagram-Followern.
 

Mach deinen Shop mit visuellem Content bekannt!

 
  • Menschen hinter dem Shop
  • Geschichten zu Artikeln in Bildern
  • Locations, die zu deinem Shop oder deinen Artikeln passen
 

Setze Hashtags intelligent ein!

 
  • Beispiele: #DeineStadt, #DeineBranche, #DeineNische, #DeinThema
  • Nutze dazu Hashtag-Tools wie Keyhole
 

Aktiviere deine Community!

 
  • Fordere deine Leser auf, inhaltlich auf deinen Shop bezogene Bilder zu posten.
  • Poste zum Beispiel ein Foto mit einer Frage (Wie geht’s weiter …?).
 

Nutze Instagram Analytics!

 
  • Mit statistischen Erkenntnissen kannst du den Erfolg deiner eigenen Strategien überwachen.
  • Für diesen Zweck gibt es kostenlose Analytics-Tools!

 

Auch Snapchat ist schon lange keine reine Teenie-App mehr und wird immer beliebter bei Unternehmen als neuer Weg der Vermarktung.

 

 

49. Mit Newslettern bleibst du mit deinen Kunden in Kontakt

Mit Newslettern machst du deine Kunden in regelmäßigen Abständen auf dich aufmerksam. Deshalb solltest du diesen Service für deine Kunden in deinem Onlineshop anbieten. Ganz wichtig dabei ist, dass der Newsletter auf Anhieb das Interesse des Lesers weckt. Sonst wird der Newsletter sofort gelöscht. Bedenke immer, dass sich deine Mitteilungen aus der Masse der Newsletter herausheben müssen.

 

Sieben Tipps für einen erfolgreichen Newsletter

  1. Schon die Betreffzeile muss Interesse wecken.
  2. Keine Betreffzeile über 70 Zeichen (inklusive Leerzeichen)!
  3. Ermittle den besten Zeitpunkt für den Versand.
  4. Sprich den Adressaten persönlich an.
  5. Fasse dich kurz! Gerade im Internet werden längere Texte kaum gelesen.
  6. Verwende leicht erkennbare Links.
  7. Integriere einen Abmelde-Link.

 

Große Newsletter-Anbieter sind zum Beispiel

  • MailChimp
  • CleverReach
  • Newsletter2Go

 

Tipp:

Bestimmt hast du schon des Öfteren gesehen, dass Unternehmen mit einem Gutschein werben für das Abonnieren des Newsletters. Dies bietet eine gute Möglichkeit Neukunden Anreize zu schaffen und schließlich für deinen Shop zu gewinnen.

 

 

50. Mit kreativen E-Mail-Kampagnen setzt du Kaufanreize

Ein Newsletter lässt sich auch für kreative Kampagnen einsetzen. Besonders bewährt haben sich Feiertags-Specials. Klassische Beispiele sind der Valentinstag, Muttertag oder Halloween. Diese Daten erregen immer Aufmerksamkeit. Auf solche Specials lässt sich auch hervorragend auf der Website deines Onlineshops hinweisen. Biete deinen Kunden an diesen Tagen Rabatte und Sonderaktionen an!

 

Beliebte Tage und Zeiträume sind zum Beispiel:

  • Valentinstag, Muttertag, Halloween, Silvester
  • Weihnachten und Ostern
  • Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst, Winter), insbesondere deren Anfangsdaten
  • Schulferien
  • Events (Weltmeisterschaften, Olympiade, Konzerte usw.)

 

 

51. Analysiere das Verhalten deiner Besucher

Der Erfolg von E-Mail-Kampagnen, Bestellrate, Nutzerzahlen, Wanderungsbewegungen der User auf deiner Website  – all dies lässt sich hervorragend statistisch darstellen. Du bekommst per Klick eine übersichtliche Darstellung darüber, wie sich deine Kunden verhalten, welche einzelnen Seiten beliebt sind oder woher deine Besucher kommen. Tracking bedeutet das Erheben und Auswerten von Nutzerdaten. Technisch ist hierfür nur das Einfügen eines kleinen Code-Schnipsels nötig. Das Tool speichert daraufhin automatisch das Nutzerverhalten.

 

Folgende Kennzahlen sind dabei für Onlineshops besonders interessant:

  • Zahl der Besucher insgesamt
  • Wie viele Besucher legen etwas in den Warenkorb?
  • Wie viele Besucher kaufen etwas?
  • Welche Suchbegriffe wählen die User, die gekauft haben?
  • Wie sehen typische Besucherbewegungen (Custumer Journeys) aus?
  • In welcher Zeitspanne entschließt sich ein Besucher zum Kauf?

