Angebotskurve

Was ist die Angebotskurve?

Die Angebotskurve kommt aus der Wirtschaftstheorie. Sie veranschaulicht den Zusammenhang zwischen Preis und Angebot einer Ware oder Dienstleistung. Im Grundsatz besagt sie: Je höher der Preis eines Gutes, desto größer ist auch das Angebot auf dem Markt.

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    Lesedauer: 4:17 min

    Die Angebotskurve gehört zu den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre (VWL). Sie bildet ab, welche Menge von einem Gut bei einem bestimmten Preis angeboten oder hergestellt wird. Die Darstellung kann sowohl für einen einzelnen Hersteller (Anbieter) als auch für alle Anbieter im Markt erfolgen.

    Anhand der visuellen Darstellung in Form eines Preis-Mengen-Diagramms kann abgelesen werden, welche Menge eines Gutes Verkäufer zu einem bestimmten Preis anbieten möchten. Die Angebotskurve gibt also Aufschluss über das Verhalten von Anbietern.

    In der Theorie wird von einer sogenannten vollkommenen Konkurrenz ausgegangen. Das bedeutet, dass sämtliche Marktteilnehmer jederzeit wissen, zu welchen Konditionen ein bestimmtes Gut gehandelt wird. Unter dieser Voraussetzung entspricht die Angebotskurve exakt den Grenzkosten bzw. dem Gleichgewichtspreis. Die Anbieter sind gemäß dieser Annahme also bei jeder beliebigen Menge bereit, so viel zu verkaufen, bis die Grenzkosten und der Marktpreis gleich hoch sind.

     

    Warum steigt das Angebot bei steigendem Preis?

    Die Angebotskurve basiert auf folgender Annahme: Steigt der Preis bestimmter Güter, so ist der Anreiz für die Anbieter größer, das Angebot zu erhöhen. Anders formuliert: Je höher der Preis, desto höhere Stückzahlen werden von den Anbietern produziert oder bereitgestellt (Verschiebung der Kurve nach oben).

     

    Wie hängen Nachfragekurve und Angebotskurve zusammen?

    Die Nachfragekurve gehört ebenfalls zu den VWL-Grundlagen und stellt das Gegenstück zur Angebotskurve dar. Sie gibt Auskunft darüber, welche Menge eines bestimmten Gutes zum jeweiligen Preis nachgefragt oder konsumiert wird. Angebots- und Nachfragekurve müssen bei mehreren Fragestellungen zusammenhängend betrachtet werden – beispielsweise bei der Berechnung von Marktpreisen.

     

    Angebotskurve: Beispiel

    Nehmen wir an, Simone verkauft im Sommer mit einem Eiswagen hausgemachtes Vanilleeis an Passanten. Wie viel Eis Simone herstellt, hängt davon ab, welchen Preis sie dafür erhält. Ihre Angebotskurve sieht folgendermaßen aus:

    Angebotskurve

    Aus diesem Diagramm lassen sich mehrere Fakten ablesen:

    • Erst ab einem Preis von 1 Euro pro Verkaufseinheit möchte Simone Eis anbieten. Darunter ist das Geschäft nicht rentabel für Sie.
    • Simone kann in diesem Beispiel pro Tag maximal 10 kg Eis herstellen.
    • Bei 5 Euro produziert sie beispielsweise 5 kg täglich.

     

    Wie verschiebt sich die Angebotskurve?

    In der Realität ist das Angebot der Güter auf dem Markt selbstverständlich nicht nur vom Preisgefüge abhängig. Die angebotene Menge wird von zahlreichen weiteren externen Faktoren beeinflusst – darunter beispielsweise die Kosten für Rohstoffe, Kosten für Löhne, Kapitalkosten und Lagerkosten. Ändert sich einer dieser Faktoren, führt dies zu einer Verschiebung der Kurve innerhalb des Preis-Mengen-Diagramms.

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      Autor dieses Artikels ist , Senior Vice President Marketing & Sales des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

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