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Aufbewahrungsfristen

Was sind Aufbewahrungsfristen?

Ob Kaufmann oder Inhaber eines großen Unternehmens: Gewerbetreibende sind grundsätzlich dazu verpflichtet, Geschäftsunterlagen über mehrere Jahre aufzubewahren. Dieser Zeitraum gilt im Handels- und Steuerrecht als sogenannte Aufbewahrungsfrist. Durch Einhaltung der Aufbewahrungsfristen wird gewährleistet, dass sowohl der Gewerbetreibende als auch das Finanzamt jederzeit auf die entsprechenden Aufzeichnungen zugreifen können – beispielsweise im Rahmen einer Betriebsprüfung.

Inhaltsverzeichnis
  1. Was versteht man unter der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht?
  2. Wer muss die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen einhalten?
  3. Wie lange müssen Geschäftsunterlagen aufbewahrt werden?
  4. Welche Aufbewahrungsfristen sind für Privatpersonen gültig?
  5. In welcher Form muss die Aufbewahrung erfolgen?
  6. Wo muss aufbewahrt werden?
  7. Ab wann beginnt die gesetzliche Aufbewahrungsfrist?
  8. Welche Konsequenzen hat die Missachtung der Aufbewahrungsfristen?
  9. Gibt es eine Übersicht über die wichtigsten Dokumente und ihre Aufbewahrungsfrist?
  10. Was verjährt 2022?

Was versteht man unter der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht?

Die Aufbewahrung bestimmter Dokumente und Unterlagen ist sowohl für Gewerbetreibende als auch für Privatpersonen Pflicht. Dies ist immer handelsrechtlich oder steuerrechtlich begründet. Einzelheiten zu den Aufbewahrungsfristen sind vor allem in der Abgabenordnung (AO), aber auch im Handelsgesetzbuch (HGB) definiert.

Handelsrechtliche Aufbewahrungspflicht (HGB)

Durch § 257 HGB sind alle Unternehmer und Kaufleute dazu verpflichtet, geschäftsrelevante Unterlagen für einen bestimmten Zeitraum aufzubewahren.
§ 238 HGB sieht zusätzlich vor, dass die Buchführung vollständig und nachvollziehbar erfolgen muss. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sämtliche Geschäftsereignisse auch von Dritten geprüft werden können.
Steuerrechtliche Aufbewahrungspflicht (AO)

In § 147 AO (Abgabenordnung) ist klar festgelegt, welche Unterlagen aufbewahrt werden müssen. Da die Buchführung jedoch noch weiteren Gesetzen unterliegen kann, schreibt § 140 AO vor, dass deren Anforderungen ggf. auch für die Besteuerung zu erfüllen sind. Demnach müssen einige Unternehmer und Kaufleute auch handelsrechtliche Fristen berücksichtigen.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Verordnungen, die Aufbewahrungsfristen festsetzen. Diese werden zumeist nach Jahren bemessen. Dazu zählt z.B. die Gewerbeordnung, denn Aufbewahrungsfristen können sich auch aus der Höhe des Umsatzes oder des Gewinns eines Unternehmens ergeben. Daher gilt für Gewerbetreibende:

  • Gemäß § 141 Abs. 1 Nr. 1 AO besteht ab einem Umsatz von 600.000 Euro im Jahr Buchführungspflicht – demzufolge müssen auch die Aufbewahrungsfristen für die entsprechenden Unterlagen eingehalten werden.
  • Dies gilt ebenfalls für einen Gewinn ab 60.000 Euro – s. § 141 Abs. 1 Nr. 4 AO.
  • Nach § 148 AO kann das Finanzamt auch Ausnahmen von der Aufbewahrungspflicht machen.

Wer muss die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen einhalten?