 

Diese Analyse-Tools sind besonders beliebt:

  • Google Analytics
  • Adobe Analytics
  • etracker
  • piwik

 

„Das Fundament zur Erfolgskontrolle eurer E-Commerce Aktivitäten sind Web Analyse Tools, wie Google Analytics. Abseits aller Tools und aller technischen Fragestellung ist aber die wichtigste Herausforderung in der Web Analyse zu wissen, welche Fragen beantwortet werden müssen, um erfolgreich zu sein. Dabei geht es in einem ersten Schritt vor allem um 3 Aspekte (ABC Analyse). Woher kommen meine Nutzer (Akquisition), wie verhalten sich Nutzer auf meiner Seite (Behaviour) und wie wertvoll sind die Nutzer für meine Zielerreichung (Conversion)? Im Folgenden habe ich mal einige wichtige fundamentale Fragestellungen in der Web Analyse skizziert. Entwickle relevante Fragestellungen für dein Unternehmen!
Akquisition: Wie haben meine Nutzer mich gefunden?
  • Aus welchen Quellen kommen meine Nutzer auf die Seite? Akquisition ► Quelle Medium
  • (Akquisition)
  • Mit welchen Intentionen (AdWords ► passende Suchanfragen) kommen Nutzer auf die Seite?
  • Bringen meinen Social Media Aktivitäten den gewünschten Erfolg?

Um solche Analysen vornehmen zu können gibt es zwei Voraussetzungen. Du solltest alle deine Kampagnen vertagen, damit du weißt wie Nutzer auf deine Seite kommen. Hier findest du mehr Informationen dazu. Zum zweiten solltest du die verschiedenen Tools und Accounts mit deinem Google Analytics Konto verknüpfen. In einem ersten Schritt ist das immer die Integration der Google Search Console in deinen Google Analytics Account und die Verknüpfung deines AdWords Account mit Analytics. Wie das geht findest du hier und hier .

Verhalten: Was interessiert die Nutzer auf meiner Seite?

  • Wie gut sind unsere Zielseiten? (Verhalten ► Zielseitenreport)
  • Gibt es Unterschiede im Verhalten auf meinen Zielseiten, je nachdem ob Nutzer über ihr Handy, ihren Pc oder über ihr Tablet kamen
  • Wie gut ist die Ladegeschwindigkeit bei meinen wichtigsten Landeseiten? Verhalten ► Website Geschwindigkeit ► Seitentimings

Conversion: Welchen Wert haben meine Nutzer für mich?

  • Wie gut konvertieren meine Nutzer (Macro- & Microconversions)? Zielvorhaben ► Übersicht mit allen angelegten Zielen
  • Wie viele Zielerreichungen kommen über die verschiedenen Quellen/Medien zustande (Conversions ► Zielvorhaben ► Übersicht)“

alexander_hollAlexander Holl,
121WATT

 

52. So startest du mit Amazon

Jeder kennt Amazon. Das Unternehmen genießt den Ruf, bei jedem Kauf eine gute Sicherheit für den Käufer zu bieten: Kulanz, schneller Versand, unkomplizierte Rückgaben und viele Zahlungsmöglichkeiten. Wenn du deine Produkte auf Amazon anbietest, hast du auf jeden Fall die Garantie, einen sehr großen Käuferkreis anzusprechen.

Dieses System hat gerade für Anfänger viele Vorteile. Denn wenn du einen eigenen, unabhängigen Onlineshop eröffnen willst, musst du dich mit vielen technischen Dingen beschäftigen. Bei Amazon entfällt diese Notwendigkeit weitgehend. Zudem hast du die Möglichkeit, die ausgereifte Logistik von Amazon zu nutzen, die bei den Kunden einen großen Vertrauensvorschuss genießt. Klar: Dafür musst du auch zahlen. Aber viele Händler mit eigenem Onlineshop haben ein zweites Amazon-Standbein – ganz einfach deshalb, weil über Amazon sehr viele Kunden angesprochen werden.

Die monatliche Gebühr für deinen Amazon-Shop beträgt zurzeit 39 Euro. Dazu kommen Verkaufsgebühren pro gekauftem Artikel. Für Einsteiger wirbt Amazon mit einem kostenlosen ersten Probemonat.

