Barcode

Was ist ein Barcode?

Ein Barcode (auch Strichcode und Balkencode genannt) besteht aus unterschiedlich breiten Strichen mit dazwischen liegenden Lücken. Er beinhaltet verschlüsselte Daten. Für die Entschlüsselung von Barcodes wird ein Barcodelesegerät (Scanner) verwendet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie wird ein Barcode gelesen?
  2. Wie und wo werden Barcodes eingesetzt?
  3. Welche Arten von Barcodes gibt es?
  4. Beispiele für 1D-Barcodes
  5. Wie lässt sich ein Barcode (Strichcode) erstellen?
  6. Beispiele für 2D-Barcodes

Wie wird ein Barcode gelesen?

Die Balken und Abstände von Barcodes können (abhängig von der Barcode-Art) für Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen stehen. Um diese Zeichenfolge zu entschlüsseln, wird ein Barcode-Scanner verwendet. Dieser nutzt entweder einen Laser oder LED-Technologie, um die Striche und die dazwischenliegenden, nicht eingefärbten Abstände zu identifizieren. Hierbei machen sich die Lesegeräte die unterschiedlichen Reflexionen der dunkeln und hellen Bestandteile des Codes zunutze. Im zweiten Schritt übermittelt der Scanner die Zeichenfolge an eine Software, welche die verschlüsselten Informationen entschlüsseln (dekodieren) und bereitstellen kann.

Wie und wo werden Barcodes eingesetzt?

Barcodes sind vielfältig einsetzbar. Im privaten Bereich kennen wir sie vorwiegend aus Supermärkten. Hier dienen sie zum schnellen und fehlerminimierten Abkassieren von Waren, aber auch zur Bestandsführung. Weiterhin werden Barcodes in der Industrie genutzt. Dort ist das Erfassen von Warenbewegungen und Beständen das wichtigste Anwendungsgebiet. Nicht zuletzt hat der Barcode in der Logistik und bei Versanddienstleistern seinen festen Platz im Rahmen der Statusverfolgung und Dokumentation.

Welche Arten von Barcodes gibt es?

Barcodes lassen sich anhand der Anzahl genutzter Dimensionen in folgende Gruppen einteilen:

  • 1D-Barcodes (Strichcodes): am weitesten verbreitete Variante
  • 2D-Barcodes (Stapelcodes): Informationen werden in rechteckiger Fläche gestapelt hinterlegt (bekannt durch den QR-Code)
  • 3D-Barcodes: analog Stapelcode, jedoch zusätzlich mit unterschiedlichen Farben
  • 4D-Barcodes: animierte Codes (Abspielen mehrerer Stapelcodes hintereinander)

Beispiele für 1D-Barcodes

1D-Barcodes sind genormt. Herstellerspezifische Barcode-Basisnummern werden von der Organisation GS1 vergeben. Die am meisten verwendeten 1D-Barcodetypen in Deutschland bzw. Europa sind die folgenden:

EN (Europäische Norm)Barcode-BezeichnungCode Verwendung /
Merkmale
Beispiel
797EAN (European
Article Numbering)
bzw. UPC (Universal Product Code)
Kennzeichnung von Produkten
in den Bereichen Handel, Elektro,
Medizin und Verpackung, international etablierter Code

EAN Barcode
798CodabarEinsatz z.B. im Gesundheits-
wesen
Codabar
799Code 128
(auch GS1-128)
Sehr oft verwendeter Code,
hohe Informationsdichte
möglich, Verwendung unter
anderem in der Logistik
und im Gesundheitssektor, Nachfolger von Code 3


Code 128
800Code 39Verbreitet in Industrie, Logistik
und Gesundheitswesen,
geringere Informationsdichte,
wird langsam von Code 128
abgelöst.


Code 39
801Code 2/5
Interleaved
Barcode mit hoher Informationsdichte, aber niedriger
Drucktoleranz; wird unter
anderem in der Industrie und im Versand verwendet


Code 2/5

Eine wichtige Unterart der Handels-Codes ist der ISBN-Code. Er ist 13-stellig und dienst der eindeutigen Kennzeichnung von Büchern sowie von anderen Veröffentlichungen mit redaktionellem Anteil (z. B. Software und Multimedia-Produkte).

Wie lässt sich ein Barcode (Strichcode) erstellen?

Für das Erstellen von Barcodes ist ein Barcode-Generator sowie ein Drucker mit ausreichender Druckqualität notwendig. Häufig werden spezielle Etikettendrucker in Verbindung mit Software für das Etikettendesign verwendet. Diese Programme nutzen meist den druckerinternen Barcode-Generator.

Beispiele für 2D-Barcodes

Im Gegensatz zum 1D-Barcode nutzt ein 2D-Barcode nicht nur die X-Achse zum Abbilden von Informationen, sondern auch die Y-Achse. Hierdurch lassen sich weitaus mehr Daten hinterlegen. Das Einlesen erfolgt mit Kamera-Scannern (auch Imager genannt). Für die Entschlüsselung kommt spezielle Bildbearbeitungs-Software zur Anwendung.

Die bekanntesten 2D-Barcodes sind:

Bezeichnung Code-Verwendung / MerkmaleBeispiel
QR-CodeEinlesen mit Smartphone-Kameras
möglich, gut geeignet für die
Kundenansprache, auch bei 30 Prozent
zerstörter Fläche noch lesbar.

QR-Code
Data MatrixEinlesen nur mit speziellen Software
möglich, sehr kompakt,
lesbar auch bei Beschädigungen
von bis zu 25 Prozent.

Data Matrix
PDF 417Einscannen mit herkömmlichen Lesegerät
möglich, geeignet für Lager, Logistik,
Distribution und Ausweise;
flexible Breite und Höhe

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Autor dieses Artikels ist Ertan Özdil, CEO, Gründer und Gesellschafter des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

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