Grundsätzlich gilt: Wer im Sinne des Handels- und Steuerrechts zur Buchführung verpflichtet ist, muss auch dafür Sorge tragen, dass die entsprechenden Dokumente ordnungsgemäß aufbewahrt werden bzw. jederzeit abrufbar sind. Während das Handelsrecht vor allem Kaufleute zur Aufbewahrung ihrer Unterlagen verpflichtet, sieht das Steuerrecht vor, dass jeder Steuerpflichtige die Aufbewahrungsfristen einhalten muss. Als Gewerbetreibende sind dies:

GeschäftsformAufbewahrungspflichtige(r)
Aufbewahrungspflicht bei AGs,
Genossenschaften, Stiftungen & Vereinen
Geschäftsführung
Aufbewahrungspflicht bei EinzelunternehmenInhaber
Aufbewahrungspflicht bei OHGsjeder Gesellschafter
Aufbewahrungspflicht bei stillen GesellschaftenInhaber des Handelsgeschäfts

Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Privatleute aufbewahrungspflichtig und müssen demzufolge auch die verschiedenen Aufbewahrungsfristen berücksichtigen.

Wie lange müssen Geschäftsunterlagen aufbewahrt werden?

Steuerrechtliche Geschäftsunterlagen unterliegen einer Aufbewahrungsfrist von 6 bzw. 10 Jahren. Die jeweiligen Aufbewahrungsfristen sind durch die Abgabenordnung (AO) festgelegt:

Aufbewahrungsfrist von 6 Jahren

6-jährige Aufbewahrungsfristen gelten für alle Geschäftsunterlagen,
die nicht unter die 10-jährige Aufbewahrungsfrist fallen.
Dazu gehören:

• Original empfangener Handels- oder
Geschäftsbriefe
• Kopien ausgehändigter Handels- oder
Geschäftsbriefe
• Geschäftspapiere
• für die Besteuerung relevante Unterlagen

Unter letztere Rubrik fallen wiederum:
• Angebote
• Auftragsbestätigungen
• Buchführung
• Mahnungen
• Versicherungspolicen
• Verträge.
Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren

10-jährige Aufbewahrungsfristen
gelten nach § 147 Abs. 3 AO sowie § 147 Abs. 1 Nr. 1, 4 und
4a AO für die folgenden Unterlagen:


• Bankunterlagen, Buchungsbelege & Kontoauszüge
• Handelsbücher
• Eröffnungsbilanz inkl. Arbeitsanweisungen &
Organisationsunterlagen
• Fahrtenbücher
• Inventare
• Jahresabschlüsse
• Lageberichte
• Lieferscheine
• Rechnungen, Quittungen
• Reise- und Hotelkostenabrechnung
• Steuererklärungen &
Umsatzsteuervoranmeldungen.

Welche Aufbewahrungsfristen sind für Privatpersonen gültig?

Bei einigen privaten Unterlagen müssen bestimmte Aufbewahrungsfristen eingehalten werden. Dazu gehören insbesondere:

  • Bankunterlagen: Bei Nachweisen über bezahlte Rechnungen, Kontoauszügen und Quittungen gelten Aufbewahrungsfristen von drei Jahren.
  • Handwerkerrechnungen: Gemäß § 14b Abs. 1 UStG (Umsatzsteuergesetz) müssen Handwerkerrechnungen von jedem Haushalt aufbewahrt werden, um die ordnungsgemäße Versteuerung der handwerklichen Leistungen nachzuweisen. Die Aufbewahrungsfristen liegen hier meist bei zwei Jahren und sind i.d.R. auf der Rechnung notiert.
  • Belege für Hausbau: Beim Bau eines Eigenheims gilt eine Aufbewahrungsfrist von fünf Jahren. In dieser Zeitspanne sind Gewährleistungen auf Baumängel oder andere handwerkliche Arbeiten möglich.
  • Immobilienkaufverträge haben i.d.R. eine lebenslange Aufbewahrungsfrist. Gleiches gilt für ärztliche Unterlagen sowie Rentenunterlagen.
  • Kaufbelege & Quittungen: Bei Rechnungen bzw. Lieferscheinen für hochwertige Neuwaren gelten Aufbewahrungsfristen von zwei Jahren. Diese markieren den Zeitraum, in dem die gesetzliche Gewährleistungsfrist nach § 437 ff. BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) durch den Verkäufer geregelt ist.
  • Nachweise über Mietzahlungen unterliegen einer Aufbewahrungsfrist von vier Jahren.
  • Steuerunterlagen sind nicht aufbewahrungspflichtig, sofern es sich um eine berufliche Anstellung handelt. Bei Selbstständigkeit gelten Aufbewahrungsfristen von 10 Jahren.
Achtung: Aufbewahrungsfristen beginnen erst mit Ende des Kalenderjahres, in welchem die Rechnung ausgestellt / entgegengenommen wurde. Bedeutet im Klartext: Wer im Januar 2019 seine Kontoauszüge zu bezahlten Rechnungen erhalten hat, darf diese erst am Ende des Jahres 2022 vernichten.