 

KontoartMerkmalePreisgestaltung
BasiskontoGeeignet zum Verkauf von weniger als 40 Artikeln pro MonatFeste Gebühr pro Artikel von 0,99 EUR
Professionelles AnbieterkontoGeeignet zum Verkauf von mehr als 40 Artikeln pro MonatMonatliche Abonnementgebühr von 39,00 EUR

 

Und so geht’s:

  1. Melde dich bei Amazon
  2. Lade deine Produktdaten
  3. Kunden sehen deine Produkte – wahlweise nur auf amazon.de oder auf allen EU-Marktplätzen von Amazon.
  4. Kunden kaufen deine Artikel.
  5. Beim Versand hast du die Wahl:
    • Du versendest selbst oder
    • Amazon versendet für dich.
  6. Die Zahlung wird durch Amazon an dich weitergeleitet.

 

 

53. Nutze eBay für deinen Onlinehandel

Es gibt wohl kaum einen Onlineshop-Betreiber, der nicht irgendwann mit privaten Auktionen auf eBay angefangen hat. Hier sammelt man erste Erfahrungen: Welche Produkte verkaufen sich gut? Wann lohnt sich das Auktionsformat, wann der Festpreis? Welche Keywords ziehen viele Interessenten an?

Wenn du einen eigenen Onlineshop eröffnen willst, bietet das Online-Auktionshaus die eBay-Shops für gewerbliche Kunden an. Die Vorteile eines eBay-Shops sind klar: Du benötigst keine Programmierkenntnisse, kannst aber trotzdem einen Onlineshop eröffnen, der sogar über eine eigene URL verfügt. Und du nutzt einen weltweiten Online-Marktplatz. eBay stellt dir drei verschiedene Shopsysteme mit unterschiedlichen Konditionen zur Verfügung:

 

ShopsystemMerkmalePreis
Basis-Shop
  • Kostenloses Marketingtool Verkaufsaktionen
  • 400 Festpreisangebote im Monat kostenlos
  • € 29,95/Monat
  • € 299,40/Jahr
Top-Shop
  • Kostenloses Marketingtool Verkaufsaktionen
  • 2.500 Festpreisangebote im Monat kostenlos
  • 2,5 % Rabatt auf Verkaufsprovision
  • € 54,95/Monat
  • € 539,40/Jahr
Premium-Shop
  • Kostenloses Marketingtool Verkaufsaktionen
  • Unbegrenzt viele Festpreisangebote im Monat kostenlos
  • 5 % Rabatt auf Verkaufsprovision
  • € 254,95/Monat
  • € 2.519,40/Jahr

 

 

54. Helfen Gütesiegel deinem Onlineshop?

Wenn du dich bei deiner Konkurrenz umsiehst (was du übrigens regelmäßig tun solltest), fallen dir sicherlich immer wieder Gütesiegel auf, die beim Käufer Vertrauen schaffen sollen. Kein Zweifel: Das Vertrauen ist im Onlinehandel ein Wert an sich. Gütesiegel werden von verschiedenen Unternehmen angeboten. Die wichtigsten drei Anbieter sind:

 

Ausgebendes UnternehmenSiegelKosten
Trusted ShopsTrusted Shops
  • Basis: ab € 49,-/Monat
  • Performance: ab € 116,-
  • Performance Plus: ab € 204,-
TÜV Süds@fer shopping
  • Keine Pauschalen
  • Preis richtet sich nach dem Aufwand
EHI Retail InstituteEHI Geprüfter Online-Shop
  • Ab € 62,50/Monat

 

Natürlich gibt es für die Bezahlung nicht nur das Logo, sondern auch andere Dienstleistungen, wie zum Beispiel einen Supportservice, eine Geld-zurück-Garantie für die Kunden, rechtssichere Texte, die vor Abmahnungen schützen sollen und einiges mehr. Gerade wenn du das erste Mal einen Onlineshop eröffnest, kann dies hilfreich sein. Aber lohnt sich die Investition? Was bietet dir ein Gütesiegel?

Nach den Angaben der Zertifizierungs-Anbieter sind dies

checklist iconTraffic

checklist iconConversion

checklist iconKundenbindung

 

Insbesondere das TÜV-Siegel hat sicherlich einen hohen Bekanntheitsgrad und wirkt seriös. Ob sich aber mit Siegeln messbare Erfolge herstellen lassen, musst du selbst herausfinden. Beschränke dich dabei lieber auf jeden Fall auf ein Gütesiegel. Zu viele Siegel sorgen eher für Verwirrung beim Kunden.

