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Business Intelligence

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    Was ist Business Intelligence?

    Business Intelligence (kurz BI, deutsch Geschäftsanalytik) befasst sich mit der Analyse von Daten, die das eigene Unternehmen betreffen. Die relevanten Informationen werden hierbei mit geeigneter Software gesammelt, ausgewertet und visualisiert, um Geschäftsentscheidungen zu unterstützen

    Lesedauer: 1:45 min

    Business Intelligence Definition & Herkunft

    Der Begriff Business Intelligence (BI) geht vermutlich auf einen Artikel von Hans Peter Luhn zurück, der 1958 im IBM-Journal erschien. Ursprünglich bezog sich Business Intelligence vor allem auf die strukturierte Aufbereitung und Nutzung von Daten zur Entscheidungsfindung. Heute umfasst BI jedoch weit mehr als die reine Datenerfassung und schließt Analyse-, Visualisierungs- und Bewertungsmethoden mit ein. In einem erweiterten Verständnis umfasst Business Intelligence methodische, technologische und organisatorische Grundlagen aus den Bereichen Management, Datenanalyse und Informationstechnologie.

    Eine weitere gängige Definition stammt vom Institut für Business Intelligence. Sie besagt grob, dass es sich bei Business Intelligence um Strategien, Prozesse und Tools handelt, um aus verschiedenartigen und verteilten Informationen erfolgsrelevantes Wissen zu generieren.

    Neben klassischen Managemententscheidungen wird Business Intelligence heute auch in operativen Bereichen wie Marketing, Vertrieb, Logistik oder Personalwesen eingesetzt und unterstützt dort tagesaktuelle sowie strategische Entscheidungen.

    Warum ist Business Intelligence wichtig für Unternehmen?

    Entscheidungen eines Unternehmens sollten niemals ausschließlich auf Grundlage von Intuition getroffen werden. Vielmehr müssen sie auf belastbaren Daten basieren. Exakt dies ist die Kernaufgabe von Business Intelligence. Entsprechende Systeme und Methoden stellen dem Management, Führungskräften und auch Fachanwendern hierfür die passenden Informationen bereit.

    In den Anfängen wurde Business Intelligence Software überwiegend von IT-Experten und Datenanalysten genutzt. Diese führten die Analysen durch und stellten die Ergebnisse anschließend den Business-Anwendern zur Verfügung. In jüngerer Vergangenheit ist jedoch ein klarer Trend zu „Self-Service BI“ zu beobachten. Hierbei erstellen die Nutzer ihre Analysen und Dashboards für ihren Bereich des Unternehmens selbst. Individuelle Fragestellungen lassen sich somit wesentlich schneller und flexibler beantworten.

    Moderne Self-Service-BI-Lösungen bieten intuitive Benutzeroberflächen und erfordern keine tiefgehenden IT-Kenntnisse, wodurch Analysen schneller und dezentral durchgeführt werden können.

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    Wie funktioniert Business Intelligence?

    BI-Technologien lassen sich in die folgenden drei Phasen einteilen:

    Phase Bezeichnung Aktivität
    1 Data delivery Erfassung der Daten aus operativen Systemen (z.B. OLTP), externen Datenquellen sowie deren Bereitstellung in Data-Warehouse-, Data-Lake- oder hybriden Architekturen
    2 Discovery of relations, patterns, and principles Daten in Beziehung setzen, sodass Abfolgen und Muster sichtbar werden (häufig mit Advanced-Analytics-Verfahren wie Data Mining oder Big Data Analytics)
    3 Knowledge sharing Aufbereitung der Informationen, Kommunikation der Ergebnisse im Unternehmen

    Warum ein Data Warehouse?

    Daten stammen heute aus zahlreichen internen und externen Quellen. Sie liegen in großer Zahl und unterschiedlichsten Formaten vor. Die Rede ist auch von Big Data. In vielen Unternehmen bildet ein Data Warehouse die zentrale Grundlage  für BI-Analysen. Zudem dienen Data Warehouses auch als Grundlage für das sogenannte Data Mining (Systeme für die Erkennung von Korrelationen und Trends in großen Datenbeständen). Abhängig von Anforderungen und Datenstruktur kommen heute jedoch auch Data Lakes oder sogenannte Lakehouse-Architekturen zum Einsatz. Diese Architekturen unterstützen insbesondere große, unstrukturierte und schnell wachsende Datenmengen und sind häufig cloudbasiert.

    Was ist Advanced Analytics?

    Klassische Software für Business Intelligence befasst sich mit der Untersuchung historischer Daten. Demgegenüber fokussieren sich Advanced Analytics Tools (Software für „fortgeschrittene Analytik“) auf die Vorhersage zukünftiger Entwicklungen. Beispielsweise sind hierdurch folgende Analysen realisierbar:

    • Was-wäre-wenn-Analysen
    • Simulation der Auswirkung von geänderten Strategien
    • Predictive Analytics (vorausschauende Analysen, z. B. Vorhersage von Bedarfen)

    Auch das Data Mining ist eine Form der fortgeschrittenen Analyse.

    Was ist Datenanalyse?

    Datenanalyse ist ein Sammelbegriff für mehrere statistische Methoden, mit denen sich aus vorliegenden Daten Informationen gewinnen lassen. Business Intelligence ist in diesem Zusammenhang eines von mehreren Tools, mit dem diese Aufgabe bewerkstelligt werden kann. Der Datenanalyseprozess besteht im Wesentlichen aus folgenden Schritten:

    1. Definition der benötigten Informationen
    2. Erschließen geeigneter Datenquellen (Datenbanken)
    3. Bereinigen der Daten
    4. Zusammenführen und Harmonisieren der Daten
    5. Analyse der Daten mit geeigneten mathematischen Modellen
    6. Visualisierung der Ergebnisse (z. B. Grafiken, Dashboards)
    7. Vertiefung der Analyse
    Autor Ertan Özdil
    Autor dieses Artikels ist , Gründer des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

    Haftungsausschluss

    Die Inhalte der Artikel sind als unverbindliche Informationen und Hinweise zu verstehen. Die weclapp GmbH übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit der Angaben.

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