In welcher Form muss die Aufbewahrung erfolgen?

Für die Form der Aufbewahrung von Unterlagen gibt es klare gesetzliche Vorschriften. Im Vordergrund steht hier vor allem die Lesbarkeit der Dokumente, die ggf. auch noch nach Jahren gewährleistet sein muss. Ein Beispiel hierfür ist § 14 Abs. 1 Satz 2 UStG: Rechnungen müssen zehn Jahre lang lesbar sein. Als Konsequenz ergibt sich hieraus zum Beispiel, dass von Rechnungen, die auf Thermopapier gedruckt wurden – und daher im Lauf der Zeit unleserlich werden – Kopien angefertigt werden müssen. Diese sind zusammen mit dem Original aufzubewahren.

  • Im Original aufzubewahren sind: Jahresabschlüsse und Eröffnungsbilanzen gemäß § 147 Abs. 2 AO.
  • Als Kopie / bildliche Wiedergabe aufzubewahren sind: Rechnungen, Handelsbriefe, Geschäftsbriefe §14 UStG, § 14b UStG. Die Aufbewahrung von Unterlagen als bildliche Wiedergabe erfordert eine originalgetreue Übertragung des Dokuments auf das Speichermedium. Im Einzelfall kann sich die Originaltreue auch auf die Farbigkeit beziehen, wenn z.B. bei einer Rechnung erst die Farbe Aufschluss darüber gibt, ob es sich bei dem gescannten oder kopierten Dokument um das Original handelt. Beispielsweise kann eine Rechnung digital gescannt und das Original anschließend vernichtet werden. Diese Aufbewahrung entspricht den Grundsätzen von § 147 Abs. 2 AO in Verbindung mit Teilziffer VIII GoBS (Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme). Dafür muss das Scannen nach einer Organisationsanweisung erfolgen, die folgende Angaben enthält (und die selbst wiederum aufbewahrt werden muss):
    • Scannen durch dazu berechtigte Person
    • Datum des Scans
    • gescannte Objekte
    • Form der Qualitätskontrolle und Fehlerprotokollierung
    • Erforderlichkeit der Übereinstimmung der Unterlagen mit den Originalen (bildlich oder inhaltlich).
  • Für elektronisch übermittelte Rechnungen gilt ein sogenanntes innerbetriebliches Kontrollverfahren, durch das ein verlässlicher Zusammenhang zwischen Rechnung und Leistung sichergestellt wird. Siehe hierzu das BMF-Schreiben vom 1. Juli 2011.
  • In Form einer inhaltlichen Wiedergabe aufzubewahren sind alle sonstigen Unterlagen, für die eine Aufbewahrungspflicht gilt.
  • Für originär digitale Unterlagen gilt: Diese sind so aufzubewahren, dass eine maschinelle Auswertung möglich ist (daraus folgt unter anderem, dass die Form der Aufbewahrungspflicht für ein Computerfax anders ist als für ein Standard-Telefax). Digitale Medien müssen vollständig auf das Speichermedium übertragen und inhaltlich richtig wiedergegeben werden.

Achtung bei E-Mail-Archivierung: Unter Umständen ist auch elektronischer Schriftverkehr aufbewahrungspflichtig. Geschäftlich erhaltene und versandte E-Mails fallen unter die Rubrik Handels- und Geschäftsbriefe und müssen gemäß § 257 HGB aufbewahrt werden.

Wo muss aufbewahrt werden?

Auch auf die Frage, an welchen Ort die Unterlagen im Rahmen der Aufbewahrungsfristen aufbewahrt werden müssen, gibt das Gesetz Auskunft. So müssen gemäß § 146 Abs. 2 AO Bücher und andere Aufzeichnungen im Geltungsbereich des Gesetzes, sprich in Deutschland, aufbewahrt werden.

