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Auftragsbestätigung

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    Was ist eine Auftragsbestätigung?

    Eine Auftragsbestätigung ist eine Willenserklärung eines Auftraggebers, eine Leistung zu festgelegten Konditionen zu kaufen. Der Begriff wird in der DIN 69905 als „Mitteilung über die Annahme eines Auftrages“ definiert. In der Praxis ist die Auftragsbestätigung häufig Teil des Vertriebsprozesses und dient dazu, alle relevanten Vertragsdetails transparent festzuhalten, insbesondere bei Bestellungen im B2B- oder E-Commerce-Umfeld. Eine Auftragsbestätigung kann, je nach Situation, rechtlich bindend sein, insbesondere wenn sie vom ursprünglichen Angebot abweicht oder als kaufmännisches Bestätigungsschreiben gilt.

    Lesedauer: 6:18 min

    Einer Auftragsbestätigung geht in der Regel ein Angebot voraus. Darin werden Menge und Preise für Leistungen angegeben. Sobald der Auftraggeber das Angebot annimmt, kann er den Auftrag zur Sicherheit noch einmal bestätigen. Die Auftragsbestätigung kann sowohl für die Warenlieferung als auch für das Erbringen von Dienstleistungen erstellt werden. Eine Verpflichtung entsteht grundsätzlich bereits durch den Vertragsabschluss (z. B. Angebotsannahme). Die Auftragsbestätigung dient in erster Linie der Dokumentation und Absicherung.

    Was ist der Sinn und Zweck einer Auftragsbestätigung?

    Eine Auftragsbestätigung ergibt aus unterschiedlichen Gründen Sinn:
    • Es werden Missverständnisse bei der Auftragsvergabe ausgeräumt.
    • Mündliche Zusagen werden nochmals gesichert.
    • Veränderte Angebote werden nochmals bestätigt.
    • Es kann explizit auf die AGB verwiesen werden.
    • Lieferdaten lassen sich genau festlegen.
    Gerade im digitalen Handel schafft die Auftragsbestätigung zusätzliche Transparenz und verbessert die Customer Experience.

    Wann erfolgt eine Auftragsbestätigung?

    Eine Auftragsbestätigung ist besonders sinnvoll in folgenden Fällen:

    • wenn kein formales Angebot vorliegt
    • wenn ein Auftrag telefonisch oder informell erteilt wurde
    • wenn Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Angebot bestehen

    In diesen Fällen sollte die Auftragsbestätigung möglichst schriftlich erfolgen.

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    Was muss in einer Auftragsbestätigung enthalten sein?

    Wird eine schriftliche Auftragsbestätigung erstellt, sollte sie folgende Elemente enthalten:

    • Menge und genaue Bezeichnung der Ware/Dienstleistung
    • Preis
    • Liefer- oder Leistungsdatum
    • Zahlungskonditionen
    • Liefer-/Verpackungskosten
    • Hinweise zum Eigentumsvorbehalt
    • Gerichtsstand
    • speziell vereinbarte Regelungen, z.B. Abschlagszahlungen

    Gibt es eine vorgeschriebene Form für die Auftragsbestätigung?

    Meist erfolgt die Auftragsbestätigung in schriftlicher Form, Aufträge können aber auch mündlich bestätigt werden. Es gibt keine formalen Vorgaben. Auftraggeber können die Bestätigung per Mail, Post oder Fax an den Auftragnehmer schicken. Auch bei der Bezeichnung sind Auftraggeber frei und können die Auftragsbestätigung z.B. auch „Buchungsbestätigung“ nennen.

    Auftragsbestätigung-Muster

    Hier kannst du unsere kostenlose Muster-Auftragsbestätigung herunterladen.

    Ist eine Auftragsbestätigung Pflicht?

    Nein, in Deutschland besteht grundsätzlich keine gesetzliche Pflicht, eine Auftragsbestätigung zu erstellen.
    Ein Vertrag kommt bereits zustande durch:

    • Angebotsannahme
    • Bestellung
    • oder konkludentes Handeln

    Dennoch ist die Auftragsbestätigung im Geschäftsalltag Standard, da sie für beide Parteien Rechtssicherheit schafft.

    Ist eine Auftragsbestätigung rechtlich bindend?

    Mit der Auftragsbestätigung werden alle Auftragsmodalitäten verbindlich festgelegt. Dies bedeutet, dass sowohl Auftragnehmer (z.B. durch Lieferfristen) als auch der Auftraggeber (z.B. durch Zahlungsfristen) an die Inhalte von Auftragsbestätigungen gebunden sind.

    Ist eine Auftragsbestätigung auch eine Rechnung?

    Eine Auftragsbestätigung ist keine Rechnung, sofern sie nicht ausdrücklich als solche gekennzeichnet ist. Unterschiede:

      • Auftragsbestätigung: Bestätigung des Auftrags
      • Rechnung: Zahlungsaufforderung nach Leistungserbringung

    Wenn eine Auftragsbestätigung im Dokument nicht als Rechnung bezeichnet wird, ist die Auftragsbestätigung für deine Kunden auch nicht mit einer Rechnung gleichzusetzen. Im Gegensatz zur Auftragsbestätigung muss die Rechnungsstellung immer in Schriftform erfolgen.

    Auftragsbestätigung im digitalen Vertrieb

    In modernen Unternehmen wird die Auftragsbestätigung meist automatisiert im ERP-System erstellt – insbesondere im E-Commerce oder D2C-Geschäft.
    Typischer Ablauf:

    1. Kunde bestellt im Online-Shop (z. B. Shopify)
    2. Auftrag wird automatisch im ERP (z. B. weclapp) angelegt
    3. System erstellt automatisch eine Auftragsbestätigung
    4. Versand erfolgt per E-Mail an den Kunden
    5. Auftrag geht direkt in Fulfillment und Rechnungsprozess über.

    Die Auftragsbestätigung ist damit ein zentraler Bestandteil des Order-to-Cash-Prozesses (vom Auftrag bis zur Zahlung).

    Autor Ertan Özdil
    Autor dieses Artikels ist , Gründer des Cloud ERP-Anbieters weclapp.

    Haftungsausschluss

    Die Inhalte der Artikel sind als unverbindliche Informationen und Hinweise zu verstehen. Die weclapp GmbH übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit der Angaben.

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