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Fertigungstiefe

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    Was ist Fertigungstiefe?

    Die Fertigungstiefe (auch Produktionstiefe genannt) ist ein Begriff aus der Wirtschaft und gibt an, welchen Anteil eines Produkts ein Unternehmen selbst herstellt. Je größer die Fertigungstiefe, desto unabhängiger ist ein Betrieb von externen Lieferanten und Dienstleistern.

    Lesedauer: 1:45 min

    Was ist eine hohe Fertigungstiefe?

    Eine große oder hohe Fertigungstiefe bedeutet, dass ein Großteil aller benötigten Teile und Komponenten für das Endprodukt in einem Unternehmen selbst hergestellt wird. Bei einem Pkw wäre dies zum Beispiel der Fall, wenn der Hersteller nicht nur den Motor inhouse produziert, sondern auch das Getriebe, die Karosserie, die Elektronik und die Sitze in Eigenfertigung herstellt. Das Gegenteil ist eine geringe Fertigungstiefe. In diesem Fall wird ein großer Teil der benötigten Artikel oder Leistungen von externen Lieferanten zugekauft. Gering wäre beispielsweise eine Produktionstiefe von 15 Prozent, hoch hingegen 80 Prozent. Eine exakte Definition dieser Prozentsätze existiert jedoch nicht.

    Fertigungstiefe: Vor- und Nachteile

    Sowohl eine hohe als auch eine geringe Fertigungstiefe hat spezifische Vor- und Nachteile. Diese stellen sich in der Übersicht wie folgt dar:

    Hohe Fertigungstiefe Geringe Fertigungstiefe
    Kontrolle über Produktionsprozess und die Qualität Höherer Aufwand für Lieferantenmanagement, Beschaffung und Logistik
    Geringe Abhängigkeit von Zulieferern Größenvorteile (Rabatte) bei hohen Stückzahlen
    Keine Herausgabe von Kern-Know-how Flexibilität bei veränderter Nachfrage
    Hoher Investitions- und Kapitalbedarf Weniger Lagerkapazitäten notwendig
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    Was ist die Verringerung der Fertigungstiefe?

    Durch Konzepte wie Lean Organisation und Lean Production geht der Trend vielerorts in Richtung einer Verringerung der Fertigungstiefe. Ziel ist es hierbei, dass sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenz konzentrieren. Erreicht wird dies durch Outsourcing an geeignete Lieferanten und Dienstleister. Allerdings verursacht dieses Vorgehen auch bestimmte Transaktionskosten, da die Anforderungen an die Beschaffung und das Lieferantenbeziehungsmanagement steigen. Informationen dieser Art müssen bei Make-or-Buy-Entscheidungen (eigene Produktion oder externe Fertigung) stets berücksichtigt werden, um die Wirtschaftlichkeit nicht zu beeinträchtigen.

     
    Autor Ertan Özdil
    Autor dieses Artikels ist , Gründer des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

    Haftungsausschluss

    Die Inhalte der Artikel sind als unverbindliche Informationen und Hinweise zu verstehen. Die weclapp GmbH übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit der Angaben.

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