Stichwort Daten in der Cloud: Digitale Aufzeichnungen und elektronische Bücher können auch außerhalb Deutschlands aufbewahrt werden. Dafür muss allerdings ein schriftlicher Antrag gestellt werden, s. § 146 Abs. 2a AO.

Im Einzelnen gilt hierzu:
  • Dem Finanzamt muss der Standort des Datenverarbeitungssystems mitgeteilt werden.
  • Der Steuerpflichtige muss seinen Mitwirkungs- und Auskunftspflichten nachkommen sein (§§ 90, 93, 97, 140 bis 147, 200 Abs. 1 und 2 AO).
  • Der Zugriff auf die Daten durch die Finanzverwaltung muss jederzeit gewährleistet sein.
  • Insgesamt darf die Besteuerung durch die Aufbewahrung außerhalb Deutschlands nicht gefährdet werden.

Eine elektronische Rechnung darf im übrigen Gemeinschaftsgebiet (also in der EU) aufbewahrt werden, wenn eine vollständige Fernabfrage und ein Herunterladen möglich sind (§ 14b Abs. 2 Satz 2 UStG).

Im Handelsgesetzbuch findet sich keine Bestimmung über den Aufbewahrungsort von Unterlagen, jedoch muss gewährleistet sein, dass diese innerhalb eines angemessenen Zeitraums verfügbar gemacht werden können (§ 239 Abs. 4 Satz 2 HGB).

Ab wann beginnt die gesetzliche Aufbewahrungsfrist?

Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist beginnt grundsätzlich mit Ende des Kalenderjahres, in welchem das entsprechende Dokument aufgesetzt wurde.

Beispiel Jahresabschluss:
A ist Unternehmer und als Kaufmann zur Buchführung verpflichtet. Der Jahresabschluss für das Jahr 2018 wurde von seiner Buchhaltung im Oktober 2019 fertiggestellt. Die Aufbewahrungsfrist für dieses Dokument beginnt somit zum Schluss des Jahres 2019, die Aufbewahrungsfrist endet am 31. Dezember 2029.

Welche Konsequenzen hat eine Missachtung der Aufbewahrungsfristen?

Ein Gewerbetreibender kommt seiner Aufbewahrungspflicht nicht nach, wenn er aufbewahrungspflichtige Dokumente vor Ablauf der Aufbewahrungsfristen beschädigt bzw. zerstört, verlegt oder absichtlich verschwinden lässt.

Grundsätzlich gilt: Wer sich nicht an die gesetzliche Aufbewahrungspflicht und die Aufbewahrungsfristen für Dokumente und Unterlagen hält, muss mit steuerlichen Nachteilen rechnen, eventuell sogar mit ordnungswidrigkeitsrechtlichen oder strafrechtlichen Sanktionen. Als Grundlage hierfür dienen die im Strafgesetzbuch (StGB) sowie in der Abgabeverordnung (AO) vermerkten Konsequenzen:

  1. Dem Finanzamt obliegt es, die entsprechenden Vermögensgegenstände, Umsätze und Gewinne durch Hinzuziehen von Vergleichswerten zu schätzen, wenn die Besteuerungsgrundlage aufgrund der verletzten Aufbewahrungsfristen nicht mehr nachvollzogen werden kann.

  2. Abhängig vom Tatbestand kann das Gericht auch vom Vorliegen einer Straftat ausgehen. In solch einem Fall drohen hohe Geld- oder sogar Freiheitsstrafen. Zum Straftatbestand gehören beispielsweise:
    • Insolvenzstraftaten, § 283 ff. StGB
    • falsche Angaben nach § 399 AktG
    • falsche Angaben nach § 82 GmbHG
    • falsche Angaben oder unrichtige Darstellung nach § 147 GenG
    • Urkundenunterdrückung, § 274 StGB
    • Steuerhinterziehung, § 370 AO./li>

Als Ordnungswidrigkeiten kommen in Betracht:

  • leichtfertige Steuerverkürzung, § 378 AO
  • Steuergefährdung, § 379 AO.

Bevor ein Gewerbetreibender wegen einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit verfolgt wird, müssen allerdings noch andere Voraussetzungen erfüllt sein, die über das bloße Nichtvorhandensein der Rechnungen, Dokumente oder Unterlagen hinausgehen. Ein bloßes Vergessen oder eine bloße Nachlässigkeit führt als solche in der Regel noch nicht zu einer Bestrafung. In der Praxis sind es vor allem die steuerlichen Nachteile, die man zu befürchten hat, wenn man gegen die Aufbewahrungsfristen verstößt.

