Quartalsabschluss

Was ist ein Quartalsabschluss?

Der Quartalsabschluss (auch Quartalsbericht genannt) gibt Auskunft darüber, wie sich ein Unternehmen im Verlauf der letzten drei Monate (im letzten Quartal) entwickelt hat. Einige Unternehmen erstellen diesen Zwischenbericht freiwillig. Für andere ist er hingegen gesetzlich verpflichtend.

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    Lesedauer: 1:22 min

    Was ist ein Quartalsabschluss? (ausführliche Definition)

    Beim Quartalsabschluss handelt es sich um einen vierteljährlichen Abschluss-Bericht eines Unternehmens, der Auskunft über dessen Geschäftsentwicklung gibt. Erstellt wird er auf Basis aktueller Daten aus der Buchhaltung. Die unterjährigen Abschlüsse sind hilfreich, da sie frühzeitig (noch vor dem Jahresabschluss) Einblicke in die finanzielle und wirtschaftliche Lage von Unternehmen bieten. Dadurch wird die aktuelle Entwicklung transparent. Zudem können aufgrund der Informationen aus dem Abschluss etwaige Probleme schneller beseitigt werden.

    Neben dem Quartalsabschluss gibt es noch weitere Zwischenberichte. Hierzu zählen der Monatsabschluss (Monatsbericht) und der Halbjahresabschluss (Halbjahresbericht). Erstellt werden sie allesamt nach denselben Grundsätzen der Rechnungslegung, die auch für den Jahresabschluss gelten. Bei den meisten Unternehmen sind dies die International Financial Reporting Standards (IFRS), bei den übrigen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Anders als Jahresabschlüsse muss die Zwischenberichterstattung in Deutschland nicht durch Wirtschaftsprüfer überprüft werden.

    Wann muss ein Unternehmen einen Quartalsabschluss vorlegen?

    Seit 2007 ist die Zwischenberichterstattung in Deutschland durch das Wertpapierhandelsgesetz geregelt. Es verpflichtet börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Deutschland dazu, Zwischenberichte zu erstellen. Zwingend vorgeschrieben sind hierbei halbjährliche Abschlüsse. In aller Regel erstellen Unternehmen jedoch Quartalsabschlüsse, um die Unternehmensentwicklung zeitnäher abzubilden und mehr Transparenz für Investoren zu schaffen. Wer gesetzlich zur Erstellung von Zwischenberichten verpflichtet ist, muss seine Halbjahresabschlüsse spätestens drei Monate nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlichen. Zudem besteht in diesem Fall eine Aufbewahrungspflicht für die Dauer von zehn Jahren.

    Was gehört in einen Quartalsbericht?

    Verglichen mit dem Jahresabschluss hat ein Quartalsabschluss meist einen weitaus geringeren Umfang. Für (meist international agierende) Unternehmen, die ihre Beschlüsse nach IFRS erstellen, gehören folgende Komponenten und Informationen dazu:

    • Bilanz
    • Gesamtergebnisrechnung
    • Kapitalflussrechnung
    • Eigenkapitalveränderungsrechnung

    Unternehmen, die nach HGB berichten, benötigen folgende Inhalte:

    • verkürzte Bilanz
    • verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
    • verkürzten Anhang

    Welche Angaben der Quartalsabschluss beinhalten muss, regelt der Deutsche Rechnungslegungsstandard 6 (DRS 6). Im Einzelnen sind dies:

    • Gewinn- und Verlustrechnung für das entsprechende Quartal
    • Gewinn- und Verlustrechnung für das entsprechende Vorjahresquartal
    • Gewinn- und Verlustrechnung für den Beginn des Geschäftsjahres bis zum Quartalsende
    • Bilanz zum Ende des Quartals
    • Vergleichszahlen aus der Abschlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahrs
    • Kapitalflussrechnung vom Geschäftsjahresbeginn bis zum Quartalsende
    • Ausblick zur weiteren Geschäftsentwicklung
    • Erläuternde Angaben

    Große Unternehmen nutzen bei der Erstellung ihrer Quartalsabschlüsse ERP-Systeme, welche die erforderlichen Daten aus allen Unternehmensbereichen (z. B. Warenwirtschaft, Lohn-Buchhaltung, Finanzbuchhaltung) konsolidieren.

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      Autor Ertan Özdil
      Autor dieses Artikels ist , CEO, Gründer und Gesellschafter des Cloud ERP-Anbieters weclapp.
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