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Customizing

Was ist Customizing?

Unter Customizing wird allgemein die Anpassung von Serienprodukten an die individuellen Bedürfnisse von Kunden verstanden. Auch bei Software wie ERP-Systemen hat Customizing hohe Relevanz, da es die Abbildung unternehmensindividueller Anforderungen ermöglicht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was heißt Customizing auf Deutsch?
  2. Was ist Customizing von Software?
  3. Was versteht man unter SAP Customizing?
  4. Beispiele: Was wird beim Customizing eingestellt?

Was heißt Customizing auf Deutsch?

Der Anglizismus Customizing wird vordergründig im deutschsprachigen Raum verwendet. Er kommt von „custom“, was im Deutschen „maßgeschneidert“ bedeutet. Der Begriff kann demnach auch mit Individualisierung oder Personalisierung übersetzt werden.

Was ist Customizing von Software?

Software lässt sich auf verschiedene Arten an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen. Eine Möglichkeit ist die Entwicklung von Individualsoftware, die aufgrund der hohen Kosten jedoch nur in wenigen Fällen sinnvoll und wirtschaftlich ist. Wesentlich weiter verbreitet ist Standardsoftware, die sich in gewissem Maße an die Prozesse und Organisationsstrukturen von Unternehmen anpassen lässt.

Das klassische Beispiel sind ERP-Systeme wie SAP, die allesamt eine Anpassung erlauben. Es handelt sich schlicht um die Einstellung zahlreicher Parameter. Der Quellcode wird hierbei – anders als bei der sogenannten Modifikation – nicht verändert.

Was versteht man unter SAP Customizing?

Unter SAP Customizing ist die unternehmensindividuelle Konfiguration der ERP Software von SAP zu verstehen. In der Regel werden die Anpassungen aufgrund der Komplexität durch spezialisierte Berater vorgenommen.

Beispiele: Was wird beim Customizing eingestellt?

Unabhängig davon, ob es sich um SAP oder ein anderes ERP-System handelt: Der ausgelieferte Standard muss stets individuell angepasst werden. Gängig sind insbesondere folgende Einstellungen:

Konfigurationsbereich Beispiele für Anpassungen
Organisationsstruktur Standorte, Niederlassungen, Vertriebsstruktur, Einkaufsorganisation, Produktion, Lager etc.
Prozesse Einzelschritte von Workflows wie der Materialbeschaffung oder der Rechnungsbearbeitung
Schnittstellen z. B. für die Anbindung von Drittsystemen
Länderspezifische Einstellungen Sprache, Währung
Oberflächen Anpassung der Darstellung, Aktivierung oder Deaktivierung einzelner Funktionen
Formulare Anpassung des Layouts von Rechnungen, Lieferscheinen und weiteren Dokumenten
Benutzergruppen und Berechtigungen Zur Steuerung des Zugriffs auf Prozesse und Daten

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Autor dieses Artikels ist Ertan Özdil, CEO, Gründer und Gesellschafter des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

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