Gibt es eine Übersicht über die wichtigsten Dokumente und ihre Aufbewahrungsfrist?

Im Folgenden finden Sie eine alphabetisch geordnete Übersicht der Aufbewahrungsfristen ausgewählter Dokumente und Unterlagen. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass allein aufgrund der Bezeichnung eines Dokuments nicht unbedingt auf die gesetzliche Aufbewahrungspflicht geschlossen werden kann. Im Einzelfall kommt es immer auf die konkrete Funktion der Unterlagen an.

Zur besseren Übersicht sind einige Unterlagen, für die unterschiedliche Begriffe existieren, unter anderen Stichwörtern gelistet.

GegenstandAufbewahrungsfrist
(Jahre)
Abkürzungsverzeichnis10
Abrechnungsunterlagen10
Abschreibungsunterlagen10
Abtretungserklärungen (Zessionen), soweit erledigt6
Akkreditive6
Aktenvermerke6
Aktenvermerke bei Buchungsbelegen oder Bilanzunterlagen10
Änderungsnachweise in der EDV-Buchführung10
Angebote, auf denen ein Auftrag folgte6
Anlagenvermögensbücher, Anlagenkarteien10
Anmeldungen, Abmeldungen, Ummeldungen zur Krankenkasse6
Arbeitsanweisungen (auch für die EDV-Durchführung)10
Aufbewahrungsvorschriften in der EDV-Buchführung10
Aufzeichnungen10
Ausgangsrechnungen10
Außenhandelsunterlagen6
Auszahlungsbelege10
Außendienstabrechnungen (Buchungsbelege)10
Außendienstabrechnungen (keine Buchungsbelege)6
Bahnfrachtbriefe6
Bankbelege10
Bankbürgschaften, wenn Vertrag beendet10
Baubeschreibungen6
Belegformate10
Belege mit Buchungsfunktion10
Benutzerhandbücher in der EDV-Buchführung10
Bestandsverzeichnisse10
Betriebskostenrechnungen10
Betriebsprüfung: Berichte nach steuerlicher Außenprüfung6
Bewertungsunterlagen10
Bewirtungsunterlagen, soweit für die Steuer oder als Buchungsbeleg erforderlich10
Bilanzen, Bilanzbücher10
Buchführungsunterlagen10
Buchungsbelege10
Code-Pläne für die Buchführung10
Darlehens-Unterlagen, soweit Vertrag beendet6
Darlehens-Unterlagen, soweit diese als Buchungsbeleg dienen10
Dauerauftrag nach Vertragsende10
Dauervorschüsse10
Dateibeschreibungen10
Dateiverzeichnisse10
Datensicherung: Regeln10
Debitorenauflistungen, wenn Bilanzunterlage, Debitorenkonten10
Depots: Auszüge (nicht Inventare), Bestätigungen, Bücher10
Edelmetallbestände10
Eingabebeschreibungen in der EDV-Buchführung10
Einfuhr: Unterlagen (Zollunterlagen, Genehmigungen, Erklärungen usw.)10
EDV-Buchführung: Eingabebeschreibungen, Änderungsnachweise, Aufbewahrungsvorschriften, Benutzerhandbücher, Fehlermeldungen und Fehlerkorrekturanweisungen (wenn Buchungsbelege), Organisationsunterlagen,
Speicherbelegungsplan, Zugriffsregelungen
10
Eingabedaten-Formate10
Eingangsrechnungen10
Einkaufsbücher10
Export-Unterlagen10
Fahrtkostenerstattung: Unterlagen10
Fehlermeldungen und Fehlerkorrekturanweisungen in der EDV-Buchführung (wenn Buchungsbelege)10
Frachtbriefe6
Gehaltslisten, Sonderzahlungslisten, wenn Buchungsbeleg10
Geschäftsberichte10
Geschäftsbriefe (zugegangene) und -kopien (versandt)6
Geschäftsbriefe (zugegangene) und -kopien (versandt), wenn Buchungsbeleg10
Geschenke, Nachweise darüber10
Gewinn- und Verlustrechnungen (Jahreserfolg)10
Grundbuch: Auszüge, wenn Unterlagen zur Inventur10
Handelsbriefe (nicht Gutschriften oder Rechnungen)6
