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Akquise

Was bedeutet Akquise?

Mit dem Begriff „Akquise“ (Akquisition) werden Maßnahmen zur Kundengewinnung bezeichnet. In Marketing und Vertrieb wird u.a. zwischen Warm- und Kaltakquise unterschieden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warmakquise vs. Kaltakquise
  2. Direkte und indirekte Kundengewinnung
  3. Akquise nach Art der Kommunikationsform

Die Kundengewinnung in Form von Akquise ist ein wichtiger Bestandteil von Marketing und Vertrieb. In der Praxis kommen unterschiedliche Formen der Akquise sowie eine indirekte und direkte Kundenansprache zum Einsatz.

Warmakquise vs. Kaltakquise

Wer Akquise betreiben möchte, kann dabei entweder auf bereits vorhandene Kundenkontakte zurückgreifen (= Warmakquise) oder spricht potenzielle Kunden ohne vorherigen Kontakt an (= Kaltakquise).

Die Warmakquise gilt als effizientere Methode zur Neukundengewinnung. Da es bereits einen ersten Kontakt mit dem Neukunden gab, z.B. über eine Anmeldung zu einem Newsletter, sind das Vertrauen und die Gesprächsbereitschaft des Kunden höher.

Die Kaltakquise genießt bei den meisten Verbrauchern keinen guten Ruf. Sie fühlen sich durch die unvorbereitete Kontaktaufnahme meist überrumpelt und abgeschreckt. Heute ist die Kaltakquise aufgrund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ohnehin nicht mehr erlaubt. Um Kontakt aufnehmen zu dürfen, ganz gleich ob per Telefon, Mail oder Postsendung, müssen die Empfänger vorher schriftlich zugestimmt haben. Widersetzt sich ein Unternehmen den gesetzlichen Vorgaben, drohen empfindliche Bußgelder. Ähnliche strenge Regelungen gelten auch für den B2B-Bereich.

Direkte und indirekte Kundengewinnung

Akquise kann mit direkter und indirekter Kundenansprache durchgeführt werden.

  • direkte Kundenakquise: In diesem Fall wird die Zielgruppe zum Beispiel persönlich per Mail, Postbrief oder SMS angeschrieben. Auch ein Haustürbesuch oder das Verteilen von Flyern auf Messen und auf der Straße fällt in diesen Bereich.

  • indirekte Kundenakquise: Jede Werbemaßnahme, Social-Media-Marketing über Facebook und Instagram oder Suchmaschinenwerbung kann als indirekte Akquise betrachtet werden. Eine andere Bezeichnung wäre auch „Inbound Marketing“. Der potenzielle Neukunde soll durch Werbemaßnahmen aufmerksam gemacht werden und auf das Unternehmen zugehen, z.B. durch das Abonnement eines Newsletters oder einen Website-Besuch.

Akquise nach Art der Kommunikationsform

Unternehmen steht die gesamte Bandbreite moderner Kommunikation für die Akquise zur Verfügung. Sofern eine Einwilligung des potenziellen Kunden vorliegt, dürfen Unternehmen im Rahmen der Akquise anrufen, Briefe schreiben oder mailen.

  • Telefonakquise: Hier wird der Kunde direkt angerufen. Dafür muss der Kunde zuvor seine Telefonnummer angegeben und in Anrufe eingewilligt haben.

  • Akquise per Mail: Die Mail-Akquise erfolgt entweder per Newsletter, oder personalisiertem Mailing.

  • SMS-Akquise: Akquise per SMS ist eher selten, da sie von Verbrauchern als unseriös empfunden wird.

  • Kundengewinnung per Post: Ein Klassiker der Neukundengewinnung ist das Anschreiben. Unternehmen legen dem Brief Flyer oder Broschüren bei, um Kunden zum Kauf zu bewegen. Werbebriefe als Kaltakquise sind aufgrund der Gesetzgebung nicht erlaubt.

Als Bestandteil von Marketing und Sales wird Akquise von jedem wirtschaftlich orientierten Unternehmen betrieben. Wichtig ist dabei, dass die Firmen die gesetzlichen Rahmenbedingungen einhalten und die Wirkung ihrer Neukundengewinnung kontinuierlich auswerten. Der nachhaltige Erfolg der Akquise hängt davon ab, ob Kunden die Maßnahmen akzeptieren und positiv aufnehmen.

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  • Autor dieses Artikels ist Nadeem Ahmad, Director Marketing & Sales des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

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