Lexikon

Distribution

Was ist Distribution?

In der Betriebswirtschaftslehre ist unter Distribution die Verteilung von Gütern vom Hersteller über den Handel bis zum Abnehmer zu verstehen. In der Volkswirtschaftslehre ist Distribution hingegen ein Synonym für die Einkommens- und Vermögensverteilung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was bedeutet Distribution in der Betriebswirtschaftslehre?
  2. Was heißt Redistribution?
  3. Was versteht man unter Distributionslogistik?
  4. Was macht ein Distributor?
  5. Was bedeutet Distribution in der Volkswirtschaftslehre?

Was bedeutet Distribution in der Betriebswirtschaftslehre?

In der Betriebswirtschaft ist Distribution ein Sammelbegriff für mehrere Aufgaben. Diese umfassen die Gestaltung, Steuerung und Überwachung sämtlicher Prozesse, mit denen Güter von Herstellern und Händlern an Endkunden überführt werden. Bezeichnet werden die Vorgänge der Distribution auch als Verteilung von Gütern.

In der Übersicht zählen folgende Teilaufgaben zur Distribution:

  • Administrative Aufgaben: z. B. Auftrags- und Bestellabwicklung (Vertrieb)
  • Transport
  • Warenumschlag
  • Kommissionierung
  • Lagerhaltung

Ziel der Distribution ist es einerseits, einen zuverlässigen und flexiblen Lieferservice zu realisieren. Auf der anderen Seite sollen hierbei die Vertriebskosten (Lager, Bestand, Auftragsabwicklung und Transport) möglichst gering gehalten werden.

Hinweis: Der Begriff Distribution umfasst per genauer Definition mehrere Distributionsobjekte. Hierzu zählen nicht nur physische Artikel, sondern auch Dienstleistungen, Rechte, Entgelte und Informationen.

Was heißt Redistribution?

Der Begriff Redistribution beschreibt den Weg vom Verbraucher und Konsumenten zurück zum Händler.  Beispiele für diesen „umgekehrten“ Weg sind Recycling, Warenrücknahme oder Entsorgung.

Was versteht man unter Distributionslogistik?

Der Begriff Distributionslogistik ist ein Synonym für Distribution (Definition: siehe vorheriger Abschnitt). Weitere Synonyme sind Vertriebslogistik, Absatzlogistik und Warenverteilung.

Was macht ein Distributor?

Wie der Name bereits andeutet, hat ein Distributor die Aufgabe der Verteilung von Waren. Hierbei bezieht er die Waren von einem Hersteller, um sie anschließend an die Abnehmer (Unternehmen oder Konsumenten) zu verteilen. Oftmals ist es hierbei notwendig, große Bezugsmengen in kleinere Verkaufsmengeneinheiten einzuteilen. In der Praxis werden sowohl Großhändler als auch Einzelhändler oftmals als Distributoren bezeichnet.

Zwar könnten Hersteller die Verteilung ihrer Güter an die Endkunden auch selbst übernehmen. Oftmals ist diese Aufgabe jedoch komplex und wird daher an Distributoren ausgelagert. Dies gilt insbesondere beim Import und Export von Waren aus dem Ausland. Hier ist die Logistik besonders aufwendig und es kommen komplexere Themen wie die Zollabwicklung hinzu.

Was bedeutet Distribution in der Volkswirtschaftslehre?

In der Volkswirtschaftslehre ist Distribution ein Synonym für die Einkommens- und Vermögensverteilung in der Gesellschaft. Unterschieden wird zwischen der funktionalen Einkommensverteilung (Verteilung des Einkommens auf die Einkommensarten) und der personellen Einkommensverteilung (Verteilung des Einkommens auf Personen oder Haushalte).

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Autor dieses Artikels ist Ertan Özdil, CEO, Gründer und Gesellschafter des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

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