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Datenbank

Was ist eine Datenbank?

Eine Datenbank ist ein System zur elektronischen Verwaltung von Daten. Die Kernaufgabe von Datenbanken liegt in der effizienten, dauerhaften und fehlerfreien Speicherung großer Datenmengen sowie in der bedarfsgerechten Bereitstellung benötigter Informationen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wofür braucht man eine Datenbank?
  2. Wie funktioniert eine Datenbank?
  3. Welche für Datenbanken gibt es?

Wofür braucht man eine Datenbank?

Datenbanken sind fester Bestandteil jeder IT-Landschaft in Unternehmen. Sie werden immer dann benötigt, wenn Software-Lösungen zum Einsatz kommen und eine gemeinsame, konsistente Datenbasis wichtig ist. Darüber hinaus stellen die Richtigkeit, Vollständigkeit und Verfügbarkeit von Daten heute bedeutsame Faktoren für den Geschäftsbetrieb dar. Unternehmen brauchen also zwingend funktionierende Datenbanken, um aktionsfähig zu sein.

Annähernd alle Business-Anwendungen – darunter Systeme wie ERP, CRM und Warenwirtschaft – nutzen eine Datenbank, um Informationen zu speichern und dem Benutzer zur Verfügung zu stellen.

Wie funktioniert eine Datenbank?

Datenbanksysteme bestehen per Definition aus zwei Komponenten:

  • Datenbankmanagementsystem (DBMS): Software für die Verwaltung der Datenbank
  • Datenbank: Speichern von Informationen in Form einzelner Datensätze
Datenbanksystem

Am weitesten verbreitet sind sogenannte relationale Datenbanken. Sie basieren auf Tabellen (Relationen), in denen die einzelnen Datensätze abgelegt werden. Sie stehen hier zudem bereit, um abgerufen oder neu geordnet zu werden. Für das Management und den Abruf der Daten ist das Datenbank-Management-System (DBMS) zuständig. Relationale DBMS nutzen hierzu die Datenbanksprache SQL (Structure Query Language). Hierbei haben die verschiedenen Datenbank-Hersteller oft einen eigenen „SQL-Dialekt“ entwickelt. Dieser spiegelt sich in der Bezeichnung der Sprache wider (z. B. T-SQL, PL-SQL).

Das Gegenstück zu relationalen Datenbanken bilden sogenannte NoSQL-Datenbanken. Die vergleichsweise junge Technologie ermöglicht es, Daten in unstrukturierter Form zu speichern. Bedeutsam ist dieser Ansatz insbesondere in Szenarien mit großen Datenmengen aus heterogenen Quellen (Big Data).

Welche für Datenbanken gibt es?

Unternehmen haben mittlerweile die Wahl zwischen vielen verschiedenen Arten von Datenbanken. Die gängigsten können folgender Übersicht entnommen werden:

Datenbank-TypCharakteristik / Beispiel
Relationale DatenbankenSpeicherung von Daten in Tabellen, ideal für strukturierte Informationen, Abfrage via SQL, klassische Basis von Business Software 
Objektorientierte DatenbankenInformationen werden in Form von Objekten dargestellt, ideal einsetzbar in Kombination mit objektorientierter Programmierung
Verteilte DatenbankenDatenbank besteht aus mehreren Dateien, die sich an unterschiedlichen Orten befinden; Speicherung kann auf mehreren Rechnern erfolgen
Data WarehousesDatenbanktyp, der für schnelle Analysen und Abfragen optimiert ist; wird oft in Business-Anwendungen eingesetzt
NoSQL-DatenbankenSpeicherung von unstrukturierten und semistrukturierten Daten, geeignet für das Management von Big Data 
Cloud-DatenbankenSammlung von unstrukturierten oder strukturierten Daten in einer öffentlichen, privaten oder hybriden Cloud; Zugriff via Internet 
In-Memory-DatenbankenSpeichert Daten im Arbeitsspeicher eines PCs, Benutzer profitiert von hoher Performance bei Abfragen 
Open-Source-DatenbankenOffener Quellcode, z. B. MongoDB 

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Autor dieses Artikels ist Ertan Özdil, CEO, Gründer und Gesellschafter des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

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