Handelsbücher10
Handelsregisterauszüge mit Beglaubigung10
Hauptbuchkonten10
Importrechnungen10
Inventare nach § 240 Handelsgesetzbuch10
Investitionszulagen6
Jahresabschluss10
Jahresabschluss, Anhang (§ 264 HGB)10
Jahreskontoblätter10
Jubiliarfeierunterlagen10
Kalkulationsunterlagen, die im Sinne des Steuerrechts oder Handelsrechts relevant sein können10
Kapitalerhöhungsunterlagen6
Kassenberichte, Kassenbücher und -blätter10
Kassenzettel, soweit keine Tagessummen-Bons gesammelt werden (dann keine Aufbewahrungspflicht)10
Konnossemente6
Kontenpläne und Änderungen zu Kontenplänen10
Kontenregister10
Konto-Auszüge10
Kontokorrentbücher10
Konzernabschluss nach § 290 HGB, Lagebericht (§§ 290, 350 HGB)10
Kreditunterlagen (Korrespondenz), nach Ablauf des Vertrags6
Kreditunterlagen (Buchungsbelege), nach Ablauf des Vertrags10
Lageberichte, soweit diese zu den Bilanzunterlagen gehören10
Lagerbuchführung10
Lagerprotokolle6
Lieferscheine, soweit kein Belegnachweis6
Lieferscheine als Belegnachweise, zum Beispiel im Zusammenhang mit Rechnungen10
Lohnlisten (Endzahlungen, Zwischenzahlungen, Sonderzahlungen)6
Lohnbelege10
Luftfrachtbriefe6
Mahnungen, Mahnbescheide6
Materialabrechnungen10
Mietunterlagen, soweit Vertrag beendet und Buchungsbeleg10
Montageversicherungsakten10
Nachnahme, Belege10
Nebenbücher10
Nettolohnlisten10
Organisationsunterlagen in der EDV-Buchführung10
Organschaftsabrechnungen10
Pachtunterlagen, soweit Vertrag beendet und Buchungsunterlage10
Preislisten, soweit keine Unterlagen zur Bewertung oder Buchung6
Preislisten als Bewertungsunterlagen oder Buchungsunterlagen10
Programmablaufbeschreibungen, Programmverzeichnisse10
Proteste (Wechsel, Scheck)10
Prozessakten, Prozessunterlagen10
Quittungen10
Rechnungen (Ausgang, Eingang)10
Reisekostenabrechnungen10
Rückwareneingangsjournale6
Sachkonten10
Salden-Bilanzen10
Scheck- und Wechselunterlagen6
Scheck- und Wechselunterlagen, soweit diese Buchungsbelege sind10
Speicherbelegungsplan in der EDV-Buchführung10
Spendenbescheinigungen als Unterlagen für die Buchung10
Steuerbescheide10
Steuererklärungen10
Telefonkostennachweise, soweit Buchungsbelege10
Testate als Teil der Bilanz10
Verbindlichkeiten-Zusammenstellungen10
Vermögensverzeichnisse10
Versandunterlagen und Frachtunterlagen als Buchungsbelege10
Verträge nach Vertragsbeendigung10
Wareneingangsbücher, Warenausgangsbücher10
Wechsel10
Zahlungsanweisungen10
Zollbelege10
Zugriffsregelungen in der EDV-Buchführung10
Zwischenbilanz bei Wirtschaftsjahrumstellung oder Wechsel der Gesellschafter10

Was verjährt 2022?

Ab dem 1. Januar 2022 können viele steuerlich relevante entsorgt werden. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzten Eintragungen in die Unterlage gemacht wurden, also zum Beispiel die letzte Buchung erfolgte oder in dem die Unterlage erstellt wurde.

Ab dem 1. Januar 2022 können demnach alle Unterlagen vernichtet werden, die 2010 erstellt oder zuletzt geändert wurden.

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Autor dieses Artikels ist Ertan Özdil, CEO, Gründer und Gesellschafter des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

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