 

 

55. Ideen statt nur Produkte verkaufen

Wenn du nicht kreativ und offen für neue Strategien bist, wirst du als Onlineshopbetreiber schnell Scheuklappen bekommen. Es ist schön, wenn sich eine bestimmte Produktpalette gut verkauft. Doch du musst die Augen offenhalten und auf Marktentwicklungen reagieren. Beziehe deshalb die Lebenswelten deiner Kunden in deinen Shop ein – vor allem deren typische Hobbys, die nicht unmittelbar mit deinem Sortiment im Zusammenhang stehen müssen. Dieses Vorgehen ist vor allem unter folgenden Aspekten wichtig:

  • Kundenbindung
  • Kundengewinnung über andere Produkte
  • Cross-Selling

 

Ein paar Beispiele:

Der Thermomix übernimmt inzwischen in vielen Haushalten das Kochen, Backen, Mixen, Schnippeln,… Doch was wäre das Küchengerät ohne passende Rezeptvorschläge? Clever werden hier direkt Ideen mitgeliefert, die den Nutzen des Thermomixes erst klar machen.

Auch der Gewürzanbieter Just Spices macht mit vielen weiteren Möglichkeiten auf sich aufmerksam. Neben der Rubrik Zubehör, wo Gewürzmühlen, Mörser und Co. angeboten werden, bieten auch die verschiedenen Guides zu den verschiedenen Ernährungsformen Unterhaltung einerseits und wecken Bedürfnisse andererseits.

Sagen wir also du eröffnest beispielsweise einen Online Shop für Rennräder. Fahrrad-Fans sind oft an Umwelt- und Naturthemen interessiert. Wenn du auf deiner Website für Fahrradsport auch Berichte über Reisen oder Outdoor-Artikel anbietest, weckst du Aufmerksamkeit. Die Kunden bleiben länger auf deiner Seite und kaufen zusätzliche Artikel. Und dazu kommen Neukunden über die Suche nach Outdoor-Zubehör auf deinen Shop.

Hierzu gehört auch die intelligente Verwendung von User- und Verkaufsdaten für das Cross-Selling, also den Verkauf von Produkten, die sich ergänzen oder häufig zusammen nachgefragt werden. Stelle deinen Kunden deshalb zu jedem Artikel folgende Informationen zur Verfügung:

  • Welche Artikel werden oft zusammen gekauft?
  • Welche Artikel haben sich Kunden angesehen, die diesen Artikel gekauft haben?
  • Welche Artikel haben Kunden gekauft, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

 

 

56. So machst du mehr aus nicht verfügbaren Produkten

Wenn sich ein Produkt in einem Onlineshop gut verkauft, freut das den Onlineshopbesitzer – so lange, bis der Artikel tatsächlich nicht mehr verfügbar ist. Das Problem: Viele Kunden suchen trotzdem nach diesem Gegenstand. Deshalb der Tipp: Lösche nicht sofort deine entsprechende Produktseite, sondern prüfe, ob du die Anfragen nutzen kannst. Denn auch diese können in eine Conversion verwandelt werden. Beispiele für den kreativen Umgang mit ausverkauften Waren:

  • Zeige das gleiche Produkt in anderen Farben an oder verweise auf vergleichbare Modelle!
  • Biete die Möglichkeit an, dass sich der interessierte Kunde benachrichtigen lässt, wenn der Artikel wieder eintrifft.

 

Ein weiteres Problem stellen Produkte dar, die beispielsweise von einer neueren Gerätegeneration abgelöst werden und deshalb auch in Zukunft nicht mehr lieferbar sein werden. In diesen Fällen gilt: Nutze auf jeden Fall das bisher mit dieser Seite erreichte Ranking!

  • Absolut unbefriedigend ist eine Error 404-Seite, die nach dem Löschen der entsprechenden Seite erscheint.
  • Besser ist ein 301-Redirect von der Ursprungsseite auf eine Seite mit dem verbesserten, neuen Produkt.
  • Existiert kein Nachfolger-Produkt, ist ein 301-Redirect auf die übergeordnete Kategorie eine gute Lösung.
  • Wenn absolut keine Alternative vorhanden ist, achte darauf, dass die Produktseite nach dem Löschen mit dem Status 410 versehen wird. Das verhindert bei Google tote Links auf deinen Webshop.

 

 

57. Verbessere deinen Kundensupport mit einem Helpdesk!

Die Qualität deines Kundensupports entscheidet über die Beliebtheit deines Onlineshops.

Um den Umgang mit Kundenanfragen zu optimieren, eignet sich ein modernes Ticketsystem. Diese fassen Serviceanfragen in Tickets zusammen. Die Software sorgt dafür, dass zu jeder Anfrage stets nachgesehen kann, wer sie angenommen hat, wie der Stand der Bearbeitung ist, welche Stichworte damit zusammenhängen oder welche Priorität die Anfrage hat. Die einzelnen Bearbeitungswege einer Anfrage werden zur späteren Auswertung gespeichert. Damit hast du eine gute Grundlage für die Ausarbeitung von Optimierungsprozessen. Auch die Verbesserung von FAQ-Datenbanken kann mit Helpdesk-Programmen erfolgen. Für die Synchronisation deines Onlineshops mit einem Helpdesk gibt es Zusatzprogramme (Middleware).

 

 

58. Live-Chat: Biete deinen Kunden den Extra-Service!

Für ein perfektes Einkaufserlebnis ist die Usability deines Shops ausschlaggebend. Beim Live-Chat erhält der Kunde sofort Antworten zu Produktfragen, Zubehör oder Versandmodalitäten. Er muss nicht zum Telefon greifen oder eine E-Mail schreiben, sondern tippt sein Anliegen einfach auf der Seite ein.
Dabei ist die Hürde geringer als beim Telefon, denn Anfragen werden schneller gestellt. Gegenüber deinen Konkurrenten hast du somit einen echten Mehrwert, der sich langfristig auszahlen wird.

 

 

59. Mit Google Shopping mehr Kunden erreichen

Selbstverständlich macht auch Google mit, wenn es darum geht, vom Onlinehandel zu profitieren. Die Stichworte in diesem Zusammenhang sind

  • Google Shopping,
  • PLA (Product Listing Ads)
  • und das Google Merchant Center.

Diese Angebote von Google bieten dir die Möglichkeit, mit deinen Angeboten direkt bei den Google-Suchergebnissen sichtbar zu werden. Dafür lädst du im Google Merchant Center deine Produktdaten hoch und machst diese für Google Shopping und andere Google-Dienste verfügbar. Durch die Verknüpfung des Google Merchant Center-Kontos mit einem AdWords-Konto werden Shopping-Anzeigen direkt den Nutzern präsentiert.

Sicherlich kennst du auch die PLAs, in denen gleiche Produkte unterschiedlicher Anbieter in einer Anzeige präsentiert werden. Grundlage von PLA und Google Shopping sind deine Daten aus dem Merchant Center. Eine PLA-Kampagne kannst du über dein AdWords-Konto starten. Bei Google Shopping sind deine Angebote schon dann online, wenn du ein sehr niedriges AdWords-Gebot eingibst. Damit deine Angebote auch als PLA eine Chance haben, musst du – abhängig von den Keywordpreisen – teilweise recht viel bezahlen.

Tipp: Nutze Google Shopping zunächst mit niedrigen Beträgen und teste die Erfolgsquote – sprich: den Traffic und die Conversions für deinen Onlineshop, die darüber erzeugt werden.

 

60. Gewinne Neukunden mit Preissuchmaschinen

Preissuchmaschinen sind ein wichtiger Hebel für Traffic und gute Umsätze. So nutzen jede Woche mehrere Millionen Kunden Portale, bei denen Preise direkt verglichen werden können. Für Shopbetreiber ist die Nutzung von Preissuchmaschinen wie idealo.de oder billiger.de sehr rentabel. Denn Klicks von einem dieser Portale auf eines deiner Produkte weisen eine hohe Conversion auf. Schließlich kommen die meisten Besucher mit einer festen Kaufabsicht. Und für diese Klicks lassen sich Idealo & Co. bezahlen. Aber eben auch nur dafür. Aufnahme- oder Grundgebühren entfallen. Auch für dich als Shopbetreiber bieten sich Preissuchmaschinen an, um die Preise der Konkurrenz zu beobachten. Diese zwei Tipps solltest du auf jeden Fall beherzigen:

  1. Nicht jede Preissuchmaschine passt zu deinem Shop. Wähle deshalb gezielt aus und nutze vor allem Special-Interest-Portale!
  2. Halte deine Daten stets aktuell (Preise, Lieferbarkeit)! Denn jeder Klick auf ein ausgelaufenes oder tatsächlich teureres Angebot ist für dich mit Kosten verbunden.

Strukturierte Informationen auf deiner Seite sind das A und O, um von Preissuchmaschinen zu profitieren. Gerade wenn du einen Onlineshop eröffnen willst, hilft dir der Zwang zur Strukturierung, damit dein Geschäft von Anfang an funktioniert. Informiere dich deshalb darüber,

  • welche Daten von der jeweiligen Preissuchmaschine herangezogen werden,
  • welche Datenquellen dabei zu berücksichtigen sind,
  • wie die verschiedenen Systeme diese Daten verarbeiten und
  • welche Schnittstellen dafür genutzt werden.

 

61. So findest du Sponsoren für deinen Onlineshop

Eine tolle Geschäftsidee, eine intelligente Marketingstrategie, und auch das Design deines Onlineshops ist fertig. Jetzt fehlt nur noch das Geld. Wie kommt man an Sponsoren für die Selbstständigkeit? Am besten eignen sich hierfür Freunde und Bekannte – aber auch Crowdfunding ist eine gute Alternative. Das Konzept dahinter:

  1. Du stellst deine Geschäftsidee auf einer Crowdfunding-Plattform vor.
  2. Du gibst eine Mindestsumme an, die du benötigst.
  3. Potenzielle Unterstützer bieten auf dein Projekt.
  4. Wenn die Mindestsumme erreicht ist, bekommst du das Kapital in Form eines Darlehens.
  5. Wenn nicht: Versuche es erneut!

Natürlich muss dein Konzept hierfür überzeugend und kreativ sein. Den x-ten Onlineshop für Sportbekleidung ohne Alleinstellungsmerkmal wird niemand bereit sein zu unterstützen. Onlineportale für die Suche nach Investoren findest du unter den Stichwörtern Schwarmfinanzierung, Crowdfunding oder Geschäftsidee Finanzierung. Bekannte Webseiten dafür sind:

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von spezialisierten Crowdfunding-Seiten, zum Beispiel für Autoren, Sportvereine, Events oder ökosoziale Projekte.

 

62. Pinterest – mit der digitalen Pinnwand werben

Pinterest ist ähnlich wie Instagram und hat weltweit 100 Millionen Benutzer. Diese digitale Pinnwand ermöglicht es den Pinterest-Usern Bilder zu sammeln und wiederzuverwenden. Die Wiederverwendung geschieht dabei durch das Repinnen an das eigene Board. Pinterest wird gerade durch das Zusammenfügen von Bildern und Ideen interessant. Deshalb solltest du darauf achten, mit deinen Bildern einen eigenen Marken-Lifestyle zu entwickeln. Auch spielen Hashtags (#) bei Pinterest eine wichtige Rolle.

  • Achte auf relevante Keywords, wenn du Boards und Pins beschreibst.
  • Achte auch bei den Bildern deines Online-Shops auf die Alt- und Title-Tags, denn Pinterest nutzt diese Informationen zur Bildbeschreibung.
  • Analysiere die Aktivitäten der Instagram-User: Welche Inhalte funktionieren? Welche nicht? Nutze hierfür Pinterest Analytics.

 

Fazit

Wer einen Onlineshop eröffnen will, hat sich Großes vorgenommen. Das kann jedoch mit der richtigen Herangehensweise erfolgreich umgesetzt werden. Beherzigst du die Infos und Tipps zum Online Recht, kannst du kostspieligen Abmahnungen vorbeugen und mithilfe der Vorschläge zu Prozessoptimierungen kannst du viel Zeit, Nerven und Geld sparen. Somit gehst du kein großes finanzielles Risiko ein. Du willst schließlich möglichst wenig Geld ausgeben, sondern lieber möglichst schnell möglichst viel einnehmen. Um dies zu erreichen, haben Die Experten und ich dir mit den Shop- und Marketing-Tipps einige Werkzeuge an die Hand gegeben, mit denen du dir einen großen treuen Kundenkreis aufbauen kannst. Du solltest also nun bestens ausgestattet sein, um mit deinem Onlineshop voll durchzustarten. 🙂

Du hast weitere Tipps, die hier noch fehlen, aber unbedingt gelistet werden sollten? Dann hinterlasse sie gerne in den Kommentaren. Außerdem freue ich mich auf deine Erfahrungen beim Eröffnen eines Onlineshops. Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Last but not least ein großes Dankeschön an all die Experten, die sich Zeit genommen haben, um ihre Erfahrungen und Tipps weiterzugeben!

Nadeem Ahmad

Nadeem ist Director Marketing & Sales bei weclapp. Er hat Marketing & Wirtschaftsinformatik an der Goethe Universität in Frankfurt studiert und begeistert sich seit vielen Jahren für neue Technologien